Bankkunden droht enormer Anstieg der Kontoführungsgebühr

Juni 26, 2010

In den letzten Wochen haben etliche Bankkunden Post von ihren Banken erhalten. Den Inhabern von Girokonten wurde mitgeteilt, dass sie künftig einen deutlich höheren Grundbetrag entrichten müssen. Viele Geldinstitute haben die Entschädigung gefällt, die Kontoführungsgebühren bei einigen Kunden deutlich zu erhöhen.

Betroffen sind Kontoinhaber, die schon einmal mit einer Kontopfändung zu tun hatten oder die angesichts dieser Thematik als gefährdet gelten. Ab dem 1. Juli wird nämlich ein Gesetz in Kraft treten, welches die Banken dazu zwingt, all ihren volljährigen Kunden ein Girokonto zur Verfügung zu stellen, das einen Pfändungsfreibetrag von mindestens 990 Euro aufweist. Für die Banken bedeutet dies in erster Linie, dass ein höherer Aufwand und somit auch höhere Kosten entstehen. Um diese Kosten abzufangen, werden kurzerhand die Gebühren erhöht.

Wie schon erwähnt fallen die Erhöhungen zum Teil sehr deutlich aus. In einem Beitrag von „Focus Online“ berichtet ein Kontoinhaber darüber, dass seine monatliche Kontoführungsgebühr von 2,50 Euro auf 12 Euro erhöht wurde – statt 30 Euro werden fortan 144 Euro an Kontogebühren pro Jahr fällig.

Ob sich die betroffenen Kunden dagegen wehren können, ist derzeit noch schwer zu sagen. Verbraucherschützer haben sich der Thematik bereits angenommen und beraten über Möglichkeiten. Es wäre denkbar, dass Gerichtsverfahren gegen einzelne Banken angestrebt werden. Um die Aussichten, die Kostenerhöhung zu kippen, ist es laut Meinung einiger Experten relativ gut bestellt.

Allerdings können derartige Maßnahmen viel Zeit in Anspruch nehmen, weshalb die Kunden vorerst trotzdem höhere Gebühren zahlen müssen. Da ist es häufig besser, sich gleich nach einer günstigeren Bank umzusehen.

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