Deutlicher Anstieg bei den Tagesgeldzinsen

August 28, 2011

Bislang haben sich die Tagesgeldzinsen in diesem Jahr sehr positiv entwickelt. Seit Jahresbeginn konnten die Zinssätze langsam aber dafür stetig zulegen. Zwar ist der Abstand zu den Zinssätzen, die vor dem Beginn der Finanzkrise geboten wurden, immer noch sehr groß, doch letztlich ist ein Anstieg besser als Stillstand. Zumal sich in den letzten zwei Wochen ein kleines Zinswunder abgespielt hat: Nahezu sprunghaft haben die Tagesgeldzinsen zugelegt. Wie ein Blick auf den FMH-Index für Tagesgeldanlagen in Höhe von 5.000 Euro aufzeigt, sind die Zinssätze um ziemlich genau 0,2 Prozent gestiegen. Zahlreiche Banken haben ihre Zinssätze angepasst, sodass Tagesgeldanleger nun deutlich höhere Renditen erzielen können.

Laut dem bereits genannten FMH-Index für Tagesgeldanlagen erzielen Tagesgeldanleger im Durchschnitt eine Verzinsung von 1,80 Prozent. Es muss betont werden, dass es sich hierbei um die durchschnittliche Verzinsung handelt – die Zinssätze der einzelnen Tagesgeldkonten können stark von diesem Wert abweichen.
Mehrere namhafte Banken verzinsen Tagesgeldeinlagen nach wie vor deutlich niedriger. Dementsprechend ist es nicht egal, für welches Konto sich Sparer und Anleger entscheiden. Wer die bestmögliche Verzinsung erzielen möchte, muss sich am Markt genau umsehen. So sticht beispielsweise die BMW Bank hervor, die besonders kräftig an der Zinsschraube gedreht hat. Wer sich für die in München ansässige Autobank entscheidet, kann eine Verzinsung von 2,2 Prozent erzielen.
Nur wenige Banken bieten eine noch höhere Verzinsung. Im Grunde sind höhere Tagesgeldzinsen nur bei ausländischen Banken erhältlich. So bietet zum Beispiel die Bank of Scotland ihr Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 2,6 Prozent an.

Mutige Privatanleger decken sich mit Aktien ein

August 20, 2011

Innerhalb weniger Tage sind die großen Aktienindizes stark eingebrochen. Vor allem der DAX ist deutlich abgesackt: Vor weniger als zweieinhalb Wochen stand er noch bei mehr als 7.300 Zählern, nun wurde zwischenzeitlich die Grenze von 5.400 Zählern unterschritten. Experten sprechen bereits jetzt von einer der stärksten Marktkorrekturen aller Zeiten.

Anders als bei vielen anderen Kurseinbrüchen gab es kaum schlechte Nachrichten. Vielmehr scheint sich der Markt selbst zu bereinigen – und deshalb gibt es viele Anleger, die große Chancen für einen Wiedereinstieg sehen. Dies trifft besonders für die privaten Anleger zu, von denen sich die ersten nun an die Börse wagen.
Beim letzten großen Wertzuwachs am deutschen Aktienmarkt waren viele Aktienanleger nicht an Bord. Sie waren in der Finanzkrise oder teilweise sogar schon davor ausgestiegen und hatten den rechtzeitigen Anstieg regelrecht verpasst. In dieser Zeit haben vor allem die institutionellen Anleger den großen Reibach gemacht und von Quartal zu Quartal hohe Milliardengewinne eingefahren. Wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt, wurden die Kursrückgänge der vergangenen Tage von zahlreichen mutigen Privatanlegern genutzt, um sich günstig mit Aktien einzudecken. Das Magazin stützt sich auf Aussagen eines Onlinebrokers, der eine deutliche Zunahme entsprechender Transaktionen festgestellt hat.

Ob es sich beim Einstieg in die Aktienmärkte um eine clevere Entscheidung handelt, vermag niemand zu sagen. Es wäre denkbar, dass DAX und Co in den kommenden Monaten tatsächlich wieder stark anziehen. Allerdings könnte die Talfahrt auch noch eine ganze Weile anhalten. Privatanleger, die ihre Ersparnisse bereits für bestimmte Anschaffungen eingeplant haben, sollten deshalb besser abwarten.

Baugeld fast so günstig wie im Vorjahr

August 13, 2011

2010 ist zweifelsohne das Jahr für Bauherren und Immobilienkäufer gewesen: Der Finanzkrise war ein enormer Zinsrückgang zu verdanken, der es angehenden Eigenheimbesitzern ermöglichte, ihre Vorhaben äußerst günstig zu finanzieren. Bis Mitte des Jahres rutschen die Hypothekenzinsen auf ein Rekordtief, welches Baugeld so günstig wie seit der Nachkriegszeit nicht mehr machte.

Allerdings dürfte die Zeit des extrem günstigen Baugelds nicht lange anhalten. Innerhalb von zehn Monaten zogen die Zinsen kräftig an. Ihren Höchststand erreichen sie im April dieses Jahres und standen einen guten Prozentpunkt höher. Zwar war Baugeld auch dann immer noch vergleichsweise günstig, aber dennoch hatte sich so mancher Bauherr über den Zinsanstieg geärgert.
Die anziehende Wirtschaft sowie zwei Leitzinserhöhungen durch die EZB hätten laut Meinung zahlreicher Experten dazu führen müssen, dass Baugeld noch deutlich teurer wird. Allerdings ist diese Entwicklung nicht eingetreten. Zur Überraschung der meisten Experten wurde am Markt der Hypothekenzinsen der Rückwärtsgang eingelegt. Seit Ende April sind die Zinssätze für Immobiliendarlehen gesunken.
Besonders in den vergangenen Wochen haben die Zinssätze noch einmal deutlich nachgelassen. Seit Ende April sind die Hypotheken somit um fast 0,8 Prozent eingebrochen und befinden sich wieder ganz in Nähe der Niedrigzinsen des vergangenen Jahres. Ob das damalige Zinsniveau erreicht werden kann, gilt jedoch als fraglich. Nach wie vor sieht das wirtschaftliche Umfeld besser als zum damaligen Zeitpunkt aus. Potentielle Darlehensnehmer sollten deshalb nicht zu sehr spekulieren, sondern die aktuellen Niedrigzinsen schlichtweg festschreiben – denn viel günstiger kann das Baugeld gar nicht mehr werden.

Finanzmärkte kommen nicht zur Ruhe

August 7, 2011

Die Unruhe an den globalen Finanzmärkten will kein Ende nehmen: Vor allem die Schuldensituation in den USA und Europa sorgt für jede Menge Turbulenzen. Die Anleger haben das Vertrauen in den US-Dollar und den Euro verloren. Gelder werden abgezogen und umgeschichtet. Man beachte nur den Goldpreis, der fast täglich einen neuen Rekordstand erreicht.

Vor ein paar Wochen knackte der Goldpreis die symbolische Marke von 1.600 US-Dollar pro Feinunze. Doch im Grunde ist dieser Wert schon längst Geschichte – mittlerweile wurde die Marke von 1.660 US-Dollar überschritten. Bei einem solch schnellen Preisanstieg stellt sich zwangsläufig die Frage, wie lange diese Entwicklung noch anhalten wird. Zunehmend mehr private Anleger verspüren den Reiz, jetzt ebenfalls in Gold zu investieren, um hoffentlich von dessen Preisentwicklung profitieren zu können.
Allerdings sollten Anleger sehr vorsichtig sein: Wer zum Höchstpreis kauft, muss unter Umständen hohe Verluste in Kauf nehmen. Die Meinungen der Experten sind zudem äußerst verschieden. Einige Experten rechnen mit einem baldigen Platzen der Blase, die zu einer deutlichen Korrektur des Goldpreises führt. Andere halten es hingegen für möglich, dass Gold mittel- oder langfristig noch viel teurer wird.

Überraschend ist auch die Entwicklung an den Aktienmärkten: Vor allem in den USA und Deutschland sind sie regelrecht eingebrochen. Bis vor wenigen Tagen stand der DAX noch bei 7.500 Zählern, nun wurde die Grenze zu 6.200 Zählern unterschritten. Allerdings gelten Aktien als vergleichsweise inflationsstabil – zumal die schwachen Währungen viele ausländische Investoren anlocken könnten. Dementsprechend scheinen Aktienkäufe derzeit sinnvoller als der Kauf von Gold zu sein. Sparer, die sichere Anlagen suchen, sollten von derartigen Investitionen jedoch die Finger lassen.