Offene Immobilienfonds: Commerz Real legt Fonds zusammen
März 29, 2010
Seit der Finanzkrise sind etliche offene Immobilienfonds ins Taumeln geraten: Die Abflüsse der privaten Anleger waren so groß, dass sich mehrere Fondsgesellschaften dazu gezwungen sahen, ihre Fonds vorübergehend zu schließen bzw. die Rücknahme der Fondsanteile einzustellen. Auf diese Weise sollte die Liquidität verbessert bzw. beibehalten werden.
Wie Commerz Real, eine Immobiliengesellschaft der Commerzbank, mitteilt, werde man zwei offene Immobilienfonds zusammenlegen. Hierbei handelt es sich die beiden Fonds Hausinvest Europa und Hausinvest Global. Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ wird aufgrund dieser Zusammenlegung der größte offene Immobilienfonds Europas entstehen, dessen Fondsvolumen sich auf rund 12,3 Mrd. Euro beläuft.
Laut Commerz Real erfolgt die Zusammenlegung der Fonds jedoch nicht aufgrund der Mittelabflüsse. Vielmehr verfolge man das Ziel, die Stabilität des neuen Fonds zu erhöhen. Das größere Fondsvolumen soll diese Stabilität liefern, zumal eine sehr breite Streuung der Immobilieninvestments besteht. Die Streuung bezieht sich sowohl auf die Standorte der Immobilien, als auch auf deren Nutzungsart.
Wie die „Financial Times Deutschland“ ergänzend schreibt, haben Anleger vorübergehend mit einer Verwässerung der Fondsrendite zu rechnen. Der größere Europa Fonds konnte im vergangenen Jahr eine Rendite von 3,7 Prozent erzielen, wohingegen der kleinere Global Fonds lediglich 2,1 Prozent Rendite erwirtschaftete. Auf lange Sicht soll es jedoch zu einer Verschmelzung kommen. Im Übrigen haben beide Fonds die Krise im Bereich der Gewerbeimmobilien zu spüren bekommen. Denn auf Sicht von fünf Jahren haben die beiden Fonds deutlich höhere Renditen erzielt. Die jährliche Durchschnittsrendite beider Fonds für den Zeitraum von fünf Jahren liegt bei 4,3 Prozent.
Konsumentenkredite sind trotz Wirtschaftskrise stark gefragt
März 28, 2010
Eigentlich sollte man meinen, dass die Verbraucher zurückhaltender geworden sind, wenn es um private Ausgaben geht. Allerdings spricht die Realität eine ganz andere Sprache, insbesondere wenn es um die Aufnahme von Krediten geht. Wie „Spiegel Online“ unter Berufung auf die Schufa Holding berichtet, hat die Aufnahme von Konsumentenkrediten im Krisenjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr sogar zugenommen. Der Anstieg der Kreditaufnahmen fällt sogar äußerst beachtenswert auf: Um ganze 17 Prozent hat die Kreditaufnahme zugelegt.
Was die Finanzierungsgründe betrifft, so wird der Trend der letzten Jahre fortgesetzt: Ein Großteil der Kredite wird zur Finanzierung von Autos aufgenommen. Ebenso erfreut sich die Finanzierung von Unterhaltungselektronik einer steigenden Beliebtheit. Auto und Unterhaltungselektronik sind die typischen Finanzierungsobjekte.
Trotz der Steigerung bei der Kreditaufnahme und der Wirtschaftskrise, geht es den Haushalten aus finanzieller Sicht recht gut. Denn obwohl mehr Kredite als im Vorjahr aufgenommen wurden, ist der Verschuldungsgrad zurückgegangen. Pro Kopf liegt die durchschnittliche Kreditschuld bei 8.382 Euro – damit ist sie gegenüber 2008 um 126 Euro gesunken. Auch was die Kreditausfälle betrifft, so ist eine gute Lage festzustellen: 97 Prozent der Kreditnehmer zahlen ihre Kredite vollständig zurück.
Allerdings ist festzustellen, dass ermittelte Daten wie Kreditaufnahme und Verschuldungsgrad je nach Region ganz unterschiedlich ausfallen. Auffällig ist vor allem die starke Nord-Süd Verteilung: Die Bürger in Baden-Württemberg und Bayern nehmen deutlich seltener Kredite als die Bürger aus den nördlich gelegenen Bundesländern auf. Beim Verschuldungsgrad zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Besonders in Ländern wie NRW, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg finden sich viele Kreditnehmer wieder, die Schwierigkeiten mit der Rückzahlung haben.
Unfallversicherung mit Pflegeoption der Stuttgarter Versicherung AG
März 21, 2010
Die Stuttgarter Versicherung AG hat ihre Angebotspalette um ein sehr interessantes Produkt erweitert. Unter dem Namen Aktivpflege gibt es eine Unfall-Pflege-Rente mit einem Schutzbrief, der Assistanceleistungen durch den Kooperationspartner Malteser Hilfsdienst beinhaltet. Bei Pflegestufe III wird es darüber hinaus eine Rente geben. Neben einer unfallbedingte Pflegebedürftigkeit mit geringeren Leistungen ist so auch eine aus anderen Ursachen entstandene Pflegebedürftigkeit versichert.
Die Stuttgarter nennen dies eine „gesicherte Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden“. Durch die Namensgebung des neuen Produktes Aktivpflege wird der Begriff „Unfallversicherung“ umgangen. Das seit 1. Februar neu angebotene Produkt der Stuttgarter ist aber eine Unfallversicherung. Darin wird die Aktivpflege als Unfallversicherung mit zusätzlicher Anspruchsgrundlage Pflegebedürftigkeit – nach der gesetzlichen Definition – und Demenz beschrieben. Als Hauptleistung gibt es einen Schutzbrief, über den unterschiedliche Leistungen vom Dienstleister Malteser erbracht werden, worunter je nach Pflegestufe zwischen 15 und 45 Pflegestunden pro Monat, ein Menüservice für eine tägliche Hauptmahlzeit, verschiedene Service- und Vermittlungsleistungen und Pflegeberatung auch für die Angehörigen gehören.
Lediglich bei vollstationärer Pflege nach Pflegestufe III wird zusätzlich eine Unfall-Pflege-Rente geleistet, und zwar bei unfallbedingter Pflegebedürftigkeit in voller ausgemachter Höhe von entweder 1.200 Euro oder 2.400 Euro. Ist es zu einer Pflegebedürftigkeit „durch eine körperliche, geistige oder seelische Krankheit oder Behinderung“ gekommen, gilt eine Rente in halber Höhe der genannten Beträge als versichert. Dabei ist nur eine dreimonatige Wartezeit einzuhalten. Das modular aufgebaute Produkt ist in den drei Leistungsstufen Grundschutz, Grundschutz Plus und Vollschutz erhältlich. Grundschutz leistet nur bei vollstationärer Pflege nach Pflegestufe III. Bei Vereinbarung von Grundschutz Plus beziehungsweise von Vollschutz wird der Schutzbrief auch bei Pflegestufe II beziehungsweise in allen drei Pflegestufen sowie bei Demenz gewährt. Auch eine vorläufige Leistung über zwei Wochen beziehungsweise bei Nachweis eines beantragten, aber noch nicht bearbeiteten Leistungsbescheids bis zu sechs Monate kann beantragt werden.
Mit Währungszertifikaten in Devisen investieren
März 20, 2010
Die Griechenlandkrise hat den Euro enorm geschwächt. Während die europäische Währung bis vor Kurzem noch gut 1,50 US-Dollar wert gewesen ist, hat sie mittlerweile stark nachgegeben – zeitweise war der Euro um gut 20 Cent gefallen. Weil der Euro aus Sicht einiger Experten immer noch als überbewertet gilt, könnte er in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin abwerten.
Dem Privatanleger tun sich hierdurch interessante Anlagemöglichkeiten auf. Wer in Fremdwährungen investiert, kann vom Wertverlust des Euros profitieren. Die Strategie ist ganz einfach: Es wird die Währung eines anderen Landes erworben. Sollte der Euro an Wert verlieren, nimmt der Wert der Fremdwährung automatisch zu. Diese kann wiederum verkauft werden, wodurch ein Gewinn entsteht.
Allerdings haben es Privatanleger nicht so leicht, wenn sie in Devisen bzw. in ausländische Währungen investieren möchten. Ein Kauf der Währungen über den Bankschalter gilt nicht gerade als empfehlenswert: Die Umrechnungskurse sind schlecht und hohe Bearbeitungsgebühren schmälern die Rendite zusätzlich – wer auf diese Weise investiert, verschenkt ein enormes Renditepotential.
Privatanleger können auf unterschiedliche Art und Weise in Fremdwährungen investieren. Eine der einfachsten Möglichkeiten besteht darin, auf sogenannte Währungszertifikate zu setzen. Hierbei handelt es sich um Investmentzertifikate, welche die Wertentwicklung zwischen ausgewählten Währungen nachbilden. Die Auswahl an entsprechenden Zertifikaten ist mittlerweile sehr groß: Es werden alle wichtigen Währungen abgedeckt. Der Handel kann kostengünstig über einen Onlinebroker erfolgen. Faire Umrechnungskurse und niedrige Gebühren erlauben die Erzielung guter Renditen. Außerdem gibt es Emittenten, die gehebelte Währungszertifikate anbieten, wodurch sich noch höhere Renditemöglichkeiten (verständlicherweise bei einem erhöhten Risiko) ergeben.
Anlagebetrug boomt aufgrund der Finanzkrise
März 14, 2010
Anlagebetrüger haben derzeit leichtes Spiel. Die globale Finanzkrise hat das Vertrauen vieler privater Anleger und Sparer erschüttert: So mancher Sparer hat Geld verloren, weil dem Bankberater blindlings vertraut wurde. Diese Erschütterung nutzen Betrüger geschickt aus, um die Ersparnisse vieler Privatpersonen zu ergaunern.
Wie die „Financial Times Deutschland“ diese Woche berichtet hat, haben die Betrüger oftmals sehr leichtes Spiel. Sie sprechen die mickrigen Renditen der Banken an (was sich in Zeiten niedriger Tages- und Festgeldzinsen leicht gestaltet) und verweisen zugleich auf die Milliardengewinne, welche die Banken einstreichen. Im Gegenzug werden deutlich höhere Renditen versprochen, mit denen die Anleger letztendlich geködert werden. Nicht selten wird mit jährlichen Renditen in Höhe von 25 Prozent gelockt.
Anlageexperten warnen vor dieser Masche: Mit einer hohen Rendite und der Ausnutzung von Leichtgläubigkeit werden unzählige Privatanleger geködert. Häufig sind diese dazu bereit, einen Großteil ihrer Ersparnisse an die Anlagebetrüger zu überweisen. Dieses Geld werden sie danach nie wieder sehen. Denn investiert wird das Geld von den Anlagebetrügern überhaupt nicht. Stattdessen wird es verpasst oder über dunkle Kanäle weitergeleitet, damit es später nicht mehr auffindbar ist. Meist schon kurze Zeit später wird eine Bankrotterklärung abgegeben, die die Anleger wachrüttelt.
Damit es nicht soweit kommt und man sein Geld unseriösen Anlagefirmen überlässt, gilt es entsprechende Angebote zuvor auf Herz und Nieren zu überprüfen. Anlageprofis raten zur Überprüfung von Referenzen, beispielsweise indem man sich nach Verbandsmitgliedschaften erkundigt und sich diese direkt von den Verbänden bestätigen lässt. Außerdem kann eine Anfrage bei der Bafin nicht schaden: So lässt sich feststellen, ob eine Lizenz erteilt wurde.
Keine Erholung bei Tagesgeldzinsen in Sicht
März 13, 2010
Privatanleger, die vorzugsweise auf Tagesgeld setzen, haben es derzeit nicht leicht. Immerhin befinden sich die Tageszinsen bereits seit Monaten auf einem extrem niedrigen Niveau. Das Ergebnis ist eine magere Verzinsung, die unter Umständen noch nicht einmal einen vollständigen Schutz vor Inflation bietet.
Besserung ist derzeit nicht in Sicht. In den vergangenen Tagen haben bereits mehrere Banken und Direktbanken angekündigt, ihre Tagesgeldkonditionen der Marktsituation anpassen zu müssen. Konkret bedeutet dies, dass in den kommenden Wochen Zinssenkungen folgen werden. In Abhängigkeit von der Bank, bei welcher ein Sparer sein Geld hortet, kann dies unter Umständen bedeuten, dass die zwei vor dem Komma des Zinssatzes verschwindet und durch eine eins ersetzt wird.
Eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht: Finanz- und Wirtschaftsexperten rechnen mit keinem Anstieg oder lediglich einem leichten Anstieg der Zinsmärkte in den kommenden Monaten. Dies liegt vor allem an der Wirtschaft: Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft sind im Lauf der vergangenen Woche verschwunden. Aktuelle Zahlen zum deutschen Export sprechen eine deutliche Sprache: Deutschland konnte am Aufschwung nicht festhalten. In zahlreichen Industriezweigen sind die Exporte wieder eingebrochen. Die Auswirkungen auf die Zinsmärkte sind enorm: So lange die Wirtschaft sich nicht erholt, können die Zentralbanken keine Erhöhung der Leitzinsen vornehmen, ansonsten bestände die Gefahr, dass die Konjunktur endgültig abgewürgt wird.
Anleger, die sich vor fallenden Tagesgeldzinsen fürchten, sollten darüber nachdenken, ihre Ersparnisse in Festgeldanlagen umzuschichten. Zwar ist das Kapital dann nicht mehr jederzeit verfügbar, aber dafür lässt sich eine höhere Verzinsung erzielen.
Offene Immobilienfonds könnten dauerhaft unflexibel werden
März 7, 2010
Bis zu Beginn des vergangenen Jahres standen offene Immobilienfonds besonders bei privaten Anlegern hoch im Kurs. Schließlich erzielten die Fonds seit Jahren sehr konstante Gewinne. Das letzte Jahr wurde für etliche Anleger jedoch zu einem Desaster: Einige Investmentgesellschaften sahen sich dazu gezwungen, ihre offenen Immobilienfonds vorübergehend zu schließen bzw. die Anteilsrücknahme zu verweigern. Im Verlauf der Finanzkrise wollten zu viele Anleger ihre Anteile verkaufen – so schnell konnten die Fondsmanager gar nicht für Liquidität sorgen. Selbst heute sind einige der Fonds immer noch geschlossen, sodass die Anleger nicht an ihr Geld kommen.
Damit sich dieses Desaster kein weiteres Mal wiederholt, hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Vorschlag gemacht, offene Immobiliefonds generell mit einer Haltefrist zu belegen. Dies hätte für den Anleger gravierende Auswirkungen. Der Vorschlag sieht nämlich vor, dass Auszahlungen bzw. die Rückgabe erworbener Fondsanteile frühestens zwei Jahre nach deren Erwerb möglich ist. Hinzu kommt eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr: Es reicht nicht aus, zwei Jahre zu warten – um Anteile an die Investmentgesellschaften zu verkaufen, muss dies ein halbes Jahr vorher angekündigt werden.
Die Meinungen der Experten zu diesem Vorschlag reichen weit auseinander. Auf der einen Seite ist zu festzustellen, dass Fondsanlagen dadurch sehr stark an Attraktivität einbußen könnten und offene Immobilienfonds daher für so manchen Anleger nicht mehr interessant sind. Auf der anderen Seite könnten die Investmentgesellschaften wesentlich besser kalkulieren und somit das Risiko einer vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit verhindern.
Ob diese Regelung so umgesetzt wird, bleibt vorerst abzuwarten. Der entsprechende Gesetzentwurf soll im April vorgestellt werden.
Neue Vertriebschancen für Berater dank Entgeltumwandlung für Klinikärzte
März 6, 2010
Für Berater, die sich mit dem Bereich der Unterstützungskassen-Versorgung beschäftigen, werden sich neue Vertriebschancen in der Zielgruppe der Klinikärzte ergeben. Schließlich können diese durch einen rückwirkend zum 01. Mai 2009 vereinbarten Tarifvertrag eine Entgeltumwandlung in Anspruch nehmen. Ärzte haben seit Neuestem dank des Tarifvertrags die Möglichkeit, eine Entgeltumwandlung über die Durchführungswege Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Unterstützungskasse durchzuführen. Christian Willms, Vorstand der Deutschen Unterstützungskasse, erläutert, dass bei der Unterstützungskasse Beiträge in unbegrenzter Höhe steuerfrei angelegt werden können und das unabhängig von den Beiträgen, die in Versorgungswerke des Bundes und der Länder (VBL) eingezahlt werden. Bei anderen Durchführungswegen ist die Beitragszahlung auf maximal 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung begrenzt. Die Beitragsbemessungsgrenze ist die Grundlage für die maximale Höhe der zu leistenden Krankenversicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ab dieser Grenze werden die Beiträge gedeckelt und bleiben gleich, auch wenn das faktische Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. In diesem Jahr liegt die Grenze bei 45.000 Euro, was monatlich 3.750 Euro entspricht. Die Deutsche Unterstützungskasse hat für die Berater unterschiedliche Vertriebshilfen zur Verfügung gestellt. Zu diesen Optionen gehört zum Beispiel ein Online- Formulargenerator. Diese Versicherungsofferte ist ein persönliches Versichererportfolio aus klassischen und chancenorientierten Lebensversicherungen.
