Anleihen: Eine interessante Alternative zur Festgeldanlage

Juni 12, 2008

Für Zinsanleger hat dieses Jahr recht gut begonnen: Sowohl im Bereich der Tagesgeldanlagen wie auch bei den Festgeldanlagen sind die Zinsen im Vergleich zum Vorjahr nochmals erheblich gestiegen. Wer eine möglichst hohe Verzinsung erzielen möchte, setzt auf Festgeld. Festgeldanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine geringfügig höhere Verzinsung bieten und diese für einen fest vereinbarten Zeitraum garantiert wird.

Allerdings bringen Festgeldanlagen zwei große Nachteile mit sich. Der erste Nachteil besteht darin, dass das Kapital gebunden ist. Sollte man vor Ablauf der Zinsbindung darauf zugreifen wollen, so ist dies entweder nicht möglich oder an die Zahlung einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung geknüpft. Der zweite Nachteile besteht darin, dass die hohen Zinsen ausschließlich bei den kurzen Laufzeiten erhältlich sind: Wer sein Kapital langfristig investieren möchte, muss Zinsabschläge in Kauf nehmen.

Gerade für langfristig orientierte Zinsanleger bietet es sich an, über den Erwerb von Anleihen nachzudenken. Sie garantieren ebenfalls eine feste Verzinsung, bringen jedoch den Vorteil mit sich, dass auch für längere Anlagezeiträume eine attraktive Verzinsung zu erzielen ist. Gleichzeitig ist es möglich, die Anleihen jederzeit über die Börse zu verkaufen. Somit profitiert der Anleger gleich doppelt: Zum einen kann er eine höhere Verzinsung erzielen, zum anderen kann er jederzeit auf sein Kapital zurückgreifen.

Allerdings sollte man sich als Anleger der Tatsache bewusst sein, dass Anleihen geringen Kursschwankungen unterliegen, die auf die Rendite der Anlage ebenfalls Einfluss nehmen können. Aus diesem Grund sind Anleiheninvestments nicht für jeden Anleger geeignet: Wer eine hundertprozentige Ertragsgarantie wünscht, ist mit Tages- und Festgeldanlagen besser bedient.

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