Starkes Europa drückt den Goldpreis nach unten

Juli 30, 2010

Obwohl Gold schon seit mehreren Jahren in Folge stark an Wert zugelegt hat und man zunehmend mehr mit einem überkauften Markt rechnen musste, zog der Preis dafür weiter an. Selbst wer zu Jahresbeginn bei einem relativ hohen Goldpreis eingestiegen ist, konnte in den letzten Monaten einen satten Wertzuwachs verzeichnen.

Doch nun haben Gold und Anlageprodukte, die rund um das Edelmetall ausgegeben wurden, einen ersten größeren Rückschlag erlitten. Hierfür zeigt sich Europa verantwortlich: Die erst vor wenigen Monaten begonnene Europa-Krise scheint langsam aber sicher auf ihr Ende zuzusteuern. Viele Investoren trauen dem europäischen Markt eine Menge zu, was sich auch positiv auf den Euro auswirkt. Zwar sind die Finanzprobleme von Ländern wie Griechenland, Spanien oder Ungarn noch lange nicht ausgesessen, jedoch steht Europa in der Gunst der Anleger weit oben, was sich auch auf den Wert des Euro auswirkt.

Der Euro hat sich zuletzt gegenüber dem US-Dollar wieder deutlich erholt, was für Goldanleger weniger erfreulich ist. Der Goldpreis ist nämlich an den US-Dollar gekoppelt, sodass ein stärker werdender Euro automatisch zur Abwertung des Goldpreises führt – zumindest für europäische Anleger.

Dies ist jedoch nicht das einzige Problem, mit dem Goldanleger zu kämpfen haben. Ein weiteres Thema ist die Inflationsangst. Die große Inflation ist ausgeblieben und die derzeit stark anziehende Wirtschaft vertreibt die Inflationsängste zusehends. Dementsprechend verliert Gold (das vielen Anlegern vorrangig als Inflationsschutz dient) zusätzlich an Bedeutung. Ob man Goldanlagen deshalb verkaufen sollte, muss natürlich jeder Anleger für sich selbst wissen. Wer mit dem Gedanken gespielt hat, jetzt Gold zu kaufen, sollte natürlich noch vorsichtiger sein.

Mit Index-Zertifikaten günstig und gezielt investieren

Juli 25, 2010

Die Aktienmärkte ziehen derzeit wieder viel Aufmerksamkeit auf sich. Besonders der deutsche Aktienmarkt gilt für Anleger als sehr interessant – nicht zuletzt weil das IFO Institut ein immens starkes Wirtschaftswachstum feststellen konnte. Analysten sind positiv gestimmt und teilweise trauen sie dem DAX noch eine signifikant positive Entwicklung zu. Kein Wunder, dass so mancher Privatanleger über einen Einstieg nachdenkt.

Eine der besten Möglichkeiten an der Entwicklung des deutschen Aktienmarktes zu partizipieren besteht darin, sich für den Erwerb von Index-Zertifikaten zu entscheiden. Das „Handelsblatt“ hat einen informativen Beitrag zu diesem Thema verfasst und in dessen Rahmen herausgearbeitet, weshalb diese Anlageform gerade für den Privatanleger so geeignet ist. Hier die wichtigsten Punkte in Kürze.

Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass der Einstieg schon mit wenig Geld möglich ist. Dem sogenannten Bezugsverhältnis ist es zu verdanken, dass auch kleine Beträge investiert werden können. Ein Bezugverhältnis von 1:100 für ein DAX Index-Zertifikat würde bedeuten, dass man ein Zertifikat für 61,75 Euro erwerben kann – bei einem aktuellen DAX Stand von 6.175 Zählern.

Zudem warten Index-Zertifikate mit einer guten Risikostreuung auf. Wer auf einen einzigen Aktienwert setzt, geht ein vergleichsweise hohes Risiko ein. Man denke nur an die einst so starke BP Aktie, die aufgrund der Öl-Katastrophe enorm eingebrochen ist. Index-Zertifikate investieren in einen breiten Aktienkorb, wodurch das Anlagerisiko stark minimiert wird.

Auch die Gebühren, die mit dem Erwerb in Verbindung stehen, sprechen für Zertifikate. Viele Emittenten und Onlinebroker ermöglichen einen kostengünstigen Handel, welcher die Entstehung hoher Nebenkosten verhindert. Gegenüber dem Erwerb mehrerer Aktientitel lässt sich im Regelfall ein deutlicher Kostenvorteil erzielen.

Banken schneiden bei Privatkundenberatung schlecht ab

Juli 24, 2010

Eigentlich sollte man meinen, gut beraten zu werden, wenn sich bei seiner Hausbank über Finanzprodukte informiert. Doch leider scheint es in der Praxis ganz anders auszusehen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest „Finanztest“, der Finanzableger der Stiftung Warentest.

Die Finanzexperten haben 21 große Geldinstitute unter die Lupe genommen und deren Anlageberatung getestet. Die Ergebnisse des Tests sind frappierend: Der Großteil der Banken hat äußerst schlecht abgeschnitten: Überwiegend wurden die Noten „befriedigend“ und „ausreichend“ vergeben, sechs Mal sogar die Note „mangelhaft“. Was die Noten „sehr gut“ und „gut“ betrifft, so wurden diese nicht ein einziges Mal vergeben.

Es ist vor allem die Qualität der Beratung, die zu den schlechten Noten geführt hat. Bereits im Vorjahr hatten viele Banken im selben Test schlecht abgeschnitten – allerdings scheinen es die Institute nicht für notwendig gehalten haben, an ihrer Beratungsqualität zu arbeiten bzw. diese zu verbessern. Gegenüber dem Vorjahr hat die Beratungsqualität sogar noch weiter nachgelassen.

Von den Testern wird vor allem die schlechte bzw. oftmals sogar fehlende Dokumentation bemängelt. Schon seit längerer Zeit sind Anlageberater dazu angehalten, ihre Beratungsgespräche schriftlich zu protokollieren. Dies erfolgt zu ihrem eigenen Schutz, um später nachweisen zu können, dass keine Fehlberatung stattfand. Doch bei rund der Hälfte aller Beratungsgespräche, bei denen es um Wertpapiere ging, haben die Bankberater überhaupt keine Protokolle angefertigt.

Wer Geld anlegen möchte und Beratung wünscht, sollte sich daher genau überlegen, wo diese Beratung in Anspruch genommen wird. Sollte man sich zu sehr auf seinen Bankberater verlassen, kann dies unter Umständen schlimme Folgen haben.

Kostenfalle Geldautomat: Im Ausland drohen teure Bargeldabhebungen

Juli 18, 2010

Nicht nur in Deutschland, auch in den meisten anderen Ländern ist Bargeld immer noch das wichtigste Zahlungsmittel. Weil neben dem Euro auch noch andere Währungen existieren und das vorhandene Bargeld im Lauf der Zeit zwangsläufig zu Ende geht, bleibt einem bei Auslandsaufenthalten meist keine andere Wahl, als Geld am Automaten abzuheben.

Inzwischen ist es so, dass die Banken ihren Kunden sogar explizit dazu raten, im Ausland auf Geldautomaten zu setzen. Hierbei wird gezielte auf die EC-Karte verwiesen, mit der es spielend einfach sein soll, Geld abzuheben. Was die Einfachheit betrifft, so haben die Banken zweifelsfrei Recht: Die Bargeldbeschaffung ist kein Problem. Allerdings ist sie nicht immer günstig – auch wenn dies von den Banken behauptet wird.

Fakt ist, dass oftmals beachtenswerte Gebühren berechnet werden – Gebühren, an denen die Banken gutes Geld verdienen. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, ist ein bankinternes Papier aufgetaucht, aus dem hervorgeht, zu welchen Gebühren britische und deutsche Banken entsprechende Transaktionen untereinander verrechnen. Ein Abkommen stellt sicher, dass die internationalen Geldabhebungen bankintern mit Kosten von lediglich 75 Cent je Abhebung zuschlagen. Die Kunden zahlen jedoch wesentlich höhere Gebühren: Schnell werden 5 bis 10 Euro pro Auszahlung fällig.

Diese überhöhten Kosten müssen nicht sein. Um sie zu verhindern empfiehlt es sich, die Preise für Abhebungen an den einzelnen Banken zu vergleichen. Einige Banken arbeiten beispielsweise im Ausland mit Partnerbanken zusammen, wodurch es günstiger wird, Bargeld abzuheben. Ebenso bietet es sich an, auf die Kreditkarte zu setzen. So können beispielsweise mit der DKB-Visa Card Bargeldabhebungen weltweit kostenlos (an entsprechenden Automaten) getätigt werden.

Immer mehr Lebensversicherungen werden storniert

Juli 17, 2010

Die Lebensversicherung musste in den letzten Jahren ordentlich Federn lassen. Auch die Etablierung neuer Versicherungsformen wie beispielsweise der fondsgebundenen Lebensversicherung kann den Rückgang nicht aufhalten. Die Versicherer klagen über weniger Neuabschlüsse und müssen zugleich große Kapitalabflüsse durch Kündigungen in Kauf nehmen.

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) diese Woche mitgeteilt hat, wurden im vergangenen Jahr 13,85 Mrd. Euro aus Lebensversicherungen abgezogen. Konkret bedeutet dies, dass die Versicherungen gekündigt wurden. Seit dem Jahr 2003 ist dies die höchste Stornoquote.

Gründe für die hohe Stornoquote gibt es gleich mehrere. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass die Versicherungsnehmer inzwischen auf viele Alternativprodukte zurückgreifen können. Als besonders gefragt gilt die Risikolebensversicherung. Sie bietet im Endeffekt einen vergleichbaren Schutz – nur mit dem Unterschied, dass die monatlichen Versicherungsbeiträge sehr viel geringer ausfallen und den Versicherungsnehmern somit ein höheres Einkommen zur Verfügung steht. Des Weiteren bekommen die Versicherer Schwierigkeiten damit, eine gute Verzinsung zu erzielen: Die Zinsmärkte befinden sich am Boden.

Beim Abzug ihres Kapitals gehen die meisten Versicherungsnehmer jedoch nicht gerade clever vor. Wie mehrere Untersuchungen belegen, werden viele Lebensversicherungen auf dem klassischen Wege storniert. Es wird direkt gegenüber dem Versicherer eine Kündigung ausgesprochen, was genau genommen nicht sehr empfehlenswert ist – hierdurch entsteht ein Verlustgeschäft, das nicht zu unterschätzen ist.

Wer seine Lebensversicherung kündigen und von den geleisteten Einzahlungen einen möglichst großen Teil zurückerhalten möchte, sollte anders verfahren. Es ist ratsam, Lebensversicherungen zu verkaufen. Zwar kann auch ein Verkauf zu einem Verlustgeschäft werden, jedoch ist es möglich, den Auszahlungsbetrag ein ganzes Stück zu erhöhen.

GKV: Leistungskürzungen sind vorerst vom Tisch

Juli 8, 2010

Weil auf den Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung ein äußerst hoher Kostendruck lastet, ist die Regierung zum Handeln gezwungen: Eine weitere Gesundheitsreform ist unausweichlich. Da auf lange Sicht nicht nur die Beiträge angehoben werden können, haben die Medien in der vergangenen Woche über mögliche Leistungskürzungen berichtet. Unter anderem soll in der Koalition darüber diskutiert worden sein, die Übernahme der Behandlungskosten bei selbstverschuldeten Unfällen zu streichen.

Für die Kassenmitglieder würde eine solche Streichung einen immensen Leistungseinschnitt bedeuten: Ohne ergänzenden Versicherungsschutz wäre man einen hohen gesundheitlichen und vor allem auch finanziellen Risiko ausgesetzt. Doch wie es scheint, ist dieses Thema erst einmal vom Tisch. In der gestrigen Pressekonferenz, in der über die bevorstehenden Änderungen der gesetzlichen Krankenversicherung informiert wurde, ist das Thema Leistungskürzung nicht gefallen.

Ein entsprechendes Gesetz wurde selbstverständlich noch nicht verabschiedet – aktuell sieht es jedoch ganz danach aus, als ob das Thema Leistungskürzung noch einmal verschoben wurde. Die Regierung möchte den Kostendruck im Gesundheitssystem auf eine andere Weise in den Griff bekommen. In erster Linie wird auf die Erhöhung der Beiträge gesetzt. Ab 2011 wird der Beitragssatz der GKV von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Außerdem dürfen die Kassen einen höheren Zusatzbeitrag erheben. Kassenpatienten müssen demnach mit deutlich höheren Kosten rechnen.

Ganz anders sieht es bei der privaten Krankenversicherung aus. Langfristige Erhöhungen der Versicherungsprämien sind zwar ebenfalls unvermeidbar, jedoch fallen sie nicht so hoch aus. Leistungskürzungen sind im Übrigen gänzlich ausgeschlossen: Die vertraglich vereinbarten Leistungen stehen den Versicherungsnehmern zu und dürfen von den Versicherern nicht einfach gekürzt werden.

KfW mit neuen Förderdarlehen für Bauherren

Juli 6, 2010

Bereits seit vielen Jahren haben Bauherren die Möglichkeit, bei der Finanzierung ihrer Vorhaben auf günstige Förderdarlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zurückzugreifen. Die staatliche Bank fördert schon seit langem den Erwerb von Wohneigentum sowie die Errichtung von Gebäuden, die mit einer guten Energieeffizienz punkten können.

Zum 01. Juli hat die KfW ihre Förderbedingungen überarbeitet. Im Wesentlichen wurde festgelegt, dass einige der bestehenden Förderprogramme auslaufen und im Gegenzug neue Programme aufgelegt werden sollen. Wie „Focus Online“ berichtet, läuft die Förderstufe 130 für Sanierungsobjekte aus. Dasselbe gilt für die Förderung von Neubauten der Förderstufe 85. Dafür wurden zwei neue Förderstufen eingeführt, nämlich die KfW Effizienzhäuser 70 und 55.

Die Zahlenwerte geben an, wie hoch der prozentuale Energieverbrauch eines Gebäudes im Bezug auf das sogenannte Referenzhaus bemessen sein darf. Die Werte, die für das Referenzhaus hinterlegt sind, wurden im Rahmen der Energieeinsparverordnung 2009 festgelegt. Ein KfW Effizienzhaus 55 darf demnach maximal 55 Prozent des Energieverbrauchs vorweisen, der als Wert für das Referenzhaus vorgeschrieben wurde.
Es ist ganz klar, dass eine solche Einsparung nicht ohne weiteres erzielt werden kann. Nur mit einem sogenannten Passivhaus lässt sich eine solch immense Einsparung erzielen. Deshalb wurde die Förderstufe KfW 70 eingeführt, damit auch außerhalb des Bereichs der Passivhäuser eine Förderung erlangt werden kann.

Wie es um den Energieverbrauch von Ein- und Mehrfamilienhäusern bestellt ist, können angehende Bauherren im Vorfeld von Architekten und Energieberaten ermitteln lassen. Auf jeden Fall lohnt es sich, die neuen Grenzwerte näher unter die Lupe zu nehmen: Eine Unterschreitung kann die Aufnahme günstiger Förderdarlehen ermöglichen.

Versicherung für iPad?

Juli 4, 2010

Seit kurzem ist das iPad von Apple jetzt auch in Deutschland auf dem Markt. Viele Apple- Kunden sind begeistert. Doch wie kann man das teure Gerät am besten versichern und welche Versicherung ist dafür zuständig?

Laut Angaben der Allianz Deutschland AG ist die Hausratversicherung die wichtigste Police für das iPad, das nach einer aktuellen Studie des Kölner Forschungs- und Beratungsunternehmen phaydon am meisten zu Hause genutzt wird. Die mobile Nutzung unterwegs scheint nicht so wichtig zu sein. Sollte das iPad zu Hause durch Feuer, auslaufendes Leitungswasser oder Sturm beschädigt werden, kommt die Hausratversicherung für den Schaden auf. Dabei sollte beachtet werden, ob der Versicherungs-Vertrag tatsächlich den Neuwert und nicht nur den Zeitwert ersetzen wird. Der Neuwert ist die Summe, die der Versicherte braucht, um beschädigte Sachen neu erwerben zu können. Bei größeren Anschaffungen ist es somit notwendig, die Versicherungssumme dem tatsächlichen Neuwert des Hausrates anzupassen. Sonst kann es im Totalschadenfall wie nach einem Wohnungsbrand zu finanziellen Einbußen bei der Entschädigung kommen.

Für die Kunden, die das iPad viel unterwegs nutzen, könnte eine Reisegepäckversicherung eine sinnvolle Lösung sein. Wird das iPad durch Diebstahl oder räuberische Erpressung „verloren“, trägt die Reisegepäckversicherung Entschädigungen bis zu einer Höhe von 250 Euro. Damit wären 50 Prozent der Kosten des iPads abgedeckt. Bei Einbruchdiebstahl gäbe es über die Hausratversicherung den gesamten Neupreis zurück. Das iPad sollte nicht im abgestellten, unbeaufsichtigten Fahrzeug liegen gelassen werden. Schließlich müssen diejenigen, die grob fahrlässig handeln, eventuell Einbußen bei der Rückerstattung erwarten. Kommt es zu einer Beschädigung des iPad durch einen Dritten, wird dessen Haftpflichtversicherung dafür aufkommen, aber nur dann, wenn er auch eine abgeschlossen hat.

Tagesgeld-Renditen nehmen weiterhin ab

Juli 3, 2010

Anleger, die sich auf der Suche nach gut verzinsten Anlagen befinden, haben es derzeit nicht leicht – vor allem wenn eine dauerhafte Verfügbarkeit des angelegten Geldes gewünscht ist. Denn was die Zinssätze im Bereich der Tagesgeldanlagen betrifft, so sehen diese nicht gerade attraktiv aus. Der seit Monaten anhaltende Rückgang der Zinssätze hat auch im Juni keine Pause eingelegt. Zwar sind die Zinssätze nur noch äußerst geringfügig gefallen, jedoch ist dies für Anleger noch lange kein Trost.

Beim derzeitigen Zinsumfeld haben es Anleger alles andere als leicht, zumal schwer abzuschätzen ist, wie sich die Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln werden. Auf der einen Seite könnte der unverhofft starke Konjunkturaufschwung zu einem Anstieg der Zinsen führen, auf der anderen Seite hat der IWF vor einer starken Rezession gewarnt. Sollte eine solche Rezession eintreten, würde ein Erholen der Zinsmärkte ausbleiben.

Für so manchen Anleger könnte es deshalb besser sein, sich vorrangig im Bereich der Festgeldanlagen umzusehen. Bei den Festgeldzinsen sieht die Situation ein wenig besser aus. Zum einen bieten die Banken für längere Anlagezeiträume eine höhere Verzinsung, zum anderen war im Juni ein leichter Anstieg der Durchschnittszinsen festzustellen.

Bei der Tätigung von Festgeldanlagen gilt es derzeit besonders vorsichtig zu sein. Längere Anlagezeiträume wirken attraktiv, weil sie eine höhere Verzinsung bieten. Allerdings binden sie das Kapital entsprechend lange, wodurch verhindert werden könnte, dass man von einem Zinsanstieg unmittelbar profitiert. Außerdem geht die Flexibilität verloren: Die Anlagebeträge stehen erst nach dem Ablauf der vereinbarten Zinsbindung wieder zur Verfügung.