SEB kooperiert mit AXA im Bereich Altersvorsorge
August 31, 2009
Die SEB Bank AG hat in Zusammenarbeit mit der AXA Gruppe ein Produkt für die Altersvorsorge geschaffen, das viele Vorteile bietet. TwinStar Invest ist ein einzigartiges Konzept, das AXA als erstes Unternehmen auf den deutschen Markt gebracht hat. Durch die internationale Erfahrung und Finanzstärke der AXA in Verbindung mit der Kompetenz und dem Wissen der SEB kann allen Kunden maximale Sicherheit garantiert werden.
TwinStar Invest garantiert eine der höchsten Renten innerhalb Deutschlands und das bei erstklassigen Renditechancen. Auch die Auszahlungsflexibilität ist im Rahmen der Privatversorgung sehr hoch. Außerdem macht diese innovative Altersvorsorge steuerliche Begünstigung all derjenigen möglich, die sich für die TwinStar Invest entschieden haben – entweder als Privatabsicherung durch niedrige Rentenbesteuerung oder als Basisvorsorge, da sich der steuerlich abzugsfähige Beitragsanteil schrittweise erhöht.
Kunden haben die Möglichkeit sich entweder für einen Dachfonds oder bis zu drei Einzelfonds zu entscheiden, wobei fünf Dachfonds und acht Einzelfonds renommierter Kapitalanlagegesellschaften zur Wahl stehen. Bereits ab 25 Euro monatlich kann die TwinStar Invest abgeschlossen werden. Diese Prämie lässt sich jährlich aufstocken, um im Alter mehr herauszubekommen. Wichtig bei der TwinStar ist lediglich, dass der Kunde sich möglichst schnell dafür entscheidet, um so schneller profitieren zu können.
Wohnungseinbruch, Umzugsschäden – Wer trägt die Kosten?
August 28, 2009
In der Urlaubszeit kommt es jedes Jahr vermehrt zu Wohnungseinbrüchen. Fraglich ist nun aber, was die Betroffenen machen können, wenn bei ihnen eingebrochen und beispielsweise auch eine Digitalkamera gestohlen wurde, die einem Freund gehört. Wird diese auch von der Versicherung ersetzt?
Der Versicherungsschutz einer Hausratversicherung erstreckt sich nicht nur auf Möbel, sondern auch auf Haushaltsgeräte, die sich in der Wohnung befinden. Dadurch gehört auch die Kamera zu den geschützten Gegenständen – es ist vollkommen gleich, wem die Kamera gehört. Der Versicherungsschutz kommt nicht bei dem Eigentum von Untermietern zum Tragen. Diese müssen für ihren eigenen Versicherungsschutz sorgen. Gestohlene Gegenstände werden mit ihrem Neuwert ersetzt, das entspricht dem Wiederbeschaffungswert, also nicht dem ursprünglichen Kaufpreis.
Bei einem Umzug stellt sich immer wieder die Frage, ob die eigenen Sachen versichert sind, wenn sie sich vorübergehend in beiden Wohnungen befinden. Bei derzeitigen Versicherungspolicen ist der Versicherungsschutz oft auf zwei Monate angelegt und gilt sowohl für die alte als auch für die neue Wohnung. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die alte Wohnung vollständig verlassen ist, sollte der Versicherungsort in der Versicherung geändert und die Versicherungssumme möglicherweise angepasst werden. In jedem Fall sollte der Versicherer über den Ortswechsel in Kenntnis gesetzt werden. Der Versicherungsschutz in der alten Wohnung endet spätestens zwei Monate nach Umzug
Eine weitere Problematik, die sich häufig ergibt, ist, ob der Hausrat tatsächlich nicht versichert, sofern man beim Verlassen der Wohnung das Fenster leicht geöffnet lässt und eingebrochen wird. Bislang ist dies als „grobe Fahrlässigkeit“ angesehen worden und die Versicherungsgesellschaften mussten dann keinen Schadenersatz leisten. Infolge des neuen Versicherungsvertragsgesetzes ist dies nun aber abgeschafft worden. Jetzt orientiert sich der Umfang der Leistung an der Schwere des Verschuldens. Allerdings kann nur dringend empfohlen werden, Fenster, insbesondere im Erdgeschoss, bei Abwesenheit generell geschlossen zu lassen .
Die Kfz-Police feiert Geburtstag
August 26, 2009
Die Kfz-Police ist in Deutschland zu Teilen Pflicht, und das bereits seit dem Jahre 1939. Selbst wenn die Auto- Versicherung nur im Teilbereich der Haftpflicht eine Pflichtversicherung darstellt, ist es für jeden Autobesitzer doch angeraten, auch eine Kaskoversicherung abzuschließen. Tritt nämlich der Fall ein, dass es am gegnerischen Fahrzeug zu einem Schaden bei einem Unfall kommt, so entsteht zwangsläufig auch am eigenen Fahrzeug des Versicherungsnehmers ein Schaden.
Kann der Nachweis, dass eine Kfz-Versicherung vorhanden ist, nicht erbracht werden, darf eine Zulassungsstelle ein Fahrzeug gar nicht zulassen. Früher war der Nachweis einer Kfz-Versicherung durch eine Deckungskarte erforderlich. Heutzutage genügt ein Zahlencode, den der Autobesitzer von seiner künftigen Versicherungsgesellschaft übermittelt erhält.
Dringend zu empfehlen ist es allen Autobesitzern, die sich für eine Versicherungsgesellschaft entscheiden wollen, einen kostenlosen Versicherungsvergleich durchzuführen. Ein solcher Versicherungsvergleich hilft dem Autobesitzer, einen besseren Überblick über alle verfügbaren Tarife zu erhalten. Ein kostenloser Versicherungsvergleich kann dem Autobesitzer in Bezug auf seine Kfz-Versicherung eine erhebliche jährliche Ersparnis an Versicherungsbeiträgen bringen. Die kostenlose Versicherungsvergleiche werden von verschiedenen Anbietern ermöglicht und sind nicht nur für die Kfz-Versicherung, sondern auch für andere Versicherungsformen durchführbar. Auch für Kurzentschlossene ist es durchaus lohnenswert, sich mit einem der zahlreichen Portale zu beschäftigen, die einen Versicherungsvergleich offerieren – schließlich kann dieser binnen Sekunden durchgeführt werden.
Mehr Kredite trotz Finanzkrise
August 24, 2009
Obwohl die Finanzkrise immer noch andauert, ist die Anzahl der Kredite in den letzten Monaten weiter angestiegen, so die Deutsche Bundesbank in Frankfurt. Die Summe der Ratenkredite, die an Privatpersonen vergeben worden sind, lag im ersten Quartal 2009 bei etwa 135 Milliarden Euro. Jedoch ist die tatsächliche Verschuldung der Privatleute höher. Informationen der Schufa in Wiesbaden zufolge liegt die Summe sämtlicher Privatkredite bei einer Billion Euro. Knapp vier Fünftel davon sind Kredite für den Wohnungsbau. Das bedeutet aber auch, dass die Deutschen ungefähr 200 Milliarden Euro aufgenommen haben, um ihren Konsum zu finanzieren. Durchschnittlich sind das etwa 2.500 Euro pro Kopf oder 10.000 Euro pro Familie.
Neben dem Geschäft mit Kreditkarten und Ratenkrediten boomt auch der Handel mit Umschuldungen aller Art. Vermittler, deren Spezialgebiet Umschuldungen sind, präferieren vor allem Beamte. Alle Beamte, Lehrer, Polizisten oder Soldaten mit Lohnabtretung bieten für Vermittler einen guten Verdienst und diese müssen sich dann um das Darlehen keine Sorgen machen. Wenn zum Beispiel eine 35-jährige Beamtin einen Kredit in Höhe von 25.000 Euro aufnehmen möchte, wird ihr von einer großen Versicherung der Kredit zu einem jährlichen Zinssatz von 5,99 Prozent angeboten. Die Laufzeit des Kredites wird 14 Jahre festgesetzt. Er soll mittels einer Versicherung getilgt werden, die monatlich 150,76 Euro kostet. Die Verbindung des Darlehens mit der Kapitallebensversicherung ist sehr kostspielig. Auch wenn der Kredit effektiv nur 6,20 Prozent pro Jahr kostet, wirft die Police im selben Zeitraum nur 3 Prozent ab. Die Zinsen müssen aber in voller Höhe versteuert werden, sodass die Rendite auf 2 Prozent pro Jahr sinkt. Daher werden die Gesamtkosten immens. Um dem wieder zu entkommen, müssen im Ernstfall alle Geldanlagen und Sparverträge aufgelöst werden, um die bestehenden Schulden auf ein Minimum zu senken.
ERGO Versicherungsgruppe mit zukunftsorientierten Produkten
August 21, 2009
Im letzten Jahr legten die Lebensversicherer der ERGO Versicherungsgruppe verstärkt den Fokus auf kapitalmarktnahe Produkte und die betriebliche Altersversorgung. Die Leben-Gesellschaften von Hamburg-Mannheimer, der Victoria, der KarstadtQuelle Versicherung sowie die Vorsorge Hilden hatten damit vor, ihre Marktanteile im Neugeschäft zu steigern. Bereits im Geschäftsjahr 2007 konnten sie mit diesen Produkten bei den Kunden punkten und verzeichneten einen deutlichen Neugeschäftsanstieg.
In der privaten Altersvorsorge ist die Produktpalette um innovative und kapitalmarktnahe Produkte ausgebaut worden. Zum Frühsommer dieses Jahres gibt es für die Ausschließlichkeitsvertriebe von Hamburg-Mannheimer und Victoria ein dynamisches Hybridprodukt. Schon im Oktober 2007 war eben dieses Produkt erfolgreich für den Vertrieb über den Bankschalter der HypoVereinsbank herausgebracht worden. Unter dem Namen „Kaiser-Rendite Plus“ bei der Hamburg-Mannheimer und „Dual Rente aktiv“ bei der Victoria haben jetzt auch die Vermittler dieser Gesellschaften für ihre Kunden diese innovative fondsgebundene Rentenversicherung im Angebot. Mit dem dynamischen Hybridprodukt können die Kunden von den Chancen des Kapitalmarktes profitieren und behalten die Garantie der eingezahlten Beiträge bei.
Ein weiteres Novum ist die im letzten Jahr eingeführte „Global topReturn“, eine neuartige fondsgebundene Rentenversicherung mit Kapitalgarantie der Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A. Dr. Johannes Lörper. Der verantwortliche Vorstand für die private Altersvorsorge bei den ERGO Lebensversicherern meint dazu, dass bei beiden Produkten die Flexibilität groß geschrieben wird: Der Rentenbeginn kann vorgezogen oder verzögert werden. Zudem hat der Versicherte die Wahl, sich das angewachsene Kapital vollständig oder in Teilen auszahlen zu lassen. Bei Global topReturn, einer Rentenversicherung nach dem variable-annuity-Konzept, kann der Kunde auch die Einzahlungen extrem flexibel gestalten. Auch für den Bereich der betrieblichen Altersversorgung schätzen die ERGO Lebensversicherer gute Wachstumschancen ein.
Als weitere Treiber des Geschäfts sehen die Experten der ERGO die gestiegene Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung bei der Bindung von Fach- und Führungskräften sowie die Umwandlung von Direktzusagen. Diese sogenannte Transformation erbringt einen wichtigen Beitrag, um die Unternehmensfinanzierung zukunftssicher zu machen, wie Frank Neuroth, verantwortlicher Vorstand für die betriebliche Altersversorgung bei den ERGO Lebensversicherern erklären ließ.
Neuer Garantiefonds von Clerical Medical
August 20, 2009
Der britische Traditionsversicherer Clerical Medical hat speziell für seine Basisrenten-Produkte in der Performancemaster-Familie ab sofort einen neuen Fonds im Programm. Mit dem CMIG Guaranteed Access 80% Flexible (GA80F) erhalten Vorsorgesparer ein Produkt, dass perfekt an immens schwankende Aktienmärkte angepasst ist und auf längere Sicht eine ausgewogene Ausgleich zwischen Ertragspotential und Sicherheit schafft. Mithilfe des neuen Garantiefonds kann schneller und flexibler auf die wachsende Dynamik des Marktumfeldes reagiert werden. Obwohl am Aktien- und Geldmarkt investiert wird, wird die Höhe des Aktienanteils kontinuierlich in Abhängigkeit von der Entwicklung an den Börsen und der Volatilität bestimmt.
Clerical Medical Investment-Direktor Simon Friend meint dazu, dass in negativen oder schwankungsreichen Marktphasen das Vermögen durch sichere Anlagen am Geldmarkt geschützt wird, in Aufschwung- oder Boomphasen sind hingegen Aktienquoten von mehr als 80 Prozent möglich. Dies gewährleistet eine effektive Vermögensentwicklung, wie Friend sagt. Auch Aspekten der Sicherheit werden in dieser Konstruktion Beachtung geschenkt. So beinhaltet der GA80F eine 80-prozentige Höchststandsgarantie. Der Preis der Fondsanteile fällt demzufolge nie unter 80 Prozent des jemals erreichten Höchststandes.
Die Basisrentenprodukte von Clerical Medical entsprechen auch den gesetzlichen Vorgaben der sogenannten Rürup-Rente. So haben die Kunden die Möglichkeit, ihre persönliche Altersvorsorge steuerlich geltend zu machen. Schon in diesem Jahr sind bis zu 68 Prozent der eingezahlten Prämien als Vorsorgeaufwendungen absetzbar. Dieser Betrag wird in den folgenden Jahren noch weiter ansteigen und für Sparer damit neben der Performance des Fonds einen weiteren Investitionsanreiz darstellen.
Die Performancemaster-Basisrente in Verbindung mit dem innovativen Fonds GA80F vereint Werte wie Flexibilität, Renditechancen und Sicherheit mit den Vorteilen der steuerlichen Förderung. Aussagen Friends zufolge gewährleistet dies eine effektive Vermögensentwicklung und sichert so den Lebensstandard im Alter.
Clerical Medical ist einer der traditionsreichsten Anbieter von Vorsorgeprodukten. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Versicherungen und Kapitalanlagen. Clerical Medical beschäftigt an mehreren europäischen Standorten rund 700 Mitarbeiter und ist in Deutschland seit 1995 aktiv.
Neue MultiLine-Police für Kfz-Betriebe
August 17, 2009
Die Helvetia sucht immer neue interessante Versicherungsvarianten für ihre Kunden und offeriert daher ab sofort mit der neuen MultiLine-Police eine innovative Gesamtlösung speziell für Kfz-Händler und Werkstätten mit einem Jahresumsatz bis zu 1,5 Millionen Euro. Das neue Produkt soll dazu dienen, alle Existenz bedrohenden Risiken kleiner und mittelständischer Händler und Handwerksbetriebe einfach und komfortabel in einem einzigen Vertrag abzudecken. Alle relevanten Versicherungen von Kfz- und Betriebs-Haftpflichtversicherung über Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung bis zur Elementarschadenversicherung gehören zu dem Komplettpaket. Aus diesem Grunde entfällt auch die Möglichkeit einer Unterversicherung.
Bernd Wegerich, Vorstandsmitglied der Helvetia und Leiter Privat- und Gewerbekunden ist der Auffassung, dass es für die Helvetia wichtig ist, die Kunden individuell und lückenlos abzusichern. Die MultiLine-Police soll nun den Kfz-Händlern und -werkstätten einen unfangreichen Schutz bieten und das bei einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Sollten das Geschäftsjahr bei den Kunden schwächer ausfallen, gibt es bei dem Schweizer Qualitätsversicherer auch die Option einer Prämienrückerstattung. Wegerich erklärt weiter, dass es der Helvetia auch wichtig war, eine einfache und transparente Berechnung der Versicherungsprämie anzubieten, wobei für die Beitragsermittlung nur der Jahresnettoumsatz und die Zahl der vorhandenen Fahrzeuge maßgeblich sind. Die Einstufung in Schadensverlaufklassen erfolgt auf Grundlage des Gesamtschadensverlaufs. Für die Kunden vorteilig ist lediglich, dass ein kleiner Einzelschaden nicht automatisch zu einer Hochstufung in eine teurere Schadensklasse führt.
Mit der neuen MultiLine-Police baut die Helvetia ihr Produktportfolio aus, das mit der Autohaus-Police und der Motorradhaus-Police bereits branchenspezifische Schadensschutzabsicherung enthält.
Weniger Lebensversicherungen in Deutschland
August 14, 2009
Im letzten Jahr kam es in Deutschland zur Kündigung von Lebensversicherungen im Wert von knapp 14 Milliarden Euro gekündigt. Diesen Wert ermittelte eine Studie des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zur „Geschäftsentwicklung 2008“. Das Stornovolumen hat damit ein neues Rekordniveau erlangt. 2007 lag es mit 12,1 Milliarden Euro noch 17 Prozent niedriger. Gemäß Einschätzungen des Frankfurter Versicherungshändlers „Policen Direkt” können diese Zahlen als Hinweis dafür verstanden werden, dass das Wissen der Kunden über Alternativen zur Versicherungskündigung eher mangelhaft ist. Es ist überhaupt nur einzelnen Betroffenen klar, dass eine Kündigung einer Lebensversicherung beinahe immer mit finanziellen Nachteilen verbunden ist, schließlich sind diese Kapitalanlagen langfristig ausgelegt. Die Renditeziele werden mehrheitlich auch erst am Ende der Laufzeit erreicht.
Versicherungsexperten und Verbraucherschützer raten aus diesem Grund regelmäßig dazu, Policen nicht zu kündigen, sondern sie zu beleihen oder auch über den Zweitmarkt zu verkaufen. Dadurch könnten sich Mehrerlöse von bis zu 15 Prozent gegenüber einer Kündigung ergeben. Außerdem bleibt in Fall eines Verkaufs der eingeschränkte Todesfallschutz bestehen. Alternativ ist auch die Aufnahme eines Policendarlehens möglich. Der Zinssatz für Policendarlehen liegt derzeitig bei
Versicherungsgesellschaften bei durchschnittlich knapp 7 Prozent. Bei dem Anbieter Policen Direkt gibt es für Kunden aller deutschen Versicherungsgesellschaften schon ab einem Zinssatz von 4,49 Prozent Alternativ-Lösungen. Die Policen Direkt Gruppe ist Marktführer im Handel und der Verwaltung deutscher Zweitmarkt-Kapitalversicherungen.
Tchibo stoppt Investmentfond-Vertrieb
August 12, 2009
Der Vertrieb von Investmentfonds durch die Tchibo direct GmbH ist eingestellt worden. In einer gemeinsamen Aktion hatten AfW Bundesverband Finanzdienstleistung, der Wettbewerbsverein WiW und der Branchendienst „Versicherungstip“ dagegen geklagt. Die Stellungsnahme Tchibos thematisiert den krisenbedingten Rückgang der Nachfrage. Der AfW geht allerdings davon aus, dass dieser Entschluss mit der momentan rechtshängigen Klage vor dem Landgericht Hamburg im Zusammenhang gebracht werden kann.
Nach verstrichener Abmahnung war vor mehreren Wochen Klage durch den WiW, unterstützt von AfW und „Versicherungstip“, gegen Tchibo mit der Begründung der unzulässigen Investment- und Versicherungsvermittlung eingereicht worden. Problematisch für Tchibo ist unter anderem, dass das Unternehmen über eine zum Vertrieb von Investmentfonds notwendige Erlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung nicht verfügt. Auch die Berufung auf den umstrittenen Tippgeberstatus für die Versicherungsvermittlung sei nicht im Sinne der gesetzlichen Vorgaben. Aus diesem Grunde ist die Investmentvermittlung jetzt beendet worden.
Davon abgesehen werden weiterhin unter Berufung auf den umstrittenen Tippgeberstatus über Tchibo Versicherungen vermittelt, ohne dass dabei die gesetzlichen Vorgaben für die Versicherungsvermittlung befolgt werden. In einem Statement teilt eine Tchibo-Sprecherin auf Anfrage von DAS INVESTMENT.com mit, dass der Vertrieb der Comdirect-Investmentfonds schon im März 2009 eingestellt worden sei. Eine Wiederaufnahme des Vertriebs von Investmentfonds, sofern sich die Situation des Umfelds wieder verbessert hat, wird von Tchibo nicht ausgeschlossen. Der Vertrieb der Comdirect-Fonds hatte im Herbst 2007 über die Tchibo-Website begonnen.
Schon vor zwei Jahren hatte der AfW nach einer Klage gegen den Handelskonzern Rewe im Urteil erreicht, den Verkauf von Versicherungspolicen über einen Discounter zu unterlassen. Das Landgericht Wiesbaden hatte in dem damaligen Urteil eindeutig festgestellt, dass Rewe nicht nur Tippgeber war. Im derzeitigen Verfahren gegen Tchibo wird vom AfW eine ähnliche Entscheidung erwartet.
Schweinegrippen- Tests bringen Unkosten für Versicherungen
August 10, 2009
In einer abschließenden Sitzung wurde von der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) beschlossen, dass der PCR-Test auf Schweinegrippe in Zukunft in aller Regel lediglich noch in Ausnahmefällen benutzt werden soll. Die Krankenkassen haben vor, die Kosten für die zuverlässigen, dabei jedoch sehr kostenintensiven PCR-Tests nur noch bei Risikopatienten mit konkretem Erkrankungsverdacht zu übernehmen. Zu der Gruppe der Patienten mit erhöhtem Risiko gehören neben chronisch Kranken auch Schwangere und Kinder. Bei einer besonders schweren Symptomatik wollen die Krankenkassen ebenfalls die Kosten für den Test tragen.
Um von der Kostenübernahme profitieren zu können, ist es wichtig, dass das Testergebnis innerhalb von 24 Stunden erhältlich ist. Alle anderen Patienten sollen weiterhin die Möglichkeit haben, mit den Schnelltests untersucht zu werden. Problematisch dabei ist allerdings, dass diese lediglich zeigen, ob der Patient an einer Grippe erkrankt ist. Über die Art des Grippevirus kann dieser Test nichts Genaueres aussagen. Die gesetzlich Versicherten müssen die Kosten für die Schnelltests, bei denen die preiswerteste fünf Euro kostet, zumindest vorerst selbst tragen. Gegen Nachweis der Rechnung bekommen sie dann von ihrer Krankenkasse die Ausgabe zurückerstattet. Da die Schnelltests sehr hohe Fehlerquoten aufweisen, sind sie grundsätzlich als nicht besonders zuverlässig einzustufen. Lediglich 50 Prozent aller Grippefälle werden erkannt. Es gibt auch Fälle, in denen der Test ein positives Ergebnis zeigt, obwohl keine Erkrankung existiert.
Ungeklärt ist bis zum heutigen Tage auch die Frage nach der Kostenübernahme für die Schweinegrippen-Impfung. Staat und Krankenkassen wollen sich beide nicht zu einer Kostenübernahme verpflichten. Die Krankenkassen verlangen vom Staat zumindest eine Beteiligung an den Kosten, der Staat jedoch verlangt die alleinige Kostenübernahme von den Kassen.
