Festgeldanlagen derzeit wenig attraktiv
Juni 27, 2010
Während sich Kreditnehmer über die niedrigen Zinsmärkte freuen, stehen Anleger vor einem großen Problem: Sobald sie auf sichere Zinsanlagen setzen möchten, drohen äußerst magere Renditen. Dies betrifft insbesondere den Tagesgeldmarkt. Im Bereich der Tagesgeldanlagen sind die Zinssätze so niedrig bemessen, dass sich die Anlage fast nicht lohnt.
Um höhere Renditen zu erzielen, denken mittlerweile viele Anleger darüber nach, Festgeldanlagen zu tätigen. Die Wahl eines längeren Anlagezeitraums (ab zwei Jahren aufwärts) beschert eine deutlich höhere Verzinsung. Im Vergleich zu Tagesgeldanlagen kann mit derartigen Festgeldanlagen eine spürbar bessere Rendite erzielt werden.
Dennoch gilt es beim Abschluss solcher Anlagen vorsichtig zu sein. Denn genau betrachtet sind auch diese Zinssätze relativ niedrig bemessen. Außerdem droht das Risiko, einen kommenden Zinsanstieg nicht nutzen zu können. Denn Fakt ist, dass die Zinsen kaum noch Spielraum nach unten haben – zunehmend mehr Zinsexperten rechnen mittel- und langfristig mit einem Zinsanstieg. Doch wer sein Geld für zwei Jahre oder länger bindet, kann von diesem Zinsanstieg nicht unmittelbar profitieren. Daher ist es umso wichtiger, die Anlagezeiträume sehr gezielt zu wählen: Eine kurzfristige Profitgier (die jetzige Wahl langer Zinsbindungen) kann mittelfristig betrachtet zu einer schlechteren Rendite führen.
Dies soll nicht heißen, dass es derzeit Sinn machen würde, auf den Abschluss von Festgeldanlagen zu verzichten. Allerdings besteht durchaus die Chance, dass die Zinsen demnächst anziehen und Tagesgeld- sowie Festgeldanlagen deutlich höhere Renditen bescheren. Anleger sollten daher genau überlegen, ob und wie viel Kapital sie derzeit in Festgeldanlagen investieren möchten. Womöglich schadet es nicht, einen Teil des Kapitals kurzfristig anzulegen, um einen Zinsanstieg dann besser nutzen zu können.
Bankkunden droht enormer Anstieg der Kontoführungsgebühr
Juni 26, 2010
In den letzten Wochen haben etliche Bankkunden Post von ihren Banken erhalten. Den Inhabern von Girokonten wurde mitgeteilt, dass sie künftig einen deutlich höheren Grundbetrag entrichten müssen. Viele Geldinstitute haben die Entschädigung gefällt, die Kontoführungsgebühren bei einigen Kunden deutlich zu erhöhen.
Betroffen sind Kontoinhaber, die schon einmal mit einer Kontopfändung zu tun hatten oder die angesichts dieser Thematik als gefährdet gelten. Ab dem 1. Juli wird nämlich ein Gesetz in Kraft treten, welches die Banken dazu zwingt, all ihren volljährigen Kunden ein Girokonto zur Verfügung zu stellen, das einen Pfändungsfreibetrag von mindestens 990 Euro aufweist. Für die Banken bedeutet dies in erster Linie, dass ein höherer Aufwand und somit auch höhere Kosten entstehen. Um diese Kosten abzufangen, werden kurzerhand die Gebühren erhöht.
Wie schon erwähnt fallen die Erhöhungen zum Teil sehr deutlich aus. In einem Beitrag von „Focus Online“ berichtet ein Kontoinhaber darüber, dass seine monatliche Kontoführungsgebühr von 2,50 Euro auf 12 Euro erhöht wurde – statt 30 Euro werden fortan 144 Euro an Kontogebühren pro Jahr fällig.
Ob sich die betroffenen Kunden dagegen wehren können, ist derzeit noch schwer zu sagen. Verbraucherschützer haben sich der Thematik bereits angenommen und beraten über Möglichkeiten. Es wäre denkbar, dass Gerichtsverfahren gegen einzelne Banken angestrebt werden. Um die Aussichten, die Kostenerhöhung zu kippen, ist es laut Meinung einiger Experten relativ gut bestellt.
Allerdings können derartige Maßnahmen viel Zeit in Anspruch nehmen, weshalb die Kunden vorerst trotzdem höhere Gebühren zahlen müssen. Da ist es häufig besser, sich gleich nach einer günstigeren Bank umzusehen.
Mit Selfstorage die Mietkosten gering halten
Juni 20, 2010
Der Beruf zwingt immer mehr Bürger dazu, in die Großstadt zu ziehen. Das Leben in der Großstadt mag gewisse Vorzüge mit sich bringen – allerdings ist es auch kostspielig. In den wirtschaftlich starken Regionen haben die Mieten in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark angezogen. Große Wohnflächen sind daher nicht für jedermann erschwinglich.
Natürlich gibt es ein Mindestmaß an Raum, das man schlichtweg benötigt – und das nicht nur zum eigentlichen Wohnen, sondern auch um sein Eigentum unterstellen zu können. Gerade wegen der Habseligkeiten kann das Wohnen schnell zum teuren Vergnügen werden: Wer beispielsweise die Möbelstücke der Oma geerbt hat und die eigenen Möbelstücke behalten möchte, benötigt Platz.
Um dieses Problem zu lösen, setzen zunehmend mehr Privathaushalte auf das sogenannte Selfstorage. Hierbei handelt es sich um eine Lösung, die ursprünglich aus den USA stammt und sich mittlerweile auch in Deutschland einer großen Beliebtheit erfreut. Der Ansatz ist simpel: Man mietet sich eine preiswerte Lagerfläche, um dort seine Habseligkeiten sicher unterstellen zu können.
Der Selfstorage Markt boomt wie nie zuvor. Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, gab es vor 10 Jahren auf dem deutschen Markt gerade einmal 4 Anbieter. Mittlerweile gibt es 59 Anbieter und das Wachstum hält an. Dies ist nicht verwunderlich: In Zeiten steigender Mietpreise bietet es sich geradezu an, benötigten Stauraum per Selfstorage zu erlangen. Dies ist meistens deutlich günstiger, als in eine größere Wohnung zu ziehen. Außerdem überzeugt Selfstorage mit kurzen Mietzeiten: Wer beispielsweise seine Möbel ein paar Tage lang wegen Renovierungsarbeiten unterstellen möchte, kann dies problemlos tun.
Vergleichen lohnt sich beim Autoleasing richtig
Juni 19, 2010
Kürzlich sorgte der Kaffeeröster Tchibo für Schlagzeilen, als man ein Aktionsangebot in Kooperation mit Smart bzw. Mercedes-Benz auflegte: Für einen Monatsbeitrag von 69 Euro ist es derzeit möglich, einen nagelneuen Smart zu leasen. Im Übrigen handelt es sich nicht um das Einsteigermodell, sondern um die 52 kW Version, die zudem über eine Start-Stopp Funktion verfügt. Gegen Vorlage des Tchibo Coupons kann das Auto über jede Smart-Niederlassung zu den entsprechenden Konditionen geleast werden.
Für die Stiftung Warentest war dies Grund genug, das Angebot einmal näher unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis ist wenig verblüffend: Wer beim Kfz-Leasing die Angebote mehrere Leasingunternehmen vergleicht, kann bares Geld sparen.
Zunächst einmal ist anzumerken, dass sich das Tchibo Leasingangebot zweifelsfrei sehen lassen kann. Würde man dasselbe Angebot direkt bei Mercedes-Benz Leasing abschließen, müsste man eine monatliche Rate von gut 118 Euro in Kauf nehmen. Angesichts der Gesamtlaufzeit von 3 Jahren bietet Tchibo eine Ersparnis von gut 1.700 Euro.
Andererseits ist nicht nur Tchibo günstig. Bei Sixt ist es möglich, dasselbe Smart-Modell zu leasen. Zwar ist die monatliche Leasingrate von knapp 89 Euro um rund 20 Euro höher bemessen, aber dafür werden keine 3.000 Euro Anzahlung fällig: Sixt verlangt lediglich 2.500 Euro. Gerade wenn das Geld für die Anzahlung knapp ist, könnte das Sixt Angebot sogar attraktiver sein.
Fakt ist, dass sich das Vergleichen von Leasingangeboten zweifelsfrei loht: Wer ein Auto leasen möchte, sollte unbedingt vergleichen. Langfristig bzw. unter Berücksichtigung der Gesamtlaufzeit lassen sich oftmals satte Einsparungen erzielen.
Per Direktregulierung zur günstigen Kfz-Versicherung
Juni 13, 2010
In den vergangenen Tagen war die Kfz-Versicherung ein großes Thema in den Medien. Grund sind die Beitragserhöhungen, die etliche Versicherer vorgenommen haben. Aufgrund des Wettbewerbs sahen sich zahlreiche Versicherungsunternehmen dazu gezwungen, ihre Beiträge sehr deutlich zu erhöhen. Die meisten Erhöhungen gelten zwar ausschließlich für Neuabschlüsse, doch wer jetzt ein Auto versichern möchte, muss ggf. tief in die Tasche greifen.
Allerdings gibt es eine Möglichkeit, um dem Kostenanstieg zumindest teilweise zu umgehen. Diese Möglichkeit besteht darin, sich für eine Kfz-Versicherung mit sogenannter Direktregulierung zu entscheiden. Entsprechende Tarife zeichnen sich durch einen verringerten Beitrag aus und können dem Fahrzeughalter dabei helfen, bares Geld zu sparen.
Der niedrigere Beitrag kommt nicht von ungefähr. Die Direktregulierung sieht vor, dass der Versicherer im Schadensfall vorgibt, bei welcher Kfz-Werkstatt eine Reparatur durchgeführt werden soll. Die sogenannte Werkstattwahl entfällt: Der Fahrzeughalter kann seine Werkstatt nicht mehr frei wählen. Stattdessen ist er dazu angehalten, eine Partnerwerkstatt des Versicherers aufzusuchen. Diese führt die Reparaturarbeiten vergleichsweise günstig aus, wodurch der Versicherer seine Kosten senken kann – im Gegenzug profitiert der Versicherungsnehmer von einem niedrigeren Beitrag.
Zweifelsfrei sind derartige Versicherungstarife nicht jedermanns Sache. Allerdings bietet eine solche Kfz-Versicherung in der Tat die Chance, von einem spürbar niedrigeren Beitrag profitieren zu können. Besonders wenn es nicht darum geht, einen Neuwagen zu versichern, bietet sich ggf. der Abschluss eines solchen Tarifs an – schließlich ist es häufig bei älteren Fahrzeugen nicht mehr ganz so wichtig, diese in Vertragswerkstätten zu reparieren. Außerdem kann sich das Einsparpotential bei vielen Kfz-Versicherungen durchaus sehen lassen.
Vorsicht beim Abschluss komplexer Altersvorsorgeprodukte
Juni 12, 2010
Wer private Altersvorsorge betreiben möchte, kann aus einer Vielzahl an Finanzprodukten wählen. In den letzten Jahren haben Versicherungsunternehmen zahlreiche neue Produkte aufgelegt, die sich vor allem durch zwei Eigenschaften auszeichnen. Zum einen ist eine Kopplung an staatliche Förderprogramme wie Riester oder Rürup fast immer vorhanden, zum anderen wird gezielt an den Finanzmärkten investiert, um somit die Rendite des eingezahlten Kapitals zu steigern.
Wie das „Handelsblatt“ schreibt, hat die Komplexität der Vorsorgeprodukte deutlich zugenommen. Viele Interessenten, die sich ansonsten nicht mit Finanzthemen beschäftigen, haben es daher nicht unbedingt leicht, die Produkte auf Anhieb zu verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Berater nicht immer bestens geschult sind. Deshalb ist davon abzuraten, sich für einen schnellen Abschluss zu entscheiden. Besser ist es, mehrere Angebote einzuholen und sich die Produkte ruhig von mehreren Beratern erklären zu lassen, damit man am Ende auch tatsächlich über die Funktionsweise Bescheid weiß.
Ein ebenfalls kritischer Punkt bei komplexen Anlageprodukten sind die Renditeprognosen, die von den Anbietern oftmals genannt werden. Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass es sich um Prognosen handelt. Gerade weil die Anbieter zunehmend an den Kapitalmärkten investieren, können auch Verluste entstehen – zum Teil sogar äußerst beachtenswerte Verluste. Wer sich absichern möchte, kann sich für ein sogenanntes Garantieprodukt entscheiden: Die Versicherer investieren einen Teil des Kapitals stets so, dass die Gesamtrendite positiv ausfällt.
Alles in allem gestaltet sich die Auswahl nicht gerade leicht, wenn man ein gutes Vorsorgeprodukt abschließen möchte. Dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema: Dank Riester oder Rürup Förderung werden damit klassische Sparpläne im Hinblick auf die Rendite geschlagen.
Auslandskrankenversicherung für den Urlaub nicht vergessen
Juni 6, 2010
Bald beginnt die Urlaubssaison: Unzählige Familien werden in den Ferien verreisen – oftmals sogar ins Ausland, um dort tolles Wetter und herrliche Landschaft genießen zu können. Nicht selten wird der Urlaub im Vorfeld präzise geplant, um die verfügbare Zeit optimal nutzen zu können. Was den Versicherungsschutz betrifft, so wird über dieses Thema hingegen selten nachgedacht. Dabei ist das Thema von sehr hoher Bedeutung – besonders wenn es um die Krankenversicherung geht.
Gerade Kassenpatienten sollten gut aufpassen bzw. sich gezielt absichern. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt nämlich medizinischen Leistungen nur in geringem Umfang ab, die im Ausland in Anspruch genommen werden. Die Konsequenz ist simpel: Die Kosten gilt es am Ende oftmals aus eigener Tasche zu tragen, sollte man sich nicht rechtzeitig um eine Auslandskrankenversicherung gekümmert haben. Allerdings muss man sich erst einmal in der Lage befinden, diese Kosten zu tragen. Die Kosten für medizinische Behandlungen sind oftmals hoch bemessen und können die Haushaltkasse äußerst stark belasten – schon ein einzelner Arztbesuch kann richtig teuer werden.
Wer über eine Auslandskrankenversicherung verfügt, hat dieses Problem nicht. Im Krankheitsfall können alle notwendigen medizinischen Leistungen in Anspruch genommen werden. Die Kosten gilt es vorzustrecken und anschließend bei seinem Versicherer einzureichen. Dieser erstattet die Kosten.
Ein derartiger Krankenschutz kostet nicht die Welt: Es gibt mehrere Anbieter, bei denen man sich äußerst günstig versichern kann – teilweise fallen nicht mehr als 10 Euro an jährlichen Kosten für den Versicherungsbeitrag an. Familien können die Versicherungskosten senken, indem keine Einzelpolicen abgeschlossen werden, sondern man sich für eine Familienversicherung entscheidet. Der Abschluss kann übrigens noch unmittelbar vor Urlaubsbeginn erfolgen.
Beiträge für Kfz-Versicherung ziehen stark an
Juni 5, 2010
Besser hätten die letzten Jahre für Autofahrer gar nicht laufen können: Die Kfz-Versicherer haben sich einen erbitterten Preiskampf geführt, durch welchen die Beiträge fortlaufend gesenkt wurden. Besonders das Onlinegeschäft hat zu dieser Entwicklung geführt: Wer sein Auto über das Internet versichert hat, konnte von ordentlichen Rabatten profitieren und somit sein Auto äußerst günstig versichern.
Doch damit ist nun Schluss. Zu Beginn des Jahres haben etliche Versicherer die Beiträge für ihre Kfz-Versicherungen deutlich angehoben. Dies liegt unter anderem daran, dass zunehmend mehr Versicherer im Kfz-Bereich satte Verluste erzielt haben. Wie das Automagazin „Auto Motor und Sport“ ermittelt hat, sind die Versicherungsbeiträge bei einigen Anbietern spürbar gestiegen – teilweise haben sich die Beiträge sogar verdoppelt.
Autokäufer müssen sich darauf einstellen, in Zukunft wieder höhere Beiträge für ihre Kfz-Versicherungen entrichten zu müssen. Dass es vor allem Autokäufer trifft, hat einen einfachen Grund: Ein großer Teil der durchgeführten Beitragserhöhungen bezieht sich ausschließlich auf Tarife, die künftig abgeschlossen werden. Bestehende Tarife wurden von etlichen Versicherern ausgelassen: Die Bestandskunden können somit von weiterhin sehr niedrigen Versicherungsbeiträgen profitieren. Eine der besten Möglichkeiten, einen niedrigen Versicherungsbeitrag beizubehalten besteht demnach darin, das bestehende Fahrzeug noch möglichst lange zu nutzen.
Allerdings muss angemerkt werden, dass längst nicht alle Versicherer die Beiträge für ihre Kfz-Versicherungen angehoben haben. Es gibt ein paar Versicherer, die bewusst an ihren derzeitigen Konditionen festhalten. Hieran wird deutlich, wie wichtig es weiterhin ist, auf Versicherungsvergleich zu setzen: Nur wenn man sich die Zeit für einen Vergleich nimmt, kann man sein Auto bewusst günstig versichern.
