Abwrackprämie fördert Schwarzmarkt

Mai 15, 2009

So gut die Abwrackprämie bzw Umweltprämie für die (Auto-) Wirtschaft Deutschlands, die Bundesregierung und die Bürger sein mag, sie bringt nicht nur positive Aspekte mit sich. Aus einer vor kurzem erschienenen Mitteilung des FDP-Bundestagsabgeordneten Hartfrid Wolff ging hervor, dass es einen Abwrack-Schwarzmarkt gibt. Die Regelungen zu der Abwrackprämie weisen Lücken auf, welche von skrupellosen Geschäftemachern leicht auszunutzen sind.

Die beste Möglichkeit zum Handeln bietet hier das Internet, das die Altautobesitzer und die Neuwagenkäufer zusammenbringt. Die Regelungslücke ist darauf zu beziehen, dass die Prämie auch dann behalten werden kann, wenn der Neuwagen 24 Stunden nach Erhalt weiterverkauft wird. Verschrottet ein Besitzer beispielsweise seinen alten Wagen, kauft einen zuerst auf ihn zugelassenen Neuwagen und verkauft das Auto dann einen Tag später an den eigentlichen Interessenten des Neuwagens, wird die Prämie ausgezahlt und „beide“ Käufer machen einen Gewinn von jeweils 1.250 Euro.

Die Bundesregierung erlaubt diese Handhabung insoweit, als dass sie Rück- und Wiederverkauf als „rein privatwirtschaftliches Geschäft außerhalb des Geltungsbereichs der Richtlinie“ ansieht. Wolff ist jedoch der Ansicht, dass dadurch die Abwrackprämie missbraucht wird und Steuergelder vollkommen unnötig ausgegeben werden. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob Initiativen von der Bundesregierung ergriffen werden, um einem eventuellen Missbrauch entgegenzuwirken.

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