Studien- Ergebnis: Basistarif selten lohnenswert
März 30, 2009
Seit nun bereits drei Monaten existiert in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung. Das heißt, dass alle diejenigen, die nicht gesetzlich krankenversichert sind und darüber hinaus keine andere ausreichende Versicherung vorweisen können, spätestens seit dem 1. Januar eine private Krankenversicherung abzuschließen haben. Die Zeitschrift der Stiftung Warentest „Finanztest” hat in ihrer letzten Ausgabe den sogenannten Basistarif von privaten Krankenversicherungen genauer überprüft. Als erstaunliches Resultat konnte ermittelt werden, dass dieser Tarif nur für die Minderheit aller Kunden sinnvoll und lohneswert ist.
Der Basistarif der privaten Krankenversicherungen kann von jedem Interessierten genutzt werden. Eindeutiges Verbot ist es für die Versicherungen dabei, schwer oder chronisch Kranke den Abschluss des Tarifs zu verweigern, Zusätzlich dazu ist es nicht erlaubt, Risikozuschläge bei Vorerkrankungen zu erheben. Generell beinhaltet der Basistarif den gleichen Leistungsumfang wie die gesetzliche Krankenversicherung, anders ist lediglich die Art der Abrechnung. Diese erfolgt nicht mit der Versichertenkarte, sondern jeder einzelne Patient erhält nach der Behandlung eine Rechnung, die er bei der Versicherung einzureichen hat. Nach Abzug der Praxisgebühr und möglichen Zuzahlungen kommt es dann zu einer Erstattung der Behandlungskosten durch die Versicherung.
Aufgrund des Ergebnisses der Stiftung Warentest spricht sie den Kunden die Empfehlung aus, dass diejenigen, die freiwillig gesetzlich versichert sind, einen Wechsel in den Basistarif der privaten Krankenversicherungen nicht in Betracht ziehen sollten. Gründe dafür sind, dass einerseits die im Basistarif enthaltenen Leistungen nicht umfangreicher als in der gesetzlichen Krankenversicherung sind und andererseits eventuelle Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen schon bei der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert sind. Sollte dennoch Interesse an einem Wechseln bestehen, ist es unbedingt notwendig, als erstes unterschiedliche private Vollversicherungstarife zu vergleichen, da diese in aller Regel mehr Leistungen und dieses zu einem teilweise besseren Preis als der Basistarif anbieten. Dieser Rat sollte unbedingt von gesunden Personen bis zu einem gewissen Alter, die sich privat versichern müssen, befolgt werden, bevor sie sich für einen Basistarif entscheiden.
Günstige Zeiten der Kraftfahrtversicherung vorbei?
März 27, 2009
Der Axa-Chef Dr. Frank Keuper befürchtet, dass zum Jahreswechselgeschäft 2009/2010 Preiserhöhungen in der Autoversicherung zu erwarten sind. Vermutlich werden diese Erhöhungen nicht dramatisch, aber sie kommen. Grund der erwarteten Erhöhungen sind die Verluste in der Versicherungstechnik infolge der Finanzmarktkrise. Diese können nicht mehr mit Kapitalerträgen ausgeglichen werden. Die AXA hat im Jahreswechselgeschäft 2008 in der Kraftfahrzeug-Versicherung „leicht“ zugenommen. Aber auch in allen anderen Sparten wurde ein leichter Zuwachs registriert und so konnte zumindest operativ das Ergebnis gehalten werden.
Konkret wollte der AXA- Chef Dr. Keuper den Verdienst der deutschen Axa- Gruppe 2008 nicht beziffern ebenso wenig wie die Entwicklung des Umsatzes. Operativ, das heißt ohne Sondereinflüsse, werde das Ergebnis gehalten, das waren die Aussagen Dr. Keupers im Hinblick auf die Börsennotierung der französischen Mutter und die hohen Volatilitäten infolge der Finanzmarktkrise. Betont wurde jedoch, dass die Gruppe durch die von der Aufsicht abverlangten Stresstests weiterhin substanzstark sei und auch die Solvabilität* für die operativen Gesellschaften gehalten werden könne.
Im vorigen Jahr betrug die Ergebnisgröße 499 Millionen Euro. Dabei profitierte jedoch der Erstversicherer von Einmaleffekten im Zuge der Unternehmenssteuer- Reform. Generell habe sich die Versicherungstechnik verbessert. Leider ist dagegen das Kapitalanlageergebnis von außerordentlichen Abschreibungen und Verlusten belastet.
Laut Dr. Keuper ist man auch im zweiten Jahr der Fusion auf Wachstumskurs geblieben. Vor allem habe sich das Geschäft der Axa Bank entwickelt. Die Geldeinlagen haben sich verdoppelt. Außerdem habe der AXA Konzern die Kapitalisierungsgeschäfte der Lebensversicherer in ihr Geldhaus verlagert und zusätzlich das Angebot erweitert.
* Solvabilität bedeutet im Versicherungs- und Bankenwesen, die Ausstattung eines Versicherers oder eines Kreditinstituts mit Eigenmitteln. Heißt, freiem, unbelastetem Vermögen. Siehe auch das KFZ-Lexikon mit vielen weiteren Begriffserklärungen.
Überprüfungen von Arztrechnungen
März 26, 2009
Aufgrund der Gesundheitsreform, des starken Konkurrenzkampfes und der derzeitig herrschenden Wirtschaftskrise, des enormen Kostendrucks, unter dem die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen stehen, haben die Versicherungsgesellschaften damit begonnen, ärztliche Abrechnungen genauer zu überprüfen. Selbst wenn die Abrechnungen der überwiegenden Mehrzahl der Ärzte richtig und exakt sind, es kommt nichts desto trotz zu Fällen von Abrechnungsbetrug. Aussagen und Wünschen des Geschäftsführers der Privatärztlichen Verrechnungsstelle (PVS) Rhein-Ruhr, Peter Scholich, zufolge, sollte dies als eigener Straftatbestand deklariert werden. Das hätte zur Konsequenz, dass es im Strafgesetzbuch aufgeführt werden würde und so als Abschreckung dienen könnte. Wenn bei den nach dem Zufallsprinzip durchgeführten Stichproben Auffälligkeiten bemerkt werden und sich der Verdacht auf Abrechnungsbetrug bestätigt, ist es möglich auch die Behörden in die Angelegenheit zu involvieren.
Die Fälle von Abrechnungsbetrug werden immer häufiger. Es ist noch zu früh genaue Angaben zu Zahlen zu veröffentlichen beziehungsweise über Entwicklungen zu sprechen, jedoch kommt es alleine bei der Techniker Krankenkasse, der TKK, täglich zu vier Hinweisen auf falsche Abrechnungen. Knapp 50 Prozent dieser Hinweise stellen sich in der Realität als betrügerische Abrechnungen heraus. Der Abteilungsleiter zur Ermittlung von Betrugsfällen in der TKK, Frank Keller, sieht dieser Entwicklung sehr realistisch entgegen. Er hält das Thema für sehr schwerwiegend und ist der Ansicht, dass die Bedeutung sich noch steigern wird.
Von den Abrechnungsbetrügereien betreffen nicht nur die gesetzlichen sondern auch die privaten Krankenversicherungen. Diese Missstände führten bei der PKV inzwischen dazu, dass ein vielschichtiges System aus qualitäts- sichernden Maßnahmen nach und nach geschaffen worden ist. Dazu kann unter anderen die ausführliche Schulung der Mitarbeiter gezählt werden. Seit bereits vier Jahren benutzt die private Krankenversicherung der Allianz, die APKV, ein System, das sich lediglich mit diesen Delikten beschäftigt. Der APKV- Mitarbeiter, Ernst Kammer, musste alleine über 1000 Fälle im letzten Jahr kontrollieren. Davon wurden zwei Drittel als Betrug identifiziert und der Schaden hatte eine Höhe von etwa 1,8 Millionen EURO. Mithilfe eines sehr gut funktionierenden Deliktmanagement sind 70 Prozent der Schadenssumme zurückgeholt worden.
Neues Konzept bei Allianz Leben
März 25, 2009
Im Jahre 1922 wurde die Allianz Leben als Tochtergesellschaft der Allianz Deutschland- AG gegründet. Innerhalb der Firma steht Allianz Leben für das nationale und internationale Kompetenzzentrum der privaten und betrieblichen Altersversorgung.
Allianz Leben hat in ihrer Angebotspalette das vollständige Spektrum an privaten Vorsorgemöglichkeiten, wozu Lebens- und Rentenversicherung, Hinterbliebenen-, Berufsunfähigkeits- und Pflegevorsorge als auch fondsgebundene Rentenversicherungen gehören. Vor knapp acht Jahren baute Allianz Leben als einer der ersten Anbieter seine Produktangebot um die staatlich geförderte Altersvorsorge, die sogenannte Riester-Rente, aus.
Allianz Leben offeriert als einer der ersten Gesamtanbieter alle traditionellen Durchführungsmöglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung als auch Dienstleistungen für alle Kunden von Unternehmen. Drei Viertel aller DAX-Unternehmen haben die Möglichkeit sich von der Erfahrung der Allianz Leben und dem dazugehörigen Know-how in diesem Sektor zu bereichern. Darüber hinaus ist Allianz Leben ein populärer Partner bei kleinen und mittleren Betrieben und verwaltet viele Versorgungswerke direkt, wie zum Beispiel das Presse-Versorgungswerk und den Pensions-Sicherungs-Verein.
Im Sektor der Baufinanzierungen offeriert Allianz Leben persönlich angepasste Pläne mit laufender Tilgung, die dann mit einer Lebensversicherung oder einem Bausparvertrag gekoppelt werden.
Ein beinahe flächendeckendes Vertriebsnetz mit mehr als 14.000 Vertretern, Banken, Maklern und firmenverbundenen Versicherungsvermittlern bietet die Möglichkeit einer optimalen Beratung und Betreuung der Kunden. Die Zahlen können nur bestätigen, was das Engagement des Unternehmens in seiner Arbeit zeigt: Derzeitig hat die Allianz Leben acht Millionen Kunden mit mehr als zehn Millionen Verträgen, was eindeutig für ein starkes Vertrauen der Kunden in das Know-how und den Einsatz belegt.
Seit dem 1. Januar diesen Jahres gibt es bei der Allianz Lebensversicherungs- AG, Allianz Leben, ein neues Garantiekonzept für ihre fondsgebundenen Versicherungs-Produkte. Basis des Konzeptes Invest alpha- Balance ist ein optimiertes Verbindung von Fondsanlage und Sicherungskapital der Allianz Leben. Sollte die fondsgebundenen Rentenversicherung ablaufen, ist die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge sicher. Darüber hinaus garantiert die Mindestrente dem Kunden eine hohe Planungssicherheit.
Besonders wichtig sind solche garantierten Mindestrenten in Zeiten, in denen die Bürger sowieso eher beunruhigt sind. So bietet die Allianz einen entscheidenden Vorteil für ihre Kunden, wie Michael Hessling, Vorstand Allianz Leben, in einem Interview verrät. er ist verantwortlich für Firmenkunden und den Maklervertrieb.
Die Kunden der Allianz Leben können mithilfe einer Fondsanlage an den Entwicklungen der Kapitalmärkte partizipieren. Dabei haben sie die Wahl sich zwischen mehr als 50 Fonds renommierter Kapitalanlage-Gesellschaften zu entscheiden und können danach auch wieder jederzeit kostenlos und unbegrenzt wechseln. Es gibt einen sogenannten Fondsmix, bei dem bis zu zehn verschiedene Fonds individuell miteinander kombiniert werden können.
Besonderes hervorzuheben sollte hierbei, dass die Allianz Leben viel Wert das richtige Chance-Risiko-Profil legt. Aussagen Markus Faulhabers, Vorstand Allianz Leben, zufolge möchte die Allianz eine optimale Balance zwischen Risiko und Rendite erreichen. Faulhuber ist verantwortlich für Privatkunden, Produkte und Controlling.
Durch Invest alpha-Balance kann ein großes Problem gut behoben werden: Es wird versucht die Schwächen bekannter CPPI- Konzepte, das sind Constant Proportion Portfolio Insurance, zu umgehen. Bei einem CPPI- Konzept zur Garantiesicherung kommt es zu prozyklischen Umschichtungen von der Fondsanlage in das Sicherungskapital. Nachteil vieler CPPI- Garantiekonzepte ist es also, die zwar anfänglich vielfach zu 100 Prozent in Aktienfonds investiert sind, dann aber häufig prozyklisch in festverzinsliche Anlagen umschichten müssen. Denn dies birgt die Gefahr, Aktienfonds zum falschen Zeitpunkt, nämlich zu niedrigen Kursen, verkaufen zu müssen. Auch werden typischerweise Fonds bei geringeren Kursen verkauft und bei hohen Kursen gekauft, das als buy high – sell low Prinzip bekannt ist. Jedoch kann es durch regelmäßige und prozyklische Umschichtungen dazu kommen, dass das Anlageergebnis negativ beeinflusst wird, so dass oft nicht einmal ein Inflationsausgleich geschafft wird und Kunden einen Realverlust haben.
Diesem soll jetzt mit dem neuen Konzept entgegen gewirkt werden. Bei Invest alpha-Balance findet eine umsichtige Verteilung des Kapitals zwischen Fonds und Sicherungskapital statt. Geachtet wird dabei immer darauf, dass es nicht zu häufigem Umschichten kommt. Invest alpha-Balance bedient sich der sicheren und renditestarken Kapitalanlage im Sicherungsvermögen von Allianz Leben. Nach versicherungsmathematischen Grundsätzen kontrolliert Allianz Leben jeden Tag die vertragsindividuelle Aufteilung der Gesamtanlage.
Bei stark fallenden Märkten kann durch die Umschichtungen eine wichtige Absicherung erreicht werden. Aus diesem Grunde offeriert das Produkt interessante Renditechancen bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Dieses neue Konzept wird bei allen fondsgebundenen Produkten mit Garantie im gesamten Produktportfolio verwendet- von der Basis- und Privatrente über die betriebliche Altersversorgung bis hin zur Riesterrente.
Auch Markus Faulhaber bestätigt noch einmal, dass es sich bei Invest alpha-Balance um ein neues Garantiekonzept, das in allen Vorsorgeschichten bei fondsbasierten Produkten mit Garantie eingesetzt werden wird, handelt. Invest alpha-Balance fußt auf einem intelligenten Absicherungskonzept mit einem ausgewogenen Chance-Risiko-Profil. Das bedeutet, dass ein Teil des Kapitals in Fonds eingeht, die der Kunde frei wählen kann, der andere Teil in das renditestarke Sicherungskapital von Allianz Leben. Durch die tägliche Überprüfung der Verteilung zwischen den beiden Töpfen jedes Kunden ist es möglich diese gegebenenfalls angepasst werden. Neben der Beitragsgarantie ist schon zu Vertragsbeginn eine garantierte Mindestrente sicher, so dass die Kunden auch in unsicheren Zeiten hohe Planungssicherheit haben. Auch preislich ist dieses neue Produkt durchaus erstrebenswert. Alle Kunden bekommen eine präzise Aufschlüsselung der berechneten Kostenbestandteile für den jeweiligen Vertrag. Entscheidender ist allerdings die Performance und dass die beiden Anlagekomponenten gut miteinander harmonieren.
Bei Invest alpha-Balance ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoher Renditen etwas niedriger, jedoch ist die Gefahr von Renditen unter zwei Prozent und eines Realverlustes ebenfalls sehr gering. Diesen Unterschied wird sichtbar, wenn die Chance-Risiko-Profile der beiden Konzepte miteinander verglichen werden.
Ski fahren, rodeln oder mit dem Snowboard
März 24, 2009
Winterurlauber- oder Sportler sollten niemals ohne private Haftpflicht- und Unfallversicherung in den Urlaub fahren. Ein Armbruch reicht aus, um in finanzielle Nöte zu kommen, denn schnell kann so ein Bruch mehrere Tausend Euro kosten. Stößt ein nicht versicherter Wintersportler schuldhaft mit einer anderen Person zusammen, so muss er für die gesamten Kosten, die sich aus dem Unfall ergeben, aus eigener Tasche zahlen.
Die Privathaftpflicht ist grundsätzlich eine der wichtigsten Policen, die der Bundesbürger haben sollte. Für Winterurlauber ist die Privathaftpflicht- Versicherung das A und O, denn fast jede Person, haftet für Schäden, die sie selbst verursacht hat. Im schlimmsten Fall mit dem gesamten Vermögen. Erschreckend ist, dass dessen ungeachtet, fast jeder dritte Deutsche keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Bei der privaten Haftpflichtversicherung sollte auf die Deckungssumme geachtet werden. Ebenso ist es durchaus wichtig die Ausfalldeckung eingeschlossen zu haben, denn diese übernimmt anfallenden Kosten (meist ab erst einer bestimmten Höhe), wenn der Verursacher selbst keine Versicherung besitzt. Ohne diesen Einschluss muss man als Geschädigter damit rechnen, einen langen Atem haben zu müssen, bevor Finanzansprüche in Bezug auf den Verursacher geltend gemacht werden können und das Geld tatsächlich auch erlangt werden kann.
Ein Skiunfall kann außerdem zu eigenen Verletzungen oder Behinderungen führen. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung vermag- sollte der Skiunfall zur Invalidität führen- den Wintersportler zu schützen. Winterurlauber, die nicht über einen Berufsunfähigkeitsversicherung verfügen, wird empfohlen sich eine zusätzliche Unfallpolice zuzulegen.
Für Wintersportler, außerhalb Deutschlands ihrem Hobby nachgehen, ist eine private Auslandsreise- Krankenversicherung dringend notwendig. Eine Auslandsreisekrankenversicherung sollten gesetzlich wie auch privat Krankenversicherte haben, denn auch hier kann es im Schadensfall zu einem finanziellen Desaster kommen. Neben den Behandlungskosten und dem Krankentransport nach Hause übernehmen die Versicherungsgesellschaften oft auch die Bergungskosten. Empfehlenswert ist zu überprüfen, ob die Bergungskosten in jedem Fall im Versicherungsschutz enthalten sind.
Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) meint, dass diejenigen, die „viel Geld für den Winterurlaub“ ausgeben, „beim Versicherungsschutz auf keinen Fall knausern“ sollten.
ACHTUNG! Zu viel Alkohol kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Was insbesondere durch die Après- Ski- Aktivitäten problematisch werden kann.
Aber nicht nur der Versicherungsschutz ist für den Winterurlauber wichtig. Sofern der Urlauber sich auf der Piste befindet, hat er sich an Verhaltensregeln zu halten. Der International Skiverband hat sie zusammengestellt. Die Verhaltensregeln, die sogenannten FIS- Regeln, gelten weltweit und bei einem eventuellen Rechtsstreit werden diese Regeln auch zur Entscheidungsgrundlage als Hilfestellung herangezogen. Zu den FIS- Regeln für Skifahrer und Snowboarder gehört unter anderem Folgendes:
Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder. Jeder Skifahrer (*) muss sich stets so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt
Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
Wahl der Fahrspur. Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
Überholen. Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
Einfahren und Anfahren und hangaufwärts Fahren. Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
Anhalten. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
Aufstieg und Abstieg. Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
Beachten der Zeichen. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
Hilfeleistung. Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
Ausweispflicht. Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.
Der International Skiverband hat ebenfalls für andere Bereiche solche FIS- Regeln erstellt. So gibt es FIS- Regeln für den Skilanglauf und die Umwelt. Der DSV, der Deutscher Skiverband e.V., hat darüber hinaus die zehn DSV Gesundheitsregeln für Skifahrer aufgestellt. Ebenso gibt der DSV Tipps zum Verhalten gegenüber Pistenraupen, für Schleppliftfahrer und für Sesselliftfahrer. Unter http://www.ski-online.de/ kann sich der interessierte Wintersportler über diese und viele weiteren Themen gründlich informieren.
Pflicht zur Mitgliedschaft in der Krankenversicherung in Deutschland
März 23, 2009
Seit Anfang dieses Jahres besteht im Rahmen der Gesundheitsreform für alle diejenigen, die weder in einer privaten Krankenkasse noch in einer gesetzlichen sind, zumindest die Pflicht sich zur gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern. Bislang hatten von über 82 Millionen deutschen Bundesbürgern ungefähr 100.000 Menschen in Deutschland keine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Sie müssen bis Ende Januar einen Mindest-Versicherungsschutz abschließen, sollten sie dies nicht tun, kann es dazu kommen, dass Nachzahlungen der Beiträge verlangt und Strafen verhängt werden. Jeden Monat, in dem keine Versicherung vorhanden ist, wird ein Monatsbeitrag Strafe fällig. Ab einer bestimmten Anzahl Monate für jeden Monat ein sechstel des monatlichen Beitrages. Sollten keine exakten Angaben zur Dauer der Nichtversicherung bestimmt sein, wird eine Dauer von fünf Jahren zugrunde gelegt. Diese Strafzahlungen sind zusätzlich zu den laufenden Beiträgen zu zahlen. Ab dem kommenden Jahr wird aus diesen Gründen ein brancheneinheitlicher Basistarif der privaten Krankenversicherungen, mit den Leistungen, die denen in der gesetzlichen Krankenkasse entsprechen, eingeführt werden. Dieser Tarif wird dann aber auch von Personen genutzt werden können, die schon in einer privaten Versicherung sind. Gesundheitliche Gründen dürfen nicht als Vorwand genutzt werden, gewissen Personen nicht in den Basistarif aufzunehmen, auch ist es zu unterlassen für diese Menschen Zuschläge erheben.
Ziel der allgemeinen Versicherungspflicht in der Krankenversicherung ist es, alle Bürger in Deutschland bei Krankheit schützen zu können. Die Mehrheit der derzeitig Nicht-Versicherten in Deutschland ist früher bei einer privaten Krankenversicherung versichert gewesen und konnte ab einem gewissen Zeitpunkt die fälligen Beiträge nicht mehr bezahlen.
Hohe Versicherungsausgaben 2008 wegen Katastrophen
März 20, 2009
Im vergangenen Jahr waren die Ausgaben der Versicherungen sehr hoch. Die Katastrophenbilanz war durch Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen ziemlich schlecht. Allein 220.000 Menschen mussten im letzten Jahr starben. China und Birma sind dabei die Länder, die am meisten von schweren Katastrophen betroffen gewesen sind. Aus der Bilanz der Münchener Rückversicherung konnte ein Gesamtschaden von ungefähr 200 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet knapp 140 Milliarden Euro entspricht, ermittelt werden, davon waren jedoch lediglich 31,5 Milliarden Euro versichert. Berechnet am finanziellen Schaden ist aus diesem Grunde das Jahr 2008 eines der schlimmsten Katastrophenjahre in der Geschichte, so die Aussagen zur Bilanz des Münchener Versicherungsunternehmens, das selbst Versicherungen absichert.
Die Bilanz zeigt eindeutig, dass das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan, bei dem 70.000 Menschen zu Tode kamen, mit umgerechnet 60 Milliarden Euro die kostenintensivste Naturkatastrophe des letzten Jahres war. Hurrikan Ike war das teuerste Einzelereignis, er richtete in der Karibik Schäden in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar an. Bei dem Tropensturm Nargis in Myanmar mussten 135.000 Menschen ihr Leben lassen, was statistisch die höchste Totenzahl bei einer Katastrophe 2008 war.
Als Konsequenz des Klimawandels ist sich der Vorstand Torsten Jeworrek sicher, dass es in Zukunft immer mehr Wetterextreme geben wird und dadurch auch Naturkatastrophen immer häufiger auftreten werden, ganz besonders der asiatische Kontinent sei gefährdet. Dort geschah auch im letzten Jahr die Mehrheit aller Katastrophen. Nicht nur in Asien, auch in Amerika kommt es vermehrt zu Naturereignissen, die durch ihren Schweregrad in Katastrophen übergehen, so auch in den Küstenregionen der USA, wo in der letzen Zeit mehr und stärkere Hurrikans registriert worden. Zur Folge hatte dies, dass sich die Anzahl der Policen in den zurück liegenden Jahren quasi verdoppelt hat. Europa hat es bisher nicht so schwer getroffen, durch Orkantiefs wie zum Beispiel Emma oder Unwettertiefs wie Hilal sind allerdings auch Schäden in Milliardenhöhe entstanden.
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ist eine große deutsche Rückversicherungsgesellschaft mit Sitz in München, die über die Tochter Ergo auch das Erstversicherungsgeschäft betreibt. Derzeitig ist sie mit geringem Rückstand hinter der Schweizerische Rückversicherungs- Gesellschaft der zweitgrößte Rückversicherer auf der Welt. Die Aktien der Gesellschaft sind an allen deutschen Wertpapierbörsen sowie im elektronischen Xetra- Handel notiert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 25,5 Milliarden Euro, der Konzernjahresumsatz betrug 37,3 Mrd. EUR bei einem Konzerngewinn von 3,937 Mrd. EUR für das Geschäftsjahr 2007.
Die Münchener Rück hat ungefähr 5000 Kunden in allen Versicherungen in circa 160 Ländern. Sie übernimmt Teile des Risikos dieser Versicherungen und berät diese umfangreich im Versicherungsgeschäft. Die Münchener Rück hat nicht nur ihren Stammsitz in München, sondern ist auch mit mehr als 50 Außenstellen vertreten. Rückversichert werden unter anderem Lebens-, Kranken-, Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt-, Transport/Luftfahrt/Raumfahrt, Feuer- und technische Versicherungen.
Lawinen: Wer trägt die Kosten?
März 19, 2009
Durch klimatische Veränderungen ist der Schneefall in den letzten Jahren wesentlich stärker ausgefallen als üblich. Damit steigt auch die Gefahr der Lawinenabgänge. Wer schlussendlich die Kosten bei Beschädigungen zu tragen hat, ist nicht immer eindeutig zu sagen. Je nach Fall hat entweder der Hausbesitzer, von dessen Dach sich eine Lawine gelöst hat, oder der Betroffene selbst die Kosten für die Schäden zu übernehmen.
In aller Regel muss der Hausbesitzer die je nach Region unterschiedlichen Pflichten erfüllen, die von der Lage des Hauses, der Neigung des Daches und den jeweiligen Witterungsbedingungen abhängig sind. Sollte diese Pflichten nicht beachtet werden und bringt der Hausbesitzer entgegen der Vorschriften, wie zum Beispiel das Nicht- Anbringen eines Schneefanggitters an seinem Dach, muss er im Schadensfall haften.
Gemäß der aktuellen Rechtssprechung ist ein Hausbesitzer, der allen baulichen Vorschriften befolgt hat, nicht haftbar zu machen, sogar dann, wenn es zu einem besonders starken Schneefall und dadurch zu einem erhöhten Risiko kommen sollte. Sollte es zu so einem Fall kommen, sind es die Verkehrsteilnehmer, die sich an die extreme Wetterlage anzupassen haben. Die einzige Ausnahme würde dabei der Fall darstellen, wenn bei einem Neigungswinkel des Daches von über 38 Grad an einer belebten Verkehrsstraße und besonders starkem Schneefall dem Hausbesitzer unterstellt werden könnte, er hätte nicht genügend Maßnahmen durchgeführt hat, um das Risiko zu verkleinern.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, dem Betroffenen für mitschuldig zu erklären. Im Einzelfall kann das dazu führen, dass die Versicherung den Schaden nicht trägt. Wichtig ist, dass die Gefahr von dem Betroffenen eindeutig erkennbar gewesen sein musste, was zum Beispiel im Dunkeln nicht der Fall wäre.
Notwendigkeit von Rauchmeldern
März 18, 2009
In Deutschland sterben jedes Jahr bei Bränden ungefähr 800 Menschen. Zu der Mehrheit der Brände kommt es in Privathaushalten. Grund für die knapp 200.000 Brände im Jahr ist jedoch nicht nur die Fahrlässigkeit, wie sehr häufig angenommen. Sehr oft lösen technische Defekte auch derartige Brände aus. Brände, die regelmäßig verheerende Folgen haben können, wenn sie nicht rechtzeitig bemerkt werden. Besonders in der Winterzeit kommt es vermehrt zu Bränden in Wohnungen, was unter anderem an dem beliebten aber doch gefährlichen Gebrauch von Kerzen liegt.
Aus diesem Grunde ist die Anschaffung eines Rauchmelders unabdingbar, schließlich haben Versicherungen auch das Recht ihre Leistungen in der Hausrat- und Wohngebäudepolice zu kürzen, wenn ein Rauchmelder nicht in der Wohnung angebracht worden war. Bis zum heutigen Tage ist es unter anderem in Rheinland- Pfalz Pflicht in neu erbauten Gebäuden Rauchmelder anzubringen und zu warten, wie aus Aussagen des Bund der Versicherten hervorgeht.
In Hamburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Saarland und auch in Schleswig- Holstein ist diese Pflicht ebenfalls eingeführt worden. Jedoch wird vermutet, dass weitere Bundesländer in der kommenden Zeit diesem Vorbild folgen werden. Bei älteren Wohnungen kann dann davon ausgegangen werden, dass sie eine Übergangsfrist zur Installierung erhalten. Wenn diese Pflicht dann von zum Beispiel den in Kenntnis gesetzten Wohnungsmietern ignoriert wir, handelt es sich dabei um grobe Fährlässigkeit, was rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Zudem hat die Versicherung dann die Möglichkeit ihre Leistung zu verringern, da ein Rauchmelder wohlmöglich die Größe des Schadens oder auch den Schaden selbst verhindern hätte können.
Wohnungseigentümer und Vermieter sollten in jedem Fall einen Rauchmelder im Flur, der als Rettungsweg dienen sollte, in Schlaf- und Kinderzimmern einbauen lassen, ging aus einer Erklärung des Versichertenbundes hervor. Im Schlaf ist es üblich, dass sich der Geruchssinn des Menschen abschaltet, sodass die Gefährdung durch einen Wohnungsbrand insbesondere während der Nachruhe stark erhöht ist. Erst wenn sie dort Geräte installiert hätten, wären sie „auf der sicherer Seite“.
Beim Kauf eines Rauchmelders muss unbedingt auf die Qualität des Gerätes geachtet werden. Als Laie ist es natürlich schwierig, die richtigen Kriterien herauszufinden. Folgende Punkte sind besonders wichtig: Es sollte nur ein Hiemrauchmelder gekauft werden, der ein CE- Zeichen und eine Prüfnummer mit der Angabe „EN 14604“ trägt.
Der Kunde muss in Hinblick darauf jedoch wissen, dass dieses CE- Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Wenn er darüber hinaus sicher sein möchte, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte unterliegt, sollten beim Anschaffen auf das VdS- Prüfzeichen geachtet werden. Vds ist bislang das einzige Prüfinstitut, das die Qualitätsstandards von Rauchmeldern durch wiederkehrende Kontrollen am Markt in Deutschland aktuell prüft. Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, wird vom Forum Brandrauchprävention der Rat gegeben, Rauchmelder zu installieren, die über eine Batterie mit einer Lebensdauer von zehn Jahren besitzen. Ein ordnungsgemäßer Rauchmelder ist im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen zu erhalten. Dort kann der Kunde neben den Qualitätsprodukten auch eine kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern bekommen.
Baugeld als sichere Anlage in Zeiten der Finanzkrise?
März 17, 2009
In den letzten Jahren wurde es immer mehr alltäglich, dass diejenigen, die einen Kredit wollten, aber wenig Eigenkapital besaßen, von ihrer auserwählten Bank dann im Fall einer Finanzierung eine 100-Prozent-Finanzierung vorgeschlagen bekamen. Fraglich ist heutzutage allerdings, was nun genau passiert, wenn das Haus weniger wert ist und der Finanzierer bereits nicht mehr existiert. Der Experte, René Quaß vom Berliner Hypothekenmakler „Baugeldbörse“ gab vor kurzem umfangreiche Informationen zu diesem aktuell sehr schwierigen Thema.
In einem Beispiel hatte der Kunde eine 110- Prozent- Finanzierung in einer Höhe von 240.000 EURO für ein Eigenheim in Brandenburg über eine Auslandsbank abgeschlossen. Die Finanzierung sollte innerhalb von fünf Jahren getilgt werden und zwar bis 2009. Nun müsste der Kreditnehmer den Kredit verlängern, jedoch ist dies unmöglich, da das Kreditinstitut keine Baukredite mehr anbietet. Die Restschuld von 20.000 EURO könnte der Kreditnehmer begleichen, aber das Haus sehr viel an Wert verloren. Wenn die Auslandsbank keine Kreditverlängerung mehr gewährt mangels Existenz, so ist in aller Regel davon auszugehen, dass die Kreditforderungen des Kreditnehmers an eine andere Bank verkauft worden sind. Das eigene Schufa- Profil ist dann für den Fortgang des Prozederes entscheidend. Schließlich ist für den neuen Kreditgeber dieser Kredit kein Anschlusskredit, sondern ein Neukundenfall, wobei auch Bonität und Lebensumstände sehr wichtige Kriterien darstellen.
Ein anderer Fall, der von Kreditinstituten häufig als problematisch angesehen wird, ist ein vermehrter Ort- und Arbeitswechsel. Auch hier ist die eigene Situation wieder entscheidend, doch wenn beispielsweise die Bank in der letzten Zeit häufiger Probleme mit Berufseinsteigern einer bestimmten Branche hatte, kann sie sich aus diesem Grunde auch gegen zukünftige Kunden mit ähnlichem Interesse aus einem ähnlichen Arbeitssektor wenden. Sollte jedoch der Wunsch eines Hauskaufs bestehen, ist es auch für die Bank eindeutig, dass das Risiko „häufiger Umzug“ wohl ausscheidet. Als Beispiel hierfür könnte ein gut situierter Straßenbau- Experte gesehen werden, der bei Projekten an mehreren Standorten zehn Jahre lang gut verdient, sich allerdings alle zwei Jahre ummelden muss und vielleicht auch bei einer anderen Bank ein Girokonto eröffnet. Er erhielte ein schlechtes „Schufa- Scoring“. Die Schufa analysiert und bewertet Kunden mit Risikogruppen vom Buchstaben A bis M.
Kommt es nun dazu, dass eine Bank Kunden mit dem Buchstaben L oder höher keine Kredite mehr gewähren möchte, wäre dies erst einmal durchsetzbar, aber für die Kunden problematisch.
Wenn eine Immobilie mit einer 110- Prozent- Finanzierung gekauft worden ist, muss der Schufa- Eintrag nicht zwingend negativ sein. Nichts desto trotz ist es empfehlenswert, einen Baufinanzierer zu suchen, der eine mehr als 100 Prozent betragende Finanzierung aktuell noch annimmt. Viele Kreditinstitute akzeptieren Finanzierungen nur noch bis zu einer Höhe von maximal 80 Prozent des Beleihungswertes. Dieser Wert muss auch für Versicherungen herangezogen werden, die ihren Kunden Immobilienkredite offerieren. Der Beleihungswert ist sehr wichtig, da die nächste Bank das Haus des Kunden wieder neu bewertet, so als ob es gerade erst gekauft worden ist.
Unter dem Beleihungswert eines Grundstücks, was auch darauf errichtete Bauwerke mit einschließen würde, wird der Wert verstanden, von dem mit hoher Sicherheit erwartet werden kann, dass er sich langfristig zu jedem beliebigen Zeitpunkt realisieren lässt. Regelmäßig wird dies also als die Obergrenze gesehen, bis zu der ein Objekt mit Hypotheken belastet werden kann.
Während der Verkehrswert beziehungsweise der Marktwert den derzeitigen, am Markt unter normalen Umständen erzielbaren Preis eines Objektes beschreibt, informiert der Beleihungswert über den Wert des Objektes aus Sicht eines Kreditinstituts, das dieses Objekt über einen Zeitraum von zehn bis 20 Jahren zu finanzieren hat. In diesem Zeitraum darf der vom Stichtag abhängende Marktwert nicht unter den zuvor berechneten Beleihungswert fallen. Dieser stellt aus diesem Grunde gewissermaßen einen gedämpften Marktwert dar.
Auch Kunden, die ihre Raten beispielweise immer ordentlich bezahlt hatten, können von der neuen Bank keine bevorzugte Behandlung erwarten. Wenn ordentlich getilgt worden ist, geht der Kredit zu gleichen Konditionen weiter. Ist jedoch nicht gezahlt worden, so findet auch keine Kreditverlängerung durch die Bank statt.
Zu dem Begriff Baugeld gehören neben Annuitätsdarlehen, auch Bauspardarlehen und Lebensversicherungen. Immobilienfinanzierungen werden regelmäßig durch Baugeld finanziert. Sehr oft werden die sogenannten Annuitätsdarlehen genutzt, die durch Ratenzahlungen in konstanter Höhe charakterisiert werden. Während die Rate über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt, wechselt beim Annuitätsdarlehen das Verhältnis zwischen Zinstilgung und Kredittilgung in regelmäßigen Abständen.
Als Alternative dazu gibt es die sogenannten Bauspardarlehen, die sich in Ansparphase und Darlehensphase aufgeteilt werden. In der Ansparphase wird der Eigenkapitalanteil durch Ratenzahlungen in fest vereinbarter Höhe und durch Sonderzahlungen abgesichert. In der Darlehensphase greift dann das eigentliche Darlehen und die Finanzierung wird vervollständigt.
Bauspardarlehen als klassisches Baugeld sind insbesondere durch ihre langen Laufzeiten zur Erbringung des Eigenkapitalanteils bestimmt, schließlich wird die anschließende Finanzierung durch ein Darlehen schon bei Vertragsabschluss beschlossen.
Lebensversicherungen, die nach Ablauf des vertraglich vereinbarten Versicherungszeitraumes in einer Summe ausgezahlt werden und zur Immobilienfinanzierung eingesetzt werden können, werden als alternatives Baugeld immer unwichtiger, Grund dafür ist, dass es wesentlich lukrativere Sparmodelle auf dem heutigen Markt gibt. Finanzierungsmodelle für Immobilien werden als Baugeld von allen Baufinanzierungsanbietern in Deutschland offeriert. Diese Baufinanzierungsanbieter sind oft als Sondergeschäftszweig der öffentlich-rechtlichen, genossenschaftlichen und privaten Kreditinstitute anerkannt. Das Baugeld kann demzufolge nicht nur durch den Baufinanzierungsanbieter der Hausbank, sondern auch durch einen anderen Anbieter gestellt werden. Die Offerten und Bedingungen der Baufinanzierungsanbieter zu den diversen Baugeld- Formen sind abwechslungsreich. Daher ist es sehr empfehlenswert bei der Suche nach der am besten geeigneten Finanzierung die Angebote gründlich miteinander zu vergleichen.
Ein derartiger Vergleich ist sehr hilfreich, um herauszufinden, welche die bestmöglichen Konditionen für das Annuitätsdarlehen oder Bauspardarlehen sind. Außerdem kann es auch dazu kommen, dass sich Vergünstigungen bei der Tilgung des Baukredites, wie zum Beispiel bei langfristigen Immobilienfinanzierungen wie dem Baugeld einen positiven Effekt auf die Liquidität des jeweiligen Haushaltes haben. Die unterschiedlichen Baugeld- Arten sind auf die Finanzierung von Immobilien fokussiert. Es gibt auch die Möglichkeit, sie vertraglich an die individuellen Lebens- und Finanzsituationen des Kreditnehmers anzupassen.
In Zeiten der Finanzkrise ist es aber vor allem ratsam, sich nicht von bankrott gehenden Kreditinstituten irritieren lassen. Für den Kunden werden in aller Regel alternative Lösungen erstellt.
