Börse Tokio bricht massiv ein
Oktober 27, 2008
Der japanische Leitindex Nikkei 225 an der Tokioter Börse ist um dramatische 6,36 Prozent gefallen und lag zum Börsenschluss bei 7163 Punkten. Diesen Punktestand hatte die Börse Tokio zuletzt im Jahre 1982 erreicht und ist ein neuer trauriger Rekord auf dem internationalen Börsenparkett. Die Finanzkrise und schlechte Aussichten für die japanische Wirtschaft waren die Auslöser des regelrechten Zusammenbruchs. Nach einem Bericht von Spiegel Online (27.10.2008) fielen die Aktienkurse der größten Banken des Landes um bis zu 15 Prozent. Die Anlegern verkauften ihre Aktien aus Furcht vor dem Kapitalbedarf der Bankhäuser. Der Mitsubishi UFJ-Finanzkonzern ist der größte Kreditgeber Japans und kündigte eine Kapitalerhöhung von 9 Milliarden Euro an.
Die zweit-, und drittgrößten Banken Mizuho und Sumitomo Mitsui haben einen Kapitalbedarf von je etwa 4,3 Milliarden Euro angekündigt. Die japanische Regierung möchte die Märkte nun mit einem milliardenschweren Stabilisierungspaket wieder ins ruhige Fahrwasser führen. Im Rahmen dieses Stabilisierungspakets sollen angeschlagene Banken rekapitalisiert werden aber die staatliche Unterstützung soll dabei auf 84 Milliarden Euro je Bankhaus begrenzt bleiben. Außerdem sollen die Regeln bei Leerverkäufen von Aktien verschärft werden, denn diese sollen zumindest teilweise für die dramatischen Kurseinbrüche verantwortlich sein.
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