Kaum Rendite mit Tagesgeld

Februar 27, 2009

Wer aktuell auf Nummer sicher gehen und sein Geld in Tagesgeldanlagen investieren möchte, muss schnell sein: Im Moment pendeln sich die Zinsen dafür bei etwa drei Prozent ein – kein Vergleich zu den fünf bis sechs Prozent des Vorjahres. Die wenigen noch guten Angebote werden nicht mehr lange erhältlich sein, schon jetzt sinken die Zinsen weiter: So fallen die Tagesgeld-Zinsen bei der Norisbank, die mit ihrem Top3-Tagesgeld immer unter den Top drei der größten deutschen Anbieter liegen möchte, seit heute von 3,25 Prozent auf mäßige 3,0 Prozent. Immerhin ein Lichtblick: Die Inflationsrate liegt nun nicht mehr bei zwei Prozent, sondern sank im Januar 2009 auf 0,9 Prozent. Trotzdem: Durchschnittlich zwei Prozent Rendite sind im Vergleich zu den letzten Jahren kaum der Rede wert.

Wer nach einer höheren Rendite im Tagesgeld-Bereich sucht, muss sich momentan eher im Ausland umschauen: Banken wie die Bank of Scotland (nicht zu verwechseln mit der Royal Bank of Scotland!) oder die niederländische NICB bieten noch vergleichsweise hohe Zinssätze, die Einlagen sind durch Staatsgarantien gesichert. Etwas Glück hat man zuweilen auch, wenn man nach Sonderaktionen in Deutschland Ausschau hält: So bietet die Dresdner Bank in Kooperation mit Weltbild noch bis 31.März ein Tagesgeldkonto mit sagenhaften 6 Prozent Zinsen für bis zu 6.000 Euro Guthaben an. Einzige Voraussetzung: Der Antragsteller muss Weltbild-Kunde sein und seine Kundennummer bei der Kontoeröffnung angeben.

Abwrackprämie beschert Rabatte bei Kfz-Versicherung

Februar 26, 2009

Dass die Abwrackprämie zu so manchem Rabatt beim Autokauf führt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Aber wussten Sie schon, dass Sie damit auch in puncto Steuer und Versicherung sparen können?

Wer seinen alten Wagen verschrotten lässt und sich einen umweltfreundlicheren Neuwagen zulegt, erfüllt damit meist automatisch eine höhere Euro-Norm als zuvor, in der Regel die Euro4-Norm. Damit einher geht die Kfz-Steuer: Auch wenn die Reform der Kfz-Steuer momentan stagniert, der Neuwagen wird mit Sicherheit niedriger besteuert als die alte Dreckschleuder.

Aber auch bei der Kfz-Versicherung lässt sich dank der Abwrackprämie sparen – und das gleich in mehrfacher Hinsicht! Zum einen bedeutet die Anschaffung eines Neuwagens immer, dass man die Kfz-Versicherung wechseln kann. Ein Kfz-Versicherungsvergleich hilft dabei, das günstigste Angebot zu identifizieren. Zudem profitiert man von der Verschrottung des alten Gefährts insofern, dass die alte Kfz-Versicherung mit der Verschrottung und Abmeldung erlischt – bereits gezahlte Versicherungsprämien werden anteilig zurückerstattet.

Zum anderen locken die Versicherungen aktuell mit einigen neuen Rabatten: So wird die Kfz-Versicherung häufig günstiger durch Neuwagenrabatte oder Rabatte für umweltfreundliche Autos, gesehen beispielsweise bei DEVK oder HUK Coburg. Der Direktversicherer Direct Line koppelt einen Rabatt direkt an die Abwrackprämie: Wer mit dem Versicherungsantrag eine Kopie der Bewilligung der Prämie einreicht, bekommt einmalig ganze zwei Monatsbeiträge erlassen – egal für welchen Tarif, ohne Einschränkung der Versicherungsleistung.

Trotz aller Rabatte sollten Neuwagenbesitzer aber trotzdem nicht vergessen, die Tarife der unterschiedlichen Anbieter miteinander zu vergleichen. Nur so ist es möglich, den wirklich günstigsten Tarif zu finden.

Treueaktion bei der Ethikbank

Februar 25, 2009

Die Ethikbank, bisher eher für Öko- und Mikrokredite bekannt, bietet ihren Kunden aktuell eine Treueaktion: Für Bestandskunden, die sich bis zum 31. März dazu entscheiden, auch ihr Girokonto bei der Ethikbank zu führen, fällt bis zum 31.Dezember diesen Jahres eine verringerte Kontoführungsgebühr in Höhe von 2 Euro monatlich an. Danach beträgt die Kontoführungsgebühr wie für Neukunden 5 Euro im Monat. Ein Sonderpreis gilt für junge Kontoinhaber zwischen dem 18. und dem vollendeten 23. Lebensjahr: Sie zahlen ebenfalls nur 2 Euro Kontoführungsgebühr.

Das Onlinekonto der Ethikbank enthält neben kostenlosem Bargeldbezug an Automaten der Volksbanken-Raiffeisenbanken u.a. auch eine kostenlose BankCard und eine kostenfreie MasterCard. Nur wenn der Kreditkartenumsatz unter 4.000 Euro im Jahr liegt, wird eine Jahresgebühr in Höhe von 20 Euro für die MasterCard fällig. Der Dispositionskredit, der bei entsprechender Bonität nach Absprache eingeräumt wird, schlägt mit 8,5 Prozent zu Buche. Der Antrag zur Kontoeröffnung steht auf der Webseite der Ethikbank zum Download bereit, kann aber auch per Post zugesandt werden.

Die Ethikbank ist nach eigenen Angaben eine Direktbank für ethische und ökologische Bankprodukte. Sie investiert in Mensch und Natur, vergibt aber auch Förderprodukte und Darlehen, wenngleich nach strengen Kriterien. Neu zur Produktpalette hinzu kam kürzlich der ÖkoBaukredit, der mit einem KfW-Förderdarlehen kombiniert werden kann und durch Schnelligkeit, Flexibilität und Transparenz besticht.

Bürgerentlastungsgesetz und was dahinter steckt

Februar 24, 2009

Bereits am 18. Februar 2009 hat die Bundesregierung den Entwurf zum Bürgerentlastungsgesetz beschlossen – doch was steckt hinter diesem Gesetz, dass laut des Bundesministeriums der Finanzen immerhin dazu beitragen soll, dass die Bürger um 9,3 Mrd. Euro jährlich entlastet werden?

Das Bürgerentlastungsgesetz soll darauf hinwirken, dass ab dem 01. Januar 2010 Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich besser abgesetzt werden können. Von der Entlastung sollen sowohl Personen profitieren, die gesetzlich kranken- und pflegeversichert sind als auch solche, die privat versichert sind. Dabei werden laut des Bundesministeriums der Finanzen Aufwendungen auf sozialhilferechtlich gewährleistetem Leistungsniveau berücksichtigt. Dies bedeutet auch, dass Extraausgaben für eine gesonderte Behandlung von der Entlastung ausgenommen sind. Privatversicherte können somit nicht die Ausgaben für zum Beispiel eine Chefarztbehandlung absetzen, da dieses Extra nicht existenznotwendig ist. Als Sonderausgaben abzugsfähig werden aber auch die notwendigen Beiträge sein, die für Kinder, Ehepartner und eingetragene Lebenspartner aufgewendet werden müssen.

Der Entwurf des Bürgerentlastungsgesetzes wurde deshalb ausgearbeitet, da das Bundesverfassungsgericht vor rund einem Jahr in puncto Privatversicherte geurteilt hatte, dass Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als verpflichtende Ausgaben nicht besteuert werden dürfen. Die Bundesregierung entschied sich daraufhin, die neuen Regelungen auch auf gesetzlich Versicherte auszuwenden, um eine Gleichbehandlung der beiden Versichertengruppen zu erreichen.

Abwrackprämie nicht für alle

Februar 23, 2009

In den letzten Tagen ging es durch die Presselandschaft: Die Lausitzer Rundschau, die Frankfurter Rundschau, Spiegel-Online, das Hamburger Abendblatt und viele andere Presseorgane berichteten darüber, dass von der neu eingeführten Abwrackprämie wohl nicht alle Deutschen gleichermaßen profitieren können. Personen, die Hartz IV empfangen, müssen sich laut der Berichte offenbar auf Probleme einstellen, wenn sie ihr altes Auto verschrotten lassen, sich einen Neuwagen anschaffen und im Gegenzug die Prämie in Höhe von 2.500 Euro einstreichen wollen. Die Prämie könne nämlich als Einnahme betrachtet und somit auf die Grundsicherung angerechnet werden – so berichteten die verschiedenen Presseorgane, unter anderem die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf eine Aussage eines Sprechers des Bundesarbeitsministeriums. So ist insgesamt betrachtet zu vermuten, dass die Prämie im Falle von Hartz IV-Empfängern quasi zu einem Nullsummenspiel wird.

Die Abwrackprämie wurde erst kürzlich im Rahmen des Konjunkturpaketes II eingeführt und soll dazu dienen, die krisengeschüttelte Automobilindustrie zu unterstützen. Das Regelwerk zur Abwrackprämie sieht vor, dass die Prämie nur dann bewilligt wird, wenn das zu verschrottende Auto mindestens neun Jahre alt ist und im Gegenzug ein Neu- oder Jahreswagen gekauft wird. Dass nun offenbar Hartz IV-Empfänger nicht von der außergewöhnlichen Prämie profitieren können, stößt wie der Presse zu entnehmen war unter anderem bei der Linkspartei auf heftige Kritik.

Kaupthing Kunden warten weiter

Februar 11, 2009

Deutsche Kunden der isländischen Bank Kaupthing warten weiter auf die Auszahlung ihrer Einlagen. Zu Verwirrung und Entrüstung kam es gestern als der isländische Präsident Olafur Grímsson laut Financial Times Deutschland andeutete, die deutschen Sparer sollten sich angesichts der dramatischen finanziellen Lage Islands keine Hoffnungen auf die Auszahlungen ihrer Spareinlagen machen. Deutsche und isländische Politiker, aber auch die Kaupthing Bank und ihr Insolvenzverwalter versuchen nun, die Stimmung zu beruhigen: Nach wie vor gelte, dass die Kaupthing wie bereits in der vergangenen Woche auf einer Gläubigerversammlung versprochen ihren Verbindlichkeiten nachkommen werde. Die Auszahlung sei, so ein Kaupthing-Sprecher, nur noch eine Frage von Wochen. Allerdings müsse damit gerechnet werden, dass die Anleger vorerst in Teilen ausgezahlt würden.

Ein Grund für die verzögerte Auszahlung der Einlagen der deutschen Sparer ist offenbar, dass sie nicht direkt über die Kaupthing Bank sondern stattdessen über die isländische Einlagensicherung abgewickelt werden sollte. Leider war die im November letzten Jahres jedoch nicht ausreichend hoch gedeckt, sodass das deutsche Finanzministerium einen Kredit über 308 Millionen Euro gewährte. Nun verzichtet die Kaupthing offenbar auf einen Zugriff auf die Einlagensicherung und will die Einlagen direkt an die deutschen Anleger auszahlen. Aktuell müssen laut Kaupthing-Angaben lediglich noch einige technische Abläufe geklärt werden.