Biodiesel – müssen Fahrer von Dieselfahrzeugen besorgt sein?

April 21, 2008

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten Dieselfahrzeuge einen vergleichsweise schlechten Ruf. Sie galten als vergleichsweise unsportlich und wurden deshalb nur von wenigen Privatpersonen gekauft. Es waren in erster Linie Unternehmen, die sich für den Kauf von Dieselfahrzeugen entschieden haben, um ihre Kosten senken zu können – immerhin ist Diesel seit jeher der günstigere Kraftstoff.

Aufgrund der steigenden Kraftstoffpreise konnten sich mit der Zeit zunehmend mehr Autofahrer für die Dieselfahrzeuge begeistern: Einst waren sie verpönt, heute beläuft sich ihr Anteil bei den neu zugelassenen Fahrzeugen auf mehr als 40 Prozent. Viele Autofahrer wissen es mittlerweile zu schätzen, beim Tanken günstiger davonzukommen, insbesondere wenn sie vergleichsweise viele Kilometer zurücklegen.

Dementsprechend sind nun vergleichsweise viele Autofahrer betroffen, wenn es um das Thema Biodiesel geht. Bisher wurden dem konventionellen Dieselkraftstoff fünf Prozent an Biodiesel zugeführt. Doch schon bald soll der Anteil des Biodiesels von fünf auf sieben Prozent erhöht werden. Dies ist in sofern bedenklich, dass Biodiesel dafür bekannt ist, einige Fahrzeugkomponenten, wie zum Beispiel Schläuche und Dichtungen anzugreifen. Die Folge könnte sein, dass die Fahrzeuge aufgrund des höheren Anteils an Biodiesel Schaden nehmen.

Zahlreiche Automobilclubs, Autohersteller sowie der TÜV warnen die Politik vor der Erhöhung des Biodieselanteils. Ihrer Meinung nach begehen die Politiker einen großen Fehler, weil die heutigen Fahrzeuge nicht für die Nutzung des Kraftstoffs ausgelegt sind. Ob es auch hier zu einer Aussetzung des Vorhabens (wie es bei der Erhöhung des Bioethanolanteils beim Benzin der Fall war) kommen wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

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