Vorsicht beim Einstieg in die Aktienmärkte

Oktober 31, 2010

Besonders nach dem Eintritt der Finanzkrise wurde vor dem Kauf von Aktien gewarnt. Viele Experten sagten den Aktienmärkten eine starke und lang anhaltende Talfahrt voraus. Doch dann kam alles anders: Nach einem starken Einbruch, der sich innerhalb weniger Wochen vollzog, legten die Aktien schon wieder zu. Bereits im vergangenen Sommer hatte der DAX die Marke von 5.000 Zählern geknackt. Seither haben die Aktienmärkte weiter angezogen: Erst vor wenigen Tagen hat der DAX ein neues Jahreshoch erreicht und befindet sich historisch betrachtet mit einem Wert von mehr als 6.500 Zählern auf einem hohen Stand.

Interessanterweise raten zunehmend mehr Anlageexperten zum Einstieg. So mancher Privatanleger denkt nun darüber nach, in Aktien zu investieren – schließlich sind die vergangenen eineinhalb Jahre sehr erfolgreich verlaufen. Viele Anleger können sich vorstellen, dass der Trend anhält. Allerdings sollte man nicht der Gier erliegen: Die Aktienmärkte haben bereits ein hohes Niveau erreicht. Ob sich der Anstieg fortsetzt, kann derzeit niemand sagen.
Im Grunde ist es für einen Einstieg schon relativ spät. Dies ist eine Tatsache, die sich Anleger unbedingt vor Augen halten sollten. Ein schneller und unüberlegter Einstieg könnte schlimme Folgen haben. Dies gilt vor allem für Einmal-Investments: Wer große Einmalbeträge investiert, legt sein Geld besonders riskant an. Gerade Privatanleger sind meist besser damit beraten, auf den Cost-Average Effect zu setzen und in monatlichen Intervallen zu investieren.

Ob die Aktienmärkte weiter steigen, kann im Endeffekt niemand mit Gewissheit sagen. Die DAX-Höchststände von 2007 mit mehr als 8.000 Zählern sind natürlich noch nicht erreicht – doch ob sie überhaupt in Reichweite liegen ist nicht gewiss.

Selbstentscheider sind vorsichtiger als angenommen

Oktober 29, 2010

Die meisten Leute müssen von ihren Bankberatern regelrecht angetrieben werden, damit sie Vermögensaufbau betreiben und Teile ihres Einkommens und Vermögens investieren. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Einige Bürger beschäftigen sich bewusst mit dem Thema Geldanlage und bemühen sich zugleich darum, ihre Anlageentscheidungen mithilfe von Bank- und Finanzberatern zu treffen. Diese Personen werden im Bankenjargon als Selbstentscheider bezeichnet.

Der typische Selbstentscheider ist unter anderem daran zu erkennen, dass er über ein Depot bei einem Onlinebroker verfügt. Dank Onlinedepot befindet er sich in der Lage, Geldanlagen rund um die Uhr tätigen und dabei auf ein breites Spektrum an Finanzprodukten zurückgreifen zu können. Aus diesem Grund wurde bisher angenommen, dass Selbstentscheider vergleichsweise spekulativ agieren bzw. überdurchschnittlich viele Finanzprodukte erwerben, die über einen spekulativen Charakter verfügen.

Eine Studie, die kürzlich von der DZ Bank und der Steinbeis-Hochschule Berlin durchgeführt wurde, lässt den Selbstentscheider in anderem Licht erscheinen. Im Rahmen der Studie wurden Kunden von Onlinebrokern befragt. Dabei wurde ermittelt, aus welchen Gründen die Anlageentscheidungen selbst getroffen werden und in welche Finanzprodukte investiert wird.

Es stellte sich heraus, dass Selbstanleger es schlichtweg mögen, ihre Anlagegeschäfte selbst zu tätigen und sie außerdem den Beratern nicht unbedingt trauen. Diese Erkenntnis überrascht Experten recht wenig. Dafür ist es umso interessanter zu wissen, dass die Selbstanleger vergleichsweise konservativ investieren. Der Anteil an risikoarmen Anlageprodukten ist deutlich höher gewichtet als bisher angenommen. Die Gewichtung fällt sogar höher als beim typischen Bankkunden aus, der auf Beratung angewiesen ist. Der Anteil der heutzutage so intensiv beworbenen Investmentzertifikate liegt im Durchschnitt bei lediglich 4 Prozent.

Offene Immobilienfonds: Degi Europa wird aufgelöst

Oktober 24, 2010

Die Misere mit den offenen Immobilienfonds will einfach kein Ende nehmen. Nach wie vor haben die Fondsgesellschaften große Probleme damit, ihre Fonds wieder zu öffnen. Das Problem besteht vor allem darin, dass viele Anleger ihr Kapital immer noch abziehen wollen. Dementsprechend muss für Liquidität gesorgt werden, was jedoch leichter gesagt als getan ist. Schließlich müssten unzählige Objekte verkauft werden. Dies braucht jedoch Zeit – besonders wenn die Immobilien nicht verramscht werden sollen.

Aufgrund dieser Situation scheinen immer mehr Fonds von einer Auflösung bedroht zu sein – einige Fondsgesellschaften haben sich zu diesem Entschluss sogar schon durchgerungen. So wie beispielsweise Aberdeen: Laut „Handelsblatt“ hatte der Fondsverwalter erst vor wenigen Tagen angekündigt, den offenen Immobilienfonds „Degi Europa“ wieder öffnen und dann Fondsanteile zurückkaufen zu wollen. Doch kurz darauf hat der Fondsverwalter eine Kehrtwende gemacht. Wie das Finanzunternehmen mitteilte, werde man den Fonds nun endgültig auflösen. Allerdings werde die Auflösung eine ganze Weile andauern: Erst bis Ende 2013 soll der Fonds vollständig aufgelöst sein. Die hierbei erzielten Erlöse werden etappenweise an die (meist privaten) Anleger ausgezahlt.

Die abrupte Änderung der Strategie ist auf die Erwartungshaltung des Finanzverwalters zurückzuführen. Laut dem Finanzunternehmen wurden Fondsanteile im Wert von 400 Mio. Euro über die Börse gehandelt. Investoren hatten ihre Anteile über diesen Weg zu Geld gemacht. Es ist davon auszugehen, dass die Käufer der Fondsanteile nun Kasse machen wollen. In Anbetracht der Tatsache, dass das Fondsvolumen bei 1,3 Mrd. Euro liegt, sind die zu erwartenden Mittelabflüsse einfach zu groß, weshalb eine Liquidierung am Sinnvollsten erscheint.

Banken wollen Online-Kreditkartenzahlungen sicherer machen

Oktober 23, 2010

Lange Zeit wurde der Kreditkarte nachgesagt, eines der sichersten Zahlungsmittel überhaupt zu sein. Allerdings nehmen die Zweifel der Karteninhaber zu: Längst nicht jeder Kreditkartenbesitzer traut sich noch, online zu bezahlen. Dies liegt vor allem an der Angst vor Online-Missbrauch bzw. Diebstahl der Kreditkartendaten. Zunehmend mehr Personen erhalten Kreditkartenabrechnungen, die unberechtigte Kosten aufweisen.

Die Anzahl der Betrugsversuche hat in den letzten Jahren immens zugenommen. Diesbezüglich ist anzumerken, dass auch Bankkunden betroffen sind, die beim Bezahlen alles richtig gemacht haben. Denn Kreditkartenbetrüger schlagen heutzutage virtuell zu: Server von Onlineshops werden ausspioniert, um somit an Kreditkartendaten zu gelangen.

Um diese Entwicklung zu stoppen, haben die Kreditkarten-Platzhirsche Visa und Mastercard ein neues Verfahren einführt, das für mehr Sicherheit beim Onlineshopping sorgen soll. Das Verfahren trägt die Bezeichnung 3D-Secure und basiert auf einem simplen Prinzip: Im Rahmen des Bezahlprozesses muss sich der Kreditkartenkunde bei seiner Bank einloggen und dort die Zahlung freigeben. Das hierfür benötigte Passwort wird nicht beim Onlineshop, sondern auf einer gesicherten Seite der eigenen Bank eingegeben. Shopbetreiber und womöglich zwischengeschaltete Finanzdienstleister verfügen dann nicht mehr über das Zusatzpasswort, das für Onlinezahlungen mit dem 3D-Secure System grundsätzlich benötigt wird.

Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, ist dieses Verfahren noch nicht einmal neu. Im Grunde ist es schon seit 2003 erhältlich, jedoch haben die Banken aus Kostengründen vor einer Einführung zurückgeschreckt. Aufgrund der immer bedrohlicheren Lage scheint nun ein Umdenken erfolgt zu sein. Erste Banken haben bereits in Deutschland damit begonnen, 3D-Secure einzuführen. Bis Ende dieses Jahrs sollen drei Viertel aller Visa-Karten auf die Sicherheitstechnik umgestellt sein.

Aufgepasst bei Hebelzertifikaten

Oktober 17, 2010

Es gibt immer mehr Privatanleger, die auf eine Finanzberatung durch Hausbank & Co. verzichten und stattdessen eigenständige Anlageentscheidungen treffen. Via Internet bzw. über Onlinebroker gestaltet es heutzutage relativ leicht, Anlagegeschäfte zu tätigen. Aktien oder Fondsanteile können in Sekundenschnelle erworben werden.

Diese Art von Privatanleger genießt vor allem bei Investmentbanken eine erhöhte Aufmerksamkeit. Besonders Zertifikate sollen den Anlegern schmackhaft gemacht werden. Die Begründung ist simpel: Mit Hilfe von Zertifikaten können Anleger die verschiedensten Anlagestrategien umgesetzt werden. So ist es beispielsweise möglich, nicht nur auf steigende sondern auch auf fallende Kurse zu spekulieren. Und sogenannte Hebelzertifikate erlauben es, einen Rendite-Boost einzuschalten, indem mit einem Hebel spekuliert wird: Änderungen des Basiswerts (zum Beispiel am Kurs einer Aktie) lassen sich um ein Vielfaches verstärken.

Hebelzertifikate erlauben es, satte Renditen einzustreichen. Allerdings ist auch das Risiko sehr groß. Sollte eine Spekulation nicht aufgehen und sich der Basiswert in die gegengesetzte Richtung bewegen, droht schnell der Totalverlust. Anders als beispielsweise bei Aktien können Verluste nicht immer ausgesessen werden. Bei einem Hebel von 10 muss der Basiswert nur um 10 Prozent fallen, damit das Zertifikat um 100 Prozent fällt und somit der Anleger sein Geld verliert.

Beängstigenderweise werden derartige Finanzprodukte jedoch immer intensiver beworben. Erst kürzlich kürten „Die Welt“ und die „Welt am Sonntag“ die besten Zertifikateanbieter. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass explizit einige Zertifikate lobenswert erwähnt wurden, die an eine Hebelwirkung gekoppelt sind – so manch unerfahrener Anleger könnte dadurch verleitet werden und Fehlentscheidungen bei der Geldanlage treffen, die schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Heizkostenabrechnungen weisen häufig Fehler auf

Oktober 16, 2010

Früher wurde die Heizkostenabrechnung vom Großteil der Mieter gar nicht so genau betrachtet. Die Beträge waren überschaubar und daher finanziell meist problemlos zu verkraften. Heutzutage sieht es ganz anders aus: Die gestiegenen Energiepreise machen sich besonders bei den Heizkosten bemerkbar. So mancher Mieter fühlt sich daher gar nicht wohl, wenn es den Umschlag der frisch eingetroffenen Abrechnung zu öffnen gilt. Nicht selten werden Beträge fällig, die die Haushaltskasse ordentlich unter Druck setzen.

Doch nicht nur die gestiegenen Energiekosten stellen ein Problem dar. Wie „Spiegel Online“ unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz schreibt, weist ein beachtenswert großer Teil der von Vermietern erstellten Abrechnungen signifikante Fehler auf. Eine Untersuchung der Verbraucherschützer hat ergeben, dass knapp die Hälfte der Mietabrechnungen fehlerhaft ist. Zudem ist keine hohe Transparenz gegeben: Bei weiteren 17 Prozent der Abrechnungen, die letztlich als fehlerfrei einzustufen waren, bestand zumindest Klärungsbedarf. Gerade einmal ein Drittel der Abrechnungen wurde korrekt erstellt.
Zu einem der größten Fehlerposten zählt die Berechnung des Brennstoffverbrauchs. Hier würde oftmals falsch gerechnet und zudem seien die Rechnungen nicht immer nachvollziehbar, so Verbraucherschützer. Oftmals war der Verbrauchswert vollkommen falsch angegeben worden, weil keine korrekte Berücksichtigung der Mietfläche erfolgte.

Mieter, die Zweifel hinsichtlich der Richtigkeit ihrer Heizkostenabrechnungen hegen, sollten daher nicht vorbehaltlos zahlen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, die Abrechnung von einem Experten überprüfen zu lassen und ggf. auch weitere Informationen zu den Berechnungsmethoden einzuholen. Eventuell können Fehler ausfindig gemacht werden, sodass der Mieter nachbessern und den Abrechnungsbetrag senken muss. Wie in solchen Fällen mit früheren Abrechnungen verfahren wird, muss individuell entschieden werden.

Währungskrieg verunsichert Sparer

Oktober 10, 2010

Länder wie China, die USA sowie auch einige Mitgliedstaaten der EU bemühen sich intensiv darum, ihre Währungen künstlich abzuwerten. Die Notenbanken überschwemmen die Märkte mit billigem Geld, was zur Abwertung der einzelnen Währungen führt. Das Ziel dieser Maßnahmen ist simpel: Günstige Währungen sollen den Export ankurbeln und somit die Wirtschaft stabilisieren bzw. einen Aufschwung bringen.
Allerdings kann dieses Konzept nur dann funktionieren, wenn nicht alle Marktteilnehmer mitmachen. Da zunehmend mehr Länder darauf abzielen, ihre Währungen abzuwerten (gerade im asiatischen Raum springen immer mehr Staaten auf diesen Zug auf), greifen die Maßnahmen nicht mehr. Zugleich wächst die Geldmenge immer stärker an, was neue Ängste vor Inflation schützt.

Wie die „Welt Online“ schreibt, sind besonders die deutschen Sparer sehr verunsichert und suchen daher nach alternativen Anlagemöglichkeiten. Laut einer aktuellen Untersuchung der Postbank wird vor allem nach Anlagen gesucht, die nicht in direkter Verbindung mit dem Geldwesen stehen. Besonders Sachwerte gelten als gefragt – bereits jeder fünfte Sparer soll sich zuletzt über Investments in Gold und Immobilien informiert haben.

Sachwerte genießen den Ruf, einen Schutz vor Inflation zu bieten. Sollte eine Inflation oder gar Hyperinflation auftreten, könnten die Ersparnisse drastisch an Wert verlieren. Sachwerte würden hingegen im Wert steigen und somit für Schutz sorgen. Allerdings sind Sachwerte kein Patentrezept. Immobilien gelten beispielsweise als kostspielig in der Anschaffung und richten sich vorrangig an vermögende Anleger. Gold ist im Grunde für jeden Anleger erschwinglich, hat allerdings im Dollarwert bereits ein neues Hoch erreicht. Eine Wertkorrektur wäre denkbar und könnte dem Anleger größere Verluste bescheren.

Wechsel der Kfz-Versicherung gut vorbereiten

Oktober 9, 2010

Oktober und November sind traditionell die Monate, in denen Autofahrer ihre Kfz-Versicherung besonders häufig wechseln. Der Grund ist schnell gefunden: Autoversicherungen müssen bis zum 30. November gekündigt sein, damit ab dem Folgejahr der Versicherungsschutz eines anderen Versicherers genutzt werden kann. Von dieser Möglichkeit wird rege Gebrauch gemacht. Wie das Handelsblatt schreibt, wechseln jährlich 3 Millionen Autofahrer ihre Kfz-Versicherung.

Doch gerade in diesem Jahr gilt es beim Wechseln der Autoversicherung besonders vorsichtig zu sein. Es kommt auf die Vorbereitung an: Man sollte unbedingt eine ausreichende Anzahl an Versicherungstarifen vergleichen, bevor man sich für einen Wechsel entscheidet.
Ohnehin wird der Wechsel in diesem Jahr nicht so einfach, was vor allem an den Beitragserhöhungen liegt, die etliche Versicherer vorgenommen haben. Schon zu Beginn dieses Jahres haben einige Versicherungsunternehmen spürbar an der Beitragsschraube gedreht. Damit die Kfz-Versicherung nach dem Wechsel nicht mit einem höheren Beitrag zuschlägt, ist es umso wichtiger, Angebote einzuholen und zu vergleichen. Beim Blick auf die nackten Zahlen wird schnell deutlich, bei welchen Anbietern sich ein Wechsel überhaupt lohnt.

Mit den Beiträgen sind allerdings auch die Leistungen gestiegen. Experten haben einen neuen Trend aufgedeckt: Die Versicherungsunternehmen setzen zunehmend auf Qualität. Noch nie zuvor haben die Autoversicherungstarife so viele Leistungen enthalten. Dementsprechend bietet ein Versicherungswechsel nicht nur die Chance, den Beitrag seiner Kfz-Versicherung zu senken, sondern gleichzeitig auch den Leistungsumfang zu erhöhen.

All diese Punkte bei einem Vergleich zu berücksichtigen, gestaltet sich nicht immer leicht. Um Zeit zu sparen und gleichzeitig den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, einen Onlinevergleich durchzuführen.

Zinsanleger sollten Neukundenangebote wählen

Oktober 3, 2010

Sichere Zinsanlagen, die eine einigermaßen akzeptable Rendite bieten, sind derzeit nur relativ schwer zu finden. Aufgrund der niedrigen Zinsmärkte wird von vielen Banken eine Verzinsung geboten, die alles andere als attraktiv erscheint – kein Wunder, dass so mancher Anleger sogar darüber nachdenkt, riskantere Anlagen zu tätigen und beispielsweise in Aktien zu investieren.

Dabei ist es durchaus möglich, auch im Bereich des Tagesgeld- und Festgeldanlagen auf attraktive Konditionen zu stoßen. Wichtig ist in erster Linie ein intensives Durchforsten des Marktes. Denn leider könnten die Zinsunterschiede, die zwischen den Angeboten einzelner Banken existieren, kaum größer sein. Wer gut vergleicht und das richtige Konto wählt, kann die Rendite seiner Zinsanlage maßgeblich steigern.

Sieht man sich die aktuellen Zinsangebote genauer an, so fällt relativ schnell auf, dass es am ertragreichsten ist, gezielt auf Neukundenangebote zu setzen. Zahlreiche Banken arbeiten inzwischen mit diesen Angeboten. Den Geldinstituten geht es darum, neue Kunden zu gewinnen und diese langfristig an sich zu binden. Um Überzeugungsarbeit zu leisten, werden Neukunden mit attraktiven Konditionen gelockt.

Einige Banken wie zum Beispiel die VW Bank garantieren ihren Kunden einen Mindestzins – und zwar im Bereich der Tagesgeldanlagen. Wer Zinssicherheit sucht, sollte sich derartige Angebote näher ansehen. Teilweise ist eine überdurchschnittlich hohe Verzinsung ein halbes Jahr lang garantiert. Andere Institute wie beispielsweise die Bank of Scotland locken mit einem Startguthaben. Wer ein Tages- oder Festgeldkonto eröffnet, erhält eine Gutschrift in Höhe von 30 Euro. Unter Berücksichtigung der aktuellen Zinssätze kann selbst eine kleine Gutschrift für einen ordentlichen Renditeschub sorgen.

Gezielte Anbieter-Auswahl bei Riester-Rente ist wichtig

Oktober 2, 2010

Zunehmend mehr Bürger werden sich der Tatsache bewusst, dass es um die gesetzliche Rentenversicherung nicht allzu gut bestellt ist. Aufgrund struktureller Probleme ist damit zu rechnen, dass Arbeitnehmer immer höhere Rentenversicherungsbeiträge entrichten müssen und gleichzeitig die Renten nur unzureichend angepasst werden.

Eine der besten Möglichkeiten der Absicherung besteht darin, auf die Riester-Rente zu setzen. Besonders für Arbeitnehmer gilt diese Form der privaten Altersvorsorge als empfehlenswert, weil satte Zuschüsse vom Staat kassiert werden können. Dadurch wird es möglich, Altersvorsorge zu betreiben, ohne eine allzu hohe finanzielle Belastung in Kauf nehmen zu müssen. Man sollte nur früh genug mit dem Riester-Sparen beginnen, damit später eine gute Zusatzrente garantiert ist.
Außerdem gilt es zu wissen, dass Riester-Rente nicht gleich Riester-Rente ist. Wie „Focus Online“ schreibt, können bei den einzelnen Vorsorgeformen der Anbieter größere Unterschiede auftreten. Diese Unterschiede beziehen sich vor allem auf die Renditen der Finanzprodukte: Wer auf den falschen Anbieter setzt, muss eine deutlich schlechtere Verzinsung der Ersparnisse in Kauf nehmen, was letztlich zu einer signifikant niedrigeren Privatrente führt.

Die Renditeunterschiede, die zwischen den einzelnen Anbieter existieren, sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Unabhängige Auswertungen haben ergeben, dass sich die Renditeunterschiede unter Berücksichtigung des Gesamtbetrags, der bis zu Beginn der Privatrente angespart wird, auf bis zu 25 Prozent belaufen können. Eine solche Abweichung ist im Grunde nicht zu tolerieren: Ob sich beispielsweise 75.000 Euro oder 100.000 Euro auf dem privaten Rentenkonto befinden, macht schlichtweg einen zu großen Unterschied. Interessenten sollten daher möglichst viele Angebote einholen, um vergleichen und eine guter Anbieterwahl treffen zu können.