Ermittlung des Kapitalbedarfs


Erster Schritt bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs ist festzustellen, wie sich die eigenen finanziellen Möglichkeiten gestalten.
Dazu vergleicht man, die monatlichen Einnahmen und Ausgaben, und verschafft sich auf diese Weise einen Überblick, über die mögliche aufzunehmende Kreditsumme.
Zu den Einnahmen zählen vorhandene Nettogehälter und Entlohnungen aus geringfügigen Beschäftigungen und selbständiger Arbeit. Außerdem Kindergeld und/oder Rentenzahlungen.
Dem stehen die laufenden Kosten gegenüber. Ausgaben für Telefon, Miete, Kabelanschluss, Versicherungen, Auto, Kleidung und Freizeit, sind von den Einnahmen abzuziehen.
Auf diese Weise lässt sich errechnen, wieviel Geld für den Traum vom Haus zur Verfügung steht.
Zur weiteren Ermittlung des gesamten Kapitalbedarfs ist es wichtig, alle entstehenden Kosten für den Bau des Hauses mit in die Kalkulation einfließen zu lassen.
Großes Augenmerk gilt da den Baunebenkosten. Wer sich nicht informiert denkt, diese sind wie der Name sagt, ein nebensächlicher Teil der Baukosten. Tatsächlich können diese vermeintlich harmlosen Kosten schnell 40 % des Gesamtbetrages ausmachen.
Was genau sind diese Nebenkosten?
Dazu zählen nicht nur die reinen Errichtungskosten, sondern auch Erschließungskosten. Das heißt, die Kosten, die für den Anschluss an das örtliche Wasser-, Abwasser- und Stromnetz fällig werden.
Weiterhin Notarkosten für die Ausfertigung und Beglaubigung des Kaufvertrages und den Grundbucheintrag. Hinzu kommen Kosten für Maklercourtage und die Grundwerwerbssteuer, und die Kosten für Material und Handwerker.
Da es bei jedem Bauvorhaben zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt, empfiehlt es sich, eine gewisse Summe Geld als Sicherheitsreserve einzuplanen und bereit zu halten.

>>> Umschuldung, Anschlussfinanzierung und Nachfinanzierung