Betrug beim Onlinebanking nimmt zu

August 15, 2010

Obwohl sich das Onlinebanking in den vergangenen Jahren ordentlich weiterentwickelt hat und die Banksysteme mehr Sicherheit als je zuvor bieten, gibt es immer mehr Verbraucher, die auf Onlinebetrüger hereinfallen. Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, verweist das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) auf eine drastisch zunehmende Anzahl an Betrugshinweisen. Die Rekordzahl des vergangenen Jahres wurde bereits im ersten Halbjahr 2010 geknackt. Im letzten Jahr wurden von Bankkunden 500 Phishing-Fälle gemeldet, in diesem Jahr bereits 770 Fälle.

Auf den ersten Blick mögen diese Zahlen nicht sehr eindrucksvoll aussehen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass diese Zahlen ausschließlich für das Bundesland Bayern gelten und die Schadenssummen einen stattlichen Wert erreichen. Wie beispielsweise das LKA Sachsen mitteilt, beläuft sich die Summe der registrierten Schäden in Sachsen auf 875.000 Euro.

Wie die Sicherheitsexperten der Landeskriminalämter deutlich machen, gehen die Betrüger immer raffinierter vor. Gefälschte Webseiten, die Bankportale vortäuschen und per Email „beworben“ werden, haben an Bedeutung verloren. Die modernern Phisher arbeiten überwiegend mit Schadsoftware, die direkt auf den Computern der Opfer installiert wird. Diese Programme spähen die User gezielt aus, indem sie Daten wie PIN- und TAN-Nummern abfangen und an die Betrüger weiterleiten. Inzwischen ist die Bedrohung so ernst zu nehmen, dass sich sogar das BKA eingeschaltet und eine Warnung ausgesprochen hat.

Schützen können sich Anwender, indem sie stets sofort Updates ihrer Software-Hersteller installieren und stets mit aktuellen Programmen zur Viren-Abwehr arbeiten. Außerdem gilt es aufmerksam zu sein: Sollte überraschenderweise eine TAN beim Onlinebanking nicht funktionieren, informiert man besser die Bank, um somit die alte TAN-Liste umgehend sperren zu lassen.

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