Abhebungen am Geldautomat bald günstiger?

August 29, 2010

Mal kurz einen Geldautomaten aufzusuchen und Bargeld abzuheben ist gar nicht immer so einfach, wie es von den Banken beworben wird. Dies liegt unter anderem daran, dass es bei der Automatenwahl gut aufzupassen gilt. Denn Geldautomat ist nicht gleich Geldautomat: Wer am falschen Automaten abhebt, muss oftmals horrende Bearbeitungsgebühren entrichten.

Die Gebührenmodelle der Banken, die bei sogenannten Fremdabhebungen gelten, waren in den letzten Monaten ein großes Diskussionsthema bei Verbraucherschützern, Politik und den Banken. Daher haben sich die Banken an einen runden Tisch gesetzt und über Preismodelle diskutiert. Das Ergebnis sind neue Modelle, die bereits zu Beginn des kommenden Jahres gelten sollen. Es wird bewusst von Modellen gesprochen, weil nicht alle Banken auf ein- und dieselbe Lösung setzen.

Wie die „Stuttgarter Zeitung“ schreibt, konnten die Banken eine Einigung erzielen, die letztlich dazu führt, dass Fremdabhebungen günstiger werden. Somit ist klar, dass die Erhebung von Gebühren nicht abgeschafft ist, die Bankkunden jedoch finanziell entlastet werden bzw. nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen mussten. Immerhin wurden bisher im Durchschnitt rund 6 Euro pro Fremdabhebung fällig.

Geldinstitute, die dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) angehören, haben sich darauf verständigt, ab dem nächsten Jahr eine Gebühr von maximal 1,95 Euro pro Abhebung per Girokarte zu berechnen. Zu den angeschlossenen Banken zählen unter anderem die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Postbank. Die Sparkassen und Volksbanken haben angekündigt, ebenfalls niedrigere Gebühren einführen zu wollen, jedoch noch keine konkreten Zahlen genannt – womöglich liegt die Gebühr über den 1,95 Euro der anderen Geldinstitute.

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