Abgeltungssteuer: neue Besteuerung von Fonds
März 31, 2008
Kaum ein anderes Thema wird von Bankberatern derzeit so häufig angesprochen, wie die bevorstehende Abgeltungssteuer. Es wird vor allem der Verkauf von Fondsprodukten forciert, die den Privatanlegern auch nach in den kommenden Jahren steuerfreie Erträge aus Wertpapiergeschäften garantieren sollen. Vor allem so genannte Dachfonds werden von den Mitarbeitern der Banken bevorzugt angeboten. Doch wie nun bekannt wurde, plant die Regierung eine Überarbeitung des Gesetzes, so dass diese Anlagen nun doch nicht mehr von der Abgeltungssteuer befreit sind.
Besonders die Dachfonds seien davon betroffen. Für die Anleger ist das umso ärgerlicher, immerhin haben sie schon kräftig investiert. Angaben der Financial Times Deutschland zufolge, sollen allein 553 Millionen Euro in Dachfonds geflossen sein – während andere Fonds, wie zum Beispiel Aktienfonds spürbare Mittelabflüsse verzeichnen musste. Insgesamt sollen während des Januars mehr als drei Milliarden aus Aktienfonds abgeflossen sein.
Von den Plänen der Regierung ist die Investmentbranche alles andere als begeistert. Einerseits deshalb, weil der neue Gesetzentwurf sehr spät bekannt worden ist, andererseits weil weiterhin Ausnahmen bestehen werden. So sollen zum Beispiel Termingeschäfte, die von Fondsmanagern getätigt werden, nicht besteuert werden. Für die Banken und Investmentgesellschaften könnte das zur Folge haben, dass eine erneute Umverteilung des investierten Kapitals erfolgt und einige neu aufgelegte Fonds wieder geschlossen werden müssen, da einfach nicht genügend Kapital eingesammelt wurde, um wirtschaftlich arbeiten zu können.
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