Festpreise beim Onlinebroker bieten nicht nur Vorteile
März 26, 2011
Beim Kauf von Wertpapiere setzen Privatanleger immer häufiger auf Onlinebroker. Prinzipiell ist es eine gute Entscheidung, diesen Weg zu gehen. Zwar wäre es möglich, Aktien, Anleihen, Fondsanteile etc. auch über die Hausbank zu ordern, doch per Onlinebrokerage ist es möglich, sehr viel schneller zu agieren und gleichzeitig die Kosten zu senken.
Allerdings will der Wertpapierkauf erst einmal beherrscht werden. Viele private Anleger tun sich schwer dabei, Ordermasken richtig auszufüllen. Börsenplätze, Limitbeträge und Orderzusätze sind Orderbestandteile, die schnell für Verwirrung sorgen. Aus diesem Grund bieten inzwischen die meisten Onlinebroker den Wertpapierkauf zum Festpreis an.
Der Wertpapierkauf zum Festpreis funktioniert ganz einfach: Der Anleger muss lediglich angeben, welches Wertpapier gekauft werden soll und wie hoch das Ordervolumen bemessen ist. Anschließend wird ein Festpreis ermittelt, zu dem der Kauf garantiert abgewickelt werden kann. Für den Anleger besteht der Vorteil darin, keine Börsenorder erteilen und auf deren Ausführung warten zu müssen. Die Festpreisorder sorgt für ein Maximum an Transparenz und erlaubt somit einen stressfreien Wertpapierkauf.
Allerdings bringen Festpreise bei Wertpapierorders nicht nur Vorteile mit sich. Gerade beim Verkauf müssen Anleger ungemein aufpassen. Bei bestimmten Transaktionen (besonders bei Unternehmensanleihen) werden vergleichsweise schlechte Rücknahmepreise geboten. Für den Anleger bedeutet dies, zu einem schlechten Kurs verkaufen zu müssen und dadurch die Rendite unnötig zu schmälern. Teilweise erwecken die Orderassistenten sogar den Eindruck, Verkäufe könnten nur auf diesem Weg getätigt werden. Dies trifft aber nicht zu: Unabhängig davon, auf welchem Weg die Wertpapiere gekauft wurden – ein Verkauf per klassischer Börsenorder ist stets möglich. Er mag zwar komplizierter sein, verspricht aber die höhere Rendite.
Japan-Krise sorgt für Unsicherheit an den Börsen
März 20, 2011
Die meisten Privatanleger haben den Einstieg an die Aktienmärkte nach der globalen Finanzkrise größtenteils verpasst. Allerdings konnten sich viele Sparer dennoch über die Entwicklung der Aktienmärkte freuen, da sie kleinere Anteile an Aktienfonds besitzen, die sich prächtig entwickelt haben. Innerhalb der vergangenen beiden Jahre haben die Märkte enorm zugelegt. Besonders der DAX hat einen beeindruckenden Aufstieg verzichtet – und war bis vor wenigen Tagen noch dabei, sich zielstrebig dem alten Rekordhoch von 2008 zu nähern.
Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss: Die Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan haben die globalen Finanzmärkte ordentlich ins Wanken gebracht. Auch der DAX hat dies sehr deutlich zu spüren bekommen. Vor allem Versicherungswerte wie Allianz und Münchner Rück mussten heftige Kursabschläge verzeichnen. Auch die großen Energieversorger EON und RWE, die unter anderem auch Atomkraftwerke in Deutschland betreiben, erfuhren massive Kursabwertungen.
Aufgrund der deutlichen Kurskorrektur stellt sich nun vielen privaten Anlegern die Frage, ob sie die Gelegenheit nutzen und Aktien kaufen sollten. Jedoch sollten Interessenten sehr vorsichtig sein, denn noch kann niemand genau sagen, welche langfristigen Auswirkungen die Krisensituation in Japan hervorrufen wird. Sollte der atomare Super-GAU eintreten, würde dies die japanische Wirtschaft signifikant beeinflussen und viele Länder würden ihre Energiepolitik überdenken.
Wer investieren möchte, sollte daher sehr vorsichtig vorgehen und ggf. mit dem Gedanken spielen, sein Kapital nicht auf einmal sondern nach und nach einzusetzen. Sollte es weitere Kursrückgänge geben, kann immer noch nachgekauft werden. Dementsprechend wären Fondssparpläne (z.B. auf Basis von ETFs) eine interessante Anlageform.
Fiskus will Sparerfreibeträge genauer prüfen
März 11, 2011
In Deutschland profitieren Sparer vom sogenannten Sparerfreibetrag. Der Freibetrag sichert ihnen Steuerfreiheit bei Zinseinnahmen zu – zumindest bis in Höhe von 801 Euro pro Jahr. Lediglich Zinsseinnahmen, die über dem Freibetrag liegen, müssen mit dem individuellen Steuersatz versteuert werden.
Der Freibetrag kann auf einzelne Finanzprodukte frei aufgeteilt werden. Die Sparer bestimmen selbst, bei welchen Finanzdienstleistern sie den Freibetrag ausschöpfen und in welcher Höhe die Ausschöpfung erfolgen soll. So ist es beispielsweise möglich, 400 Euro für das Sparkonto bei der Hausbank einzutragen und die restlichen 401 Euro für eine Festgeldanlage bei der Direktbank zu nutzen.
Wie das Finanzmagazin „Capital“ schreibt, findet sich eine ganze Reihe an Sparern, die es mit der Aufteilung des Sparerfreibetrags nicht so genau nimmt. Einige Sparer überschreiten den Freibeitrag ganz bewusst und prellen somit den Fiskus um Steuereinnahmen. Sie können auf diese Weise verfahren, weil die Banken keine Möglichkeit haben, den Freibeitrag und dessen Aufteilung zu prüfen. Der Fiskus kann eine solche Prüfung vornehmen, jedoch gilt diese als äußerst aufwendig, da unzählige Kontrollmeldungen ausgewertet werden müssten.
Um diese Form der Steuerhinterziehung künftig zu unterbinden, will der Bundesrat ein neues Melde- und Überprüfungsverfahren einführen. Es wurde vorgeschlagen, ein elektronisches Verfahren einzuführen, damit Überprüfungen schnell und zuverlässig durchgeführt werden können.
Ob es tatsächlich zu einer solchen Umstellung kommen wird, kann augenblicklich noch nicht gesagt werden. Weil der Fiskus jedoch maßgeblich profitiert, ist davon auszugehen, dass die vorgeschlagene Umstellung tatsächlich angegangen wird. Für Sparer, die ihren Freibeitrag bewusst stärker als zulässig ausschöpfen, sollte dies ein Warnsignal sein.
Zinsunterschiede bei Festgeldanlagen werden größer
März 5, 2011
Für die meisten Sparer sind klassische Zinsanlagen nach wie vor die Nummer eins unter den Anlageprodukten. Zwar können die momentanen Zinssätze keine wirkliche Kapitalmehrung bieten, aber am Ende ist es trotzdem besser, auf Tagesgeld- oder Festgeldanlagen zu setzen, bevor das Geld nahezu unverzinst auf dem Girokonto liegt.
Besonders Festgeldanlagen haben es den privaten Anlegern angetan. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass Festgelder im Vergleich zum Tagesgeld eine geringfügig bessere Verzinsung bieten. Je länger die Laufzeit gewählt wird, desto größer ist der Zinsvorteil. Da sich auch kleine Zinsunterschiede deutlich auf den Zinsertrag auswirken können, spielen zunehmend mehr Sparer mit dem Gedanken, entsprechende Anlagen zu tätigen.
Allerdings gilt es beim Tätigen der Anlagen sehr vorsichtig zu sein. Besonders die Wahl des Anbieters spielt eine wichtige Rolle. Grund sind die Zinsunterschiede, die zwischen den einzelnen Festgeldkonten bestehen. Diese Unterschiede sind deutlich größer als viele Sparer annehmen. Wer bei der Auswahl nicht aufpasst bzw. im Vorfeld nicht die Zinssätze vergleicht, muss unter Umständen einen großen Renditeabschlag in Kauf nehmen. Besonders Zinssenkungen und angekündigte Zinssenkungen sind bei einem Vergleich zu berücksichtigen. Gegen Ende Februar haben gleich mehrere Institute die Zinsen gesenkt – teilweise um bis zu 0,4 Prozent. Bei einigen Anbietern stehen entsprechende Zinssenkungen noch an. Dementsprechend gilt es herauszufinden, bis wann eine Anlage getätigt sein muss, damit noch der alte und somit höhere Zinssatz gilt.
Achten sollten Anleger aber auch auf das aktuelle Marktgeschehen: In dieser Woche hat die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, dass mit einer Anhebung des Leitzinses womöglich schon im April zu rechnen sein könnte. Wird der Leitzins tatsächlich erhöht, ziehen auch die Zinsen für Festgelder über kurz oder lang an. Wer sich jetzt für mehrere Jahre an ein Geldinstitut bindet, das schon in wenigen Wochen oder Monaten deutlich höhere Festgeld-Zinsen bietet, hat keine gute Entscheidung getroffen.
Abschließend sei angemerkt, dass auch die Wahl der Zinsbindung gut überlegt sein sollte. Wie schon erwähnt bringen lange Zinsbindungen in der Regel eine höhere Rendite. Wer an eine Erholung der Zinsmärkte glaubt, sollte sein Kapital jedoch nicht zu lange binden, damit rechtzeitig vom der Erholung profitiert werden kann. Unsichere Anleger warten am besten die aktuelle Entwicklung ab und parken ihr Kapital in der Zwischenzeit auf einem (deutlich flexibleren) Tagesgeldkonto.
