Anschlussfinanzierung: Immobilieneigentümer nutzen Zinsvorteil nur selten
Juli 10, 2008
Nahezu alle Bauherren und Immobilienkäufer müssen sich eines Tages mit dem Thema Anschlussfinanzierung auseinandersetzen. Es ist nämlich so, dass es vergleichsweise wenige Darlehensnehmer gibt, denen es gelingt, ihre Immobiliendarlehen innerhalb der ersten Zinsbindung vollständig zu tilgen – der Großteil der Darlehensnehmer ist dazu gezwungen, eine Anschlussfinanzierung vorzunehmen.
Was die Anschlussfinanzierung betrifft, so war schon lange bekannt, dass sich die meisten Menschen bewusst für eine Prolongation entscheiden. Hierunter versteht man die Verlängerung des Darlehens beim bisherigen Darlehensgeber. Vom Wechsel zu einer anderen Bank, der so genannten Umschuldung, machen hingegen nur die wenigsten Gebrauch. Eine aktuelle Untersuchung der FH München hat ergeben, dass sich gerade einmal 10 Prozent aller Anschlussfinanzierer für die Umschuldung entscheiden.
Doch aus finanzieller Sicht wäre in den meisten Fällen die Umschuldung zu empfehlen. Im Rahmen derselben Studie wurde festgestellt, dass sich der Zinsunterschied, der zwischen Prolongations- und Umschuldungsangeboten besteht, auf 0,4 Prozent beläuft – was auch vergleichsweise groß ist. Selbst wenn bereits ein großer Teil der Restschuld abgetragen wurde, kann ein Zinsvorteil von 0,4 Prozent immer noch dazu beitragen, die Zinsbelastung um mehrere tausend Euro zu senken.
Aus diesem Grund kann allen angehenden Anschlussfinanzierern nur dazu geraten werden, nicht ausschließlich die Prolongation in Betracht zu ziehen. Stattdessen sollten mehrere Konditionsangebote für Umschuldungsdarlehen eingeholt werden, weil sich hierdurch in en meisten Fällen eine Menge Geld sparen lässt.
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