Wie Gebühren und Provisionen die Rendite schmälern

April 30, 2010

Wenn es um das Thema Geldanlage geht, verlassen sich viele Privatpersonen voll und ganz auf ihren Bankberater, Vermögensberater oder sogar Vermögensverwalter. Allerdings ist dies gar nicht immer so clever. Wie die „Financial Times“ (FTD) schreibt, führt diese Vorgehensweise häufig zu einer unnötigen Schmälerung der Rendite.

Wer die Geldanlage Anderen überlässt, muss stets dafür bezahlen – auch wenn dies gar nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Viele Anleger meinen, dass der Bankberater bestimmte Fonds, Aktien oder Anleihen ausschließlich wegen der Renditeerwartungen empfiehlt. Dies trifft allerdings nur bedingt zu, denn auch für diese Leistung lassen sich die Berater bezahlen. Die Bezahlung erfolgt indirekt: An Gebühren und Provisionen verdienen die Berater gutes Geld. Das Problem besteht darin, dass diese Kosten zu Lasten des Anlegers gehen.

Selbst im Bereich der professionellen Vermögensberatung ist dieses Problem anzutreffen. Laut dem Bericht der FTD wird gerade in diesem Bereich großes Schindluder getrieben: Willentlich schichten die Vermögensverwalter kleinere Aktienpositionen um, um sie später erneut umschichten zu müssen oder nachzukaufen – und an jeder Transaktion wird ordentlich verdient.

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, um sich dagegen zu wehren. Im Bereich der klassischen Anlageberatung (ohne angeschlossene Vermögensverwaltung) ist dies noch am leichtesten möglich. Wer Beratung wünscht, kann auf die sogenannte Honorarberatung setzen. In diesem Fall wird die Beratungsleistung nach Zeit abgerechnet – und gleichzeitig zeigt einem der Berater, auf welchem Weg einzelne Investments getätigt werden können, damit möglichst wenig Gebühren oder Provisionen anfallen. Allerdings ist klar, dass diese Art der Beratung erst dann interessant ist, wenn es um größere Vermögensbeträge geht.

Reisekosten müssen wegen Island-Vulkan nicht erstattet werden

April 25, 2010

Flugreisende hatten es in den vergangenen Tagen nicht gerade leicht. Der europäische Luftraum war nahezu vollständig gesperrt, weshalb ein großer Teil der Flüge abgesagt werden musste. Wer für diese Zeit seinen Urlaub gebucht hatte und nicht auf andere Verkehrsmittel ausweichen konnte, dürfte keinen Grund zur Freude gehabt haben: Anstatt am Reiseziel entspannen zu können, galt es am Flughafen frustriert zu warten.

Zwar wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen, jedoch dürften etliche Individualreisende noch mit weiterem Ärger zu rechnen haben. Dies trifft zumindest dann zu, wenn eine Rückerstattung der bisher geleisteten Reisekosten angestrebt wird. Denn wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ermittelt hat, müssen die meisten Reiserücktrittkostenversicherungen keine Entschädigung leisten. Grund ist die Ursache: Die auf dem Vulkanausbruch begründeten Flugausfälle gelten als nicht abgesichertes Risiko. Naturkatastrophen haben die meisten Versicherer als Risiko ausgeschlossen, weshalb sie keine Entschädigung leisten müssen.

Die Betroffenen können nur versuchen, sich mit den Anbietern, insbesondere mit dem Hotels zu einigen bzw. einen neuen Handel zu vereinbaren. Je nach Anbieter besteht die Möglichkeit, eine Rückerstattung zu erhalten oder die Leistungen zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen. Allerdings müssen die Anbieter nicht zwingend auf diese Weise verfahren: Kulanz spielt in diesem Fall eine wichtige Rolle. Nur bei den Airlines sieht es ein wenig besser aus. Um Imageschäden zu vermeiden, bemühen sich viele Airlines um eine Einigung mit ihren Flugkunden.

Wesentlich besser sind diejenigen abgesichert, die sich für Pauschalangebote entschieden haben. Laut Verbraucherzentrale bieten die Reiseveranstalter in diesem Fall eine Entschädigung an.

Besser keine Griechenland-Anleihen kaufen

April 24, 2010

Ein beachtenswert großer Teil der privaten Kapitalanleger stellt sich derzeit die Frage, ob es ein lohnendes Investment sein könnte, griechische Staatsanleihen zu kaufen. Das Interesse an entsprechenden Anleihen hat in den vergangenen Tagen rasant zugenommen, was im Grunde nicht verwundert – so wie das Interesse in die Höhe gestiegen ist, sind auch die Renditen der Griechenland-Anleihen gestiegen.

Allerdings gilt es dieses Thema mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Viele Anleger wissen noch nicht einmal, wie entsprechende Investments funktionieren. In diesem Zusammenhang soll daher kurz der Renditeanstieg erklärt werden: Die gestiegenen Anleiherenditen sind nicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass Griechenland höhere Zinsen zahlt. Stattdessen sind die Kurse bereits ausgegebener Anleihen deutlich gefallen. Für den Anleger bedeutet dies, mit weniger Geld einsteigen zu können und trotzdem dieselbe Verzinsung zu erhalten. Außerdem notieren die Anleihen unter dem Nominalwert. Am Ende der Laufzeit werden die Anleihen jedoch zum Nominalwert (dem einstigen Ausgabepreis) zurückgekauft. Für den Anleger bedeutet dies, gleich doppelt profitieren zu können: Es locken satte Zinszahlungen und ein zusätzlicher Kursgewinn am Ende der Laufzeit.

Doch so verlockend der Einstieg auch sein mag: Anleger sollten sich genau überlegen, ob er sich tatsächlich lohnt. Die deutlich gefallenen Anleihenkurse zeigen eines auf: Zunehmend mehr institutionelle Anleger zweifeln an der Fähigkeit Griechenlands, die Anleihen überhaupt noch bedienen zu können. Es droht das Risiko, dass die Zinszahlungen ausbleiben und die Anleihen nicht zurückgekauft werden. Dies wäre im Übrigen nicht das erste Mal in der Geschichte: Länder wie Venezuela und Argentinien haben bereits unter Beweis gestellt, dass solche Schreckensszenarien durchaus realistisch sind.

Britisches Pfund: An fallenden Kursen verdienen

April 18, 2010

In den vergangenen zwei Monaten hat der Euro ordentlich abgewertet. Als Hauptgrund ist die Griechenlandkrise zu nennen: Griechenland geht es finanziell alles andere als gut. Das Land steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten, die unter anderem auf eine hohe Verschuldung zurückzuführen sind.

Allerdings rechnen zunehmend mehr Markteilnehmer damit, dass schon bald eine Wende eintritt: Die EU-Mitgliedstaaten haben Griechenland eine Unterstützung zugesichert. Dementsprechend dürfte der Euro erst einmal stabilisiert sein. Gleichzeitig ziehen dunkle Wolken über anderen Staaten auf. Die Wertpapierspezialisten der Royal Bank of Scotland (RBS) sehen eine solche Gefahr besonders für Großbritannien. Im RBS Finanznewsletter „Märkte & Zertifikate weekly“ malen die Wertpaperexperten ein interessantes Bild aus: Die Briten haben mit einem starken Haushaltsdefizit bzw. mit einer hohen Neuverschuldung zu kämpfen. Hinzu kommen generell hohe Schulden. Die Folge könnte eine baldige Abwertung des britischen Pfund gegenüber dem Euro sein.

Anleger, die sich ein solches Szenario vorstellen können und zudem über ein hohes Maß an Risikobereitschaft verfügen, haben gleich mehrere Möglichkeiten, eine solche Spekulation anzugehen. Es gibt mehrere Wege, um auf die Entwicklung von Währungskursen zu spekulieren. Besonders das Forextrading erfreut sich einer steigenden Beliebtheit: Es ermöglicht Realtimetrading – auf Wunsch sogar in Verbindung mit starken Hebeln.
Wer mit dem Forex Trading nicht vertraut ist, jedoch über ein Depot bei einem Onlinebroker verfügt, kann auch anderweitig auf die Entwicklung des britischen Pfunds spekulieren. Die RBS bietet sogenannte Mini Zertifikate an, die einen schnellen und unkomplizierten Einsteig ermöglichen. Mit einer sicheren Geldanlage hat solch eine Anti-Pfund Wette allerdings nichts gemeinsam: Das Anlagerisiko ist hoch bemessen.

Offene Immobilienfonds: Morgan Stanley schockiert mit Riesenverlust

April 16, 2010

Wenn es um Fondsanlagen geht, so genossen offene Immobilienfonds einen sehr guten Ruf. Kein Wunder, schließlich wird das Geld in Immobilien investiert – und die gelten als äußerst wertstabil. Allerdings scheint diese Regel nicht für Krisenzeiten zu gelten. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Fondsgesellschaften mit negativen Nachrichten überrascht: Etliche Fonds mussten Abwertung erfahren.

Die bisher größte Abwertung musste die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley vornehmen. Beim sogenannten MSRF VI Fonds, der weltweit in Gewerbeimmobilien sowie auch größere Wohnimmobilien investiert, musste die Bank am Mittwoch eine außerordentliche hohe Wertkorrektur vornehmen. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, ist der offene Immobilienfonds von einem Verlust in Höhe von 5,4 Mrd. US-Dollar betroffen, was beim derzeitigen Umrechnungskurs einem Betrag von 3,9 Mrd. Euro entspricht. Wenn man bedenkt, dass sich das gesamte Fondsvermögen auf 8,8 Mrd. US-Dollar beläuft, beläuft sich die Abwertung fast auf Zwei Drittel des Wertes.

Zu den Anlegern des Fonds zählen jedoch größtenteils institutionelle Investoren. Doch auch private Anleger haben mit offenen Immobilienfonds derzeit ihre Probleme. Wie die „Welt Online“ berichtet, sind 6 der 24 in Deutschland erhältlichen offenen Immobilienfonds immer noch eingefroren: Die Investmentgesellschaften nehmen die Fondsanteile zur Schonung ihrer Liquidität nicht zurück. Konkret bedeutet dies, dass rund eine halbe Million privater Anleger derzeit nicht an ihr Kapital gelangen, das sich immerhin auf stolze 9 Mrd. Euro beläuft.

Eine schnelle Besserung der Situation scheint nicht in Sicht zu sein. Schlechte Nachrichten von den US-amerikanischen Gewerbeimmobilienmärkten schüren neue Ängste. Bis offene Immobilienfonds wieder ein gutes Investment verkörpern, könnte es daher noch eine ganze Weile dauern.

Modernisierungsvorhaben: Erschwingliche Zinsen bei kurzen Laufzeiten

April 11, 2010

Die KfW Förderbank ist bekannt für ihre Modernisierungsdarlehen, die staatlich gefördert werden udn daher mit besonders günstigen Konditionen aufwarten können. Günstige Darlehen gibt es aber auch bei anderen Banken. Bei fünf Jahren Laufzeit offerieren auch andere Banken und Sparkassen mit einem Effektivzins von ungefähren drei Prozent jährlich sehr gute Finanzierungsbedingungen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest, bei der 110 Banken und 24 Bausparkassen nach einem Darlehen von 20.000 Euro gefragt und untersucht worden sind. Für diese Top-Bedingungen gilt es allerdings stets einige Voraussetzungen zu erfüllen: Der Antragsteller muss schuldenfrei sein bzw. darf die Immobilie, die es zu modernisieren gilt nicht finanziell belastet sein. Zudem muss es möglich sein, zur Sicherheit noch eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen zu können.

Laut der Finanztest liegt die KfW Bank mit einer Laufzeit von zehn Jahren an erster Stelle der Anbieter von entsprechenden Darlehen. Werden Modernisierungen, Reparaturen und Renovierungen notwendig, können die Kunden mithilfe eines Modernisierungsdarlehens nicht nur den Immobilienwert steigern, sondern beugen auch zukünftigem Sanierungsaufwand vor und senken den eigenen Energiebedarf. Eine derartige Maßnahme bringt also gleich mehrere Vorteile mit sich – sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Geldbeutel. Außerdem wird für die eigene Zukunft gespart und steigende Energiepreise in Zukunft können nicht mehr eine so große finanzielle Einbuße bedeuten.
Vor allem für Eigentümer älterer Immobilien ist eine Modernisierung im Regelfall sinnvoll, schließlich benötigen alte Gebäude etwa dreimal soviel Heizenergie wie Neubauten. Studien belegen, dass bei gleichzeitiger Erneuerung der Heizungsanlage, Fenster und Wärmedämmung bis zu 50 Prozent Kostenersparnis geschafft werden können. Diese Ersparnis verringert die monatliche Belastung des Haushaltes dauerhaft und sollte daher in jedem Fall durchgeführt werden.

AachnerMünchener mit neuem Rentenprodukt

April 10, 2010

Die AachenMünchener hat zu Beginn dieses Monats ein weiteres zinsstarkes Produkt mit Namen Rendite PLUS auf den Markt gebracht. Dieses MarktRendite PLUS gibt den Kunden die Möglichkeit, einen Einmalbeitrag ab einer Höhe von 5.000 Euro, zum Beispiel frei werdende Festgelder oder ein Erbe, mittelfristig in eine Rentenversicherung zu investieren. Das eingezahlte Kapital wird bei einer Mindestanlagezeit von fünf Jahren mit knapp 3% verzinst. Die Ablaufleistung besteht aus einer garantierten Mindestverzinsung und einer darüber hinaus gehenden Überschussbeteilung.
Rendite PLUS gewährt als Rentenversicherung auch noch einen weiteren Vorteil, schließlich werden erst bei Auszahlung der Leistung die jeweiligen Erträge steuerpflichtig. Sollte es also zur Zahlung einer lebenslangen Rente kommen, bleiben die Erträge des vorherigen Anlagezeitraums sogar steuerfrei.

Für Kunden, die einmalige Beiträge sicher und mit einer soliden Verzinsung anlegen wollen und dabei zusätzlich ihre Kapitalanlage flexibel halten möchten, ist Rendite PLUS eine geeignete Geldanlage. Kunden haben auch die Option je nach ihren individuellen Bedürfnissen den Anlagebetrag später durch Sonderzahlungen ab einer Höhe von 500 Euro heraufzusetzen. Außerdem macht es das Produkt Rendite PLUS möglich, jederzeit ganz oder teilweise über das Geld zu verfügen. Der Kunde hat zudem noch die Wahl, ob er nach Ablauf der Anlagedauer eine garantierte lebenslange Rente haben oder das Kapital ausgezahlt erhalten möchte. Auch eine Kombinierung beider Varianten kann problemlos durchgeführt werden.

Gold ETFs können sich deutlich unterscheiden

April 4, 2010

Goldinvestments liegen im Trend: Noch nie zuvor waren Privatanleger so sehr daran interessiert, in Gold zu investieren. Allerdings wird das Edelmetall längst nicht immer in physischer Form erworben. Sogenannte Gold ETFs sind äußerst gefragt: Sie können schnell und vor allem auch kostengünstig über den Onlinebroker geordert werden.

Wie Die „Financial Times Deutschland“ berichtet, gilt es beim Kauf entsprechender Fonds gut aufzupassen. Es gibt nämlich drei verschiedene Arten solcher Fonds, die teilweise leicht zu verwechseln sind. Grund sind die ähnlichen Bezeichnung – und das obwohl sich hinter den einzelnen Produkten ganz verschiedene Anlagekonzepte verbergen.

Das klassische Goldinvestment per ETF wird gar nicht mit einem richtigen Gold ETF, sondern einem Gold ETC (Exchange Traded Commodity) realisiert. Das Prinzip ist einfach: Der Emittent erwirbt physisches Gold, an dem der Anleger durch Erwerb des Wertpapiers einen Anteil erwirbt. In Abhängigkeit von der Entwicklung des Goldpreises verändert sich der Wert des Gold ETC.

Als wesentlicher riskanter gelten Gold ETFs, die nicht den Goldpreis, sondern die Entwicklung der Futurekontrakte abbilden. Als Basis dient der DJ-UBS Gold-Sub-Index: Dieser Index orientiert sich an Terminkontrakten, die für spätere Goldlieferungen geschlossen werden. Mit einem klassischen Goldinvestment hat der Erwerb solcher EFTs nichts zu tun: Trotz steigendem Goldpreis kann der Index unter Umständen an Wert verlieren – Grund sind die Terminkontrakte. Nur Profis sollten sich an solche Papiere wagen.

Zu guter Letzt gibt es noch Gold ETFs, die in Goldaktien investieren. Da sich Goldaktien nicht kongruent zum Goldpreis entwickeln müssen, gilt es auch hier aufzupassen: Nur erfahrene Anleger sollten investieren.

Gesundheitsreform: Regierungskommission hat Arbeit aufgenommen

April 3, 2010

Die neue Regierungskommission im Gesundheitswesen hat es zur Aufgabe bekommen, eine neue Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu erarbeiten. Diesmal soll eine nachhaltige und sozial ausgewogene Finanzierung des Gesundheitswesens geschaffen werden, wobei der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung weiterhin bei sieben Prozent bestehen bleiben soll. Egal welche der derzeit diskutierten Modellvarianten von den Ministern und Experten schlussendlich ausgewählt wird, „Billiger, das weiß jeder, wird die Gesundheitsversorgung nicht“, erklärte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) unlängst. Seiner Ansicht zufolge kann die Gesundheitsprämie, die sogenannte Kopfprämie, das Gesundheitssystem effizienter machen. „Die Umstellung kann nur behutsam erfolgen – in kleinen Schritten“, erklärte er den Medien gegenüber.

Die Regierungskommission setzt sich aus Mitgliedern der Bundesregierung zusammen. Dazu gehören neben Rösler und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auch Innenminister Dr. Thomas de Maizière (CDU), Justizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger (FDP), Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), Familienministerin Dr. Kristina Schröder sowie Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Bisher hat die bayerische CSU mehrfach die Pläne Röslers stark kritisiert und einer Kopfprämie eine klare Absage erteilt. Zudem sind die Ausgleichkosten einer Kopfpauschale für den Bund gar nicht tragbar.
Anlässe zu Spekulationen hinsichtlich eines neuen Modells gab es darüber hinaus mehrere. Vor dem Hintergrund hoher Defizite in der GKV, die in diesem Jahr trotz erhöhter Bundeszuschüsse bei rund vier Milliarden Euro liegen erhalten die bisherigen Versuche der Kassen, ihre Liquidität mittels Zusatzbeiträgen zu sichern, eine neue Bedeutung. Die zusätzlichen Beiträge zur Krankenversicherung sind beispielsweise eine wunderbare Möglichkeit zu testen, inwiefern eine Kopfpauschale wie sie Minister Rösler durchsetzen will von der pflichtversicherten Bevölkerung akzeptiert würde.