Banken setzen auf neue TAN-Verfahren
Januar 23, 2011
Im Hinblick auf das Onlinebanking ist es für die meisten User vollkommen normal, erst einmal nach der TAN-Liste zu suchen. Gemeint ist die klassische Papier-TAN-Liste, von der die verbrauchten TANs einfach gestrichen werden. Das allerdings wird sich in Zukunft ändern: Einige Banken haben bereits damit begonnen, ihre Onlinebanking-Systeme umzustellen und dabei die Papierlisten aussortiert. Zunehmend häufiger gelangen Kartenleser oder Handy zum Einsatz, damit sichere Geldtransaktionen getätigt werden können.
Diese Umstellung erfolgt natürlich nicht grundlos. IT-Experten sind sich weitestgehend darüber einig, dass das klassische TAN-Verfahren keine besonders hohe Sicherheit bietet und Bankkunden daher relativ schnell zum Opfer eines Betrugs werden können. Eines der größten Probleme ist das Abfangen von TAN-Nummern: Schadsoftware, die im Hintergrund läuft, kann die Nummern abfangen und zusammen mit relevanten Kontoinformationen an Betrüger weiterleiten. Die neuen Verfahren sollen dies verhindern, indem beispielsweise auf TAN-Nummern gesetzt wird, die nur ein paar Minuten lang gültig sind und in Echtzeit an den Bankkunden übermittelt werden, etwa per Handy.
Bankkunden, die noch mit TAN-Listen auf Papier arbeiten, müssen mittelfristig damit rechnen, dass ihr Onlinebankingsystem umgestellt wird. Wie das Finanzmagazin „Capital“ schreibt, haben beispielsweise die Sparkassen bereits im Jahr 2009 mit einer Umstellung auf das smsTAN und chipTAN Verfahren begonnen. Viele der Sparkassenkunden arbeiten mittlerweile mit diesen Systemen. Ebenso hat sich die Postbank zu diesem Schritt entschieden: Sie ist die erste Großbank in Deutschland, die sich von den klassischen TAN-Listen löst. Zwar können bisher im Umlauf befindliche Listen noch genutzt werden, doch nach und nach werden sich die Kunden umstellen müssen.
Kostenloses Girokonto: Für zahlreiche Kunden lohnt sich ein Bankenwechsel
Januar 16, 2011
Viele Banken haben zu Jahresbeginn neue Kontomodelle eingeführt oder die Gebührenstruktur der bestehenden Kontenmodelle angepasst. Für zahlreiche Inhaber von Girokonten bedeutet dies, fortan höhere Gebühren für die Kontoführung oder für einzelne Transaktionen bezahlen zu müssen. Außerdem sind Fremdabhebungen an Geldautomaten auch nicht viel günstiger geworden – eine Geldinstitute berechnen nach wie vor hohe Gebühren.
Der Zeitpunkt ist deshalb ideal um das eigene Konto im Hinblick auf die Kosten zu überprüfen. Womöglich ist es sinnvoll, einen Kontowechsel durchzuführen. Dies kann bedeuten, dass sich der Wechsel in ein anderes Kontomodell empfiehlt oder womöglich sogar der Wechsel zu einer anderen Bank.
Im Grunde sollte das Girokonto (zumindest wenn es als Gehaltskonto dient) für den privaten Bankkunden kostenlos sein. Wenn dies nicht der Fall ist, gilt es ernsthaft über einen Wechsel nachzudenken. Denn viele Banken bieten ihren Kunden mittlerweile kostenlose Girokonten an. Da wäre es ärgerlich, wenn man Monat für Monat Gebühren entrichtet – auch wenn sich diese nur auf ein paar Euro belaufen. Denn auf die Nutzungsdauer eines Girokontos gerechnet kann es dabei durchaus um stolze Beträge gehen.
Interessenten, die über einen Kontowechsel nachdenken, sollten sich auf dem Markt sehr genau umsehen. Neben regionalen Banken warten auch viele Direktbanken mit attraktiven Angeboten auf. Diese Angebote reichen zum Teil weit über die kostenlose Kontoführung hinaus. So manches Geldinstitut lockt zum Beispiel mit einer Guthabenverzinsung oder einem Startguthaben. Andere Institute setzen auf attraktive Zusatzleistungen wie beispielsweise eine kostenlose Kreditkarte. Wer gut vergleicht, kann es sogar schaffen, Startguthaben und die kostenlose Kreditkarte zusammen zu erhalten.
Facebook-Börsengang löst Hype aus
Januar 8, 2011
Den meisten Internetnutzern dürfte der Begriff Facebook längst vertraut sein – oftmals weil sie sogar selbst ein Nutzerkonto beim weltgrößten Social Network besitzen. Aber auch außerhalb der Internetgemeinde ist Facebook sehr bekannt, was nicht zuletzt an den Schlagzeilen liegt, die das Unternehmen in den letzten Tagen gemacht hat.
Vor kurzem ist nämlich die Investmentbank Goldman Sachs bei Facebook eingestiegen. Die Bank hat Unternehmensanteile im Wert von 450 Mio. US-Dollar gekauft. Der Einstieg erfolgte auf Basis eines angenommenen Unternehmenswertes von 50 Mrd. US-Dollar. Dabei staunte die Fachwelt schon nicht schlecht, als Microsoft vor drei Jahren bei Facebook einstieg und eine Bewertung von 5 Mrd. Euro festsetze. Dieser enorme Anstieg des Unternehmenswertes schürt Anlegerphantasien, denn Facebook wird an die Börse gehen.
Experten gehen davon aus, dass der Börsengang des Social Networks im nächsten Jahr erfolgt. So mancher Kleinanleger kann diesen Moment kaum erwarten, weil er von Anfang an dabei sein möchte und auf eine fulminante Fortsetzung der Wertentwicklung hofft. Allerdings sollte man sich hier keine falschen Hoffnungen machen – denn ob es soweit kommt, gilt als äußerst fraglich.
Mehrere Finanzexperten haben sich mit einem möglichen Facebook Börsengang auseinandergesetzt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Geschichte im Grunde schon gelaufen ist. Den größten Reibach dürfte Goldman Sachs machen: Die Bank wird das Unternehmen an die Börse bringen und daran gut verdienen. Damit der Facebook-Aktienkurs später zulegt, müssten weitere Steigerungen des Unternehmenswerts in Aussicht stehen. Doch womöglich ist die 50 Mrd. US-Dollar Bewertung schon eine große Luftblase.
