Baufinanzierung ohne Eigenkapital: es drohen hohe Zinsen

Juli 13, 2008

Bereits seit einigen Jahren ist der Trend festzustellen, dass sich zunehmend mehr Immobilienkäufer für den Abschluss einer so genannten Vollfinanzierung entscheiden. Dies bedeutet, dass sie bei der Finanzierung keinerlei Eigenkapital einsetzen, sondern stattdessen das gesamte Vorhaben finanzieren. Es ist vor allem auf den zunehmenden Wettbewerb, der unter den Kreditinstituten herrscht, zurückzuführen, dass diese Form der Baufinanzierung angeboten wird – bis vor ein paar Jahren wäre sie noch undenkbar gewesen.

Nun hat die Stiftung Warentest vor dem Abschluss entsprechender Darlehen gewarnt. Weil die Kreditinstitute bei der Vollfinanzierung ein sehr hohes Risiko eingehen, berechnen sich vergleichsweise hohe Zinsen. Für die Darlehensnehmer bedeutet dies, mit einer immensen Zinsbelastung rechnen zu müssen. Laut Stiftung Warentest sei die finanzielle Belastung oftmals so hoch, dass die Darlehensnehmer mehr als 60 Prozent ihres Einkommens aufbringen müssen, um ihre Darlehen bedienen zu können.

Verhältnismäßig betrachtet, sei dies jedoch viel zu viel Geld – denn oftmals müssten sich die privaten Haushalte enorm finanziell einschränken, um die Darlehensraten überhaupt einbringen zu können. Die Gefahr, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, ist deshalb sehr groß. Deshalb sollte die monatliche Darlehensbelastung nicht mehr als 30 bis 40 Prozent vom verfügbaren Haushaltseinkommen ausmachen – auf diese Weise ist man abgesichert und verfügt über einen höheren finanziellen Spielraum.

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