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Renditen sicherer Staatsanleihen können nicht überzeugen

Der Bundesfinanzminister dürfte allen Grund zur Freude haben. Die Bundesrepublik befindet sich nämlich in der Lage, besonders günstiges Kapital aufnehmen zu können. Staatsanleihen von Deutschland gelten derzeit als so gefragt, dass den Anlegern keine hohen Zinsen geboten werden müssen. Hinzu kommen niedrige Marktzinsen, welche die Renditen von Staatsanleihen, Bundesobligationen und ähnlichen Wertpapieren zusätzlich drücken.

Was für den Bundesfinanzminister erfreulich ist, ist für die Anleger weniger schön. Denn gerade sichere Geldanlagen haben derzeit keine guten Renditen zu bieten. Zwar ist in vielen Bereichen auch so gut wie keine Inflation festzustellen, jedoch ist es trotzdem nicht gut, wenn die eigenen Ersparnisse nur geringfügig verzinst werden. Selbst wer sich langfristig bindet, muss sich mit niedrigen Zinssätzen abspeisen lassen: Die Zinssätze von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren liegen bei gerade einmal 3 Prozent.

Privatanleger müssen deshalb clever sein, wenn sie gute Renditen in Verbindung mit einer hohen Sicherheit erwirtschaften möchten. In erster Linie bedeutet dies, sich auf dem Markt genau umsehen zu müssen. Dementsprechend hat die Bedeutung von Zinsvergleichen deutlich zugenommen. Wer gute Renditen bei Tagesgeld- oder Festgeldanlagen erzielen möchte, kommt um einen Vergleich der Zinskonditionen nicht mehr herum. Sollten entsprechende Konten ohne vorherigen Vergleich eröffnet werden, besteht die Gefahr, ein großes Renditepotential nicht auszuschöpfen.

In diesem Zusammenhang muss auf Neukundenangebote verwiesen werden. Gerade die Direktbanken räumen ihren Neukunden attraktive Konditionen ein, deren Renditen weit über den Durchschnittsrenditen liegen. Anleger sind deswegen gut damit beraten, sich mit diesen Anlageprodukten zu beschäftigen, damit am Ende die besten Konditionen gesichert werden.

Börse

Besser keine Griechenland-Anleihen kaufen

Ein beachtenswert großer Teil der privaten Kapitalanleger stellt sich derzeit die Frage, ob es ein lohnendes Investment sein könnte, griechische Staatsanleihen zu kaufen. Das Interesse an entsprechenden Anleihen hat in den vergangenen Tagen rasant zugenommen, was im Grunde nicht verwundert – so wie das Interesse in die Höhe gestiegen ist, sind auch die Renditen der Griechenland-Anleihen gestiegen.

Allerdings gilt es dieses Thema mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Viele Anleger wissen noch nicht einmal, wie entsprechende Investments funktionieren. In diesem Zusammenhang soll daher kurz der Renditeanstieg erklärt werden: Die gestiegenen Anleiherenditen sind nicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass Griechenland höhere Zinsen zahlt. Stattdessen sind die Kurse bereits ausgegebener Anleihen deutlich gefallen. Für den Anleger bedeutet dies, mit weniger Geld einsteigen zu können und trotzdem dieselbe Verzinsung zu erhalten. Außerdem notieren die Anleihen unter dem Nominalwert. Am Ende der Laufzeit werden die Anleihen jedoch zum Nominalwert (dem einstigen Ausgabepreis) zurückgekauft. Für den Anleger bedeutet dies, gleich doppelt profitieren zu können: Es locken satte Zinszahlungen und ein zusätzlicher Kursgewinn am Ende der Laufzeit.

Doch so verlockend der Einstieg auch sein mag: Anleger sollten sich genau überlegen, ob er sich tatsächlich lohnt. Die deutlich gefallenen Anleihenkurse zeigen eines auf: Zunehmend mehr institutionelle Anleger zweifeln an der Fähigkeit Griechenlands, die Anleihen überhaupt noch bedienen zu können. Es droht das Risiko, dass die Zinszahlungen ausbleiben und die Anleihen nicht zurückgekauft werden. Dies wäre im Übrigen nicht das erste Mal in der Geschichte: Länder wie Venezuela und Argentinien haben bereits unter Beweis gestellt, dass solche Schreckensszenarien durchaus realistisch sind.

Altersvorsorge

Vorsicht beim Abschluss komplexer Altersvorsorgeprodukte

Wer private Altersvorsorge betreiben möchte, kann aus einer Vielzahl an Finanzprodukten wählen. In den letzten Jahren haben Versicherungsunternehmen zahlreiche neue Produkte aufgelegt, die sich vor allem durch zwei Eigenschaften auszeichnen. Zum einen ist eine Kopplung an staatliche Förderprogramme wie Riester oder Rürup fast immer vorhanden, zum anderen wird gezielt an den Finanzmärkten investiert, um somit die Rendite des eingezahlten Kapitals zu steigern.

Wie das „Handelsblatt“ schreibt, hat die Komplexität der Vorsorgeprodukte deutlich zugenommen. Viele Interessenten, die sich ansonsten nicht mit Finanzthemen beschäftigen, haben es daher nicht unbedingt leicht, die Produkte auf Anhieb zu verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Berater nicht immer bestens geschult sind. Deshalb ist davon abzuraten, sich für einen schnellen Abschluss zu entscheiden. Besser ist es, mehrere Angebote einzuholen und sich die Produkte ruhig von mehreren Beratern erklären zu lassen, damit man am Ende auch tatsächlich über die Funktionsweise Bescheid weiß.

Ein ebenfalls kritischer Punkt bei komplexen Anlageprodukten sind die Renditeprognosen, die von den Anbietern oftmals genannt werden. Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass es sich um Prognosen handelt. Gerade weil die Anbieter zunehmend an den Kapitalmärkten investieren, können auch Verluste entstehen – zum Teil sogar äußerst beachtenswerte Verluste. Wer sich absichern möchte, kann sich für ein sogenanntes Garantieprodukt entscheiden: Die Versicherer investieren einen Teil des Kapitals stets so, dass die Gesamtrendite positiv ausfällt.

Alles in allem gestaltet sich die Auswahl nicht gerade leicht, wenn man ein gutes Vorsorgeprodukt abschließen möchte. Dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema: Dank Riester oder Rürup Förderung werden damit klassische Sparpläne im Hinblick auf die Rendite geschlagen.

Immobilien

Viele Bundesländer wollen Grunderwerbsteuer erhöhen

Bis im zum September 2006 herrschte noch Gleichberechtigung: Der Bund schrieb vor, dass sich die Höhe der Grunderwerbsteuer einheitlich auf 3,5 Prozent des Kaufpreises beläuft. Danach wurde die Macht den Ländern übertragen, die seither selbst bestimmen können, wie hoch der Steuersatz bei der Grunderwerbsteuer bemessen sein soll.

Die Absicht dieser Verfahrensweise bestand darin, mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Bundesländern zu schaffen und somit ggf. die Steuerkosten für Immobilienkäufer zu senken. Allerdings wurde das Ziel nicht erreicht. Ganz im Gegenteil: Zunehmend mehr Länder möchten die Gewerbesteuer erhöhen und sie als lukrative Einnahmequelle nutzen. Den Anfang hatte Berlin gemacht. Gleich zu Beginn des Jahres 2007 wurde der Steuersatz von 3,5 auf 4,5 Prozent angehoben wurde. Im letzten Jahre haben die Bundesländer Hamburg und Sachsen-Anhalt nachgezogen und den Steuersatz ebenfalls auf 4,5 Prozent erhöht.

Wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt, wollen im kommenden Jahr gleich mehrere Bundesländer nachziehen. Länder wie Brandenburg und Bremen hatten bereits angekündigt, die Grunderwerbsteuer auf 4,5 (Bremen) und sogar 5,0 Prozent (Brandenburg) zu erhöhen. Nun planen auch Niedersachen und das Saarland den Dreh an der Steuerschraube. Während sich die Politiker im Saarland mit einer Erhöhung um 0,5 Prozent begnügen, möchte Niedersachsen ebenfalls auf 4,5 Prozent erhöhen.

Damit ist aber noch nicht Schluss: Schleswig-Holstein hat ebenfalls beschlossen, die Grunderwerbsteuer erhöhen zu wollen. Zwar lässt man sich dort ein wenig mehr Zeit (die Erhöhung des Steuersatzes soll erst 2013 erfolgen), aber dafür langt man so richtig zu: Satte 5,0 Prozent sollen dann berappt werden, wenn Immobilienkäufe anstehen.

Infos

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