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Zulauf beim Hamburger Zahnmobil wird immer größer

Nicht jeder kann es sich leisten, zum Zahnarzt zu gehen. Denn obwohl in Deutschland mittlerweile die Pflicht zur Krankenversicherung besteht, gibt es immer noch zahlreiche Personen, die über keinen Krankenschutz verfügen. Doch nicht nur eine fehlende Krankenversicherung zeigt sich dafür verantwortlich, dass etliche Bürger nicht zum Zahnarzt gehen, obwohl sie es eigentlich müssten. Gerade die Kosten schrecken viele Personen ab. Selbst wenn es nicht um Zahnersatz geht, sondern um Behandlungen, deren Kosten von der Kasse getragen werden, bleiben Personen wegen der Praxisgebühr vom Zahnarzt fern.

In den sozialen Brennpunkten Hamburgs ist daher das sogenannte Zahnmobil unterwegs. Hierbei handelt es sich um eine mobile Zahnarztpraxis, die eine kostenlose Hilfe anbietet. Finanziell unterstützt wird das Projekt von Colgate und der Caritas. Bedürftige können den mobilen Zahnarzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Das Mobil ist seit dem Jahr 2008 in Hamburg unterwegs und zeigt sich unter anderem für die Unterrichtung von Kindern in Sachen Zahnpflege verantwortlich.

Wie der Caritasverband für Hamburg mitgeteilt hat, gibt es immer mehr Personen, die das Zahnmobil aufsuchen. Im Jahr 2009 wurden 642 Patientenkontakte verzeichnet – im vergangenen Jahr wurde das Zahnmobil bereits von 919 Patienten aufgesucht. Im Rahmen dieser Patientenkontakte wurden insgesamt 247 Zähne gezogen und 363 Zahnfüllungen angelegt.
Befragungen der Patienten haben ergeben, dass unter anderem die Praxisgebühr und zusätzliche Behandlungskosten für das Fernbleiben von Zahnarztpraxen verantwortlich sind. Hierbei wird ersichtlich, welche Bedeutung die persönliche Finanzkraft im Bereich der zahnärztlichen Behandlung mittlerweile erlangt hat. Allerdings ist das Problem nicht ausschließlich auf die Gebühren zurückzuführen. Prinzipiell werden von der gesetzlichen Krankenversicherung alle Kosten getragen, die im Rahmen der Grundversorgung anfallen. Soziale Einrichtungen können außerdem sicherstellen, dass Behandlungsbedürftige auch keine Schwierigkeiten wegen der Praxisgebühr bekommen.

Börse

Aktien: Der nächste Kurssturz kommt schneller als man denkt

Am letzten Handelstag an der Börse gab es eine große Überraschung. Am Freitag zogen die Aktienkurse zahlreicher Unternehmen ungemein an, sodass teilweise schon von einer kleinen Börsenrallye gesprochen wurde. Für viele Marktteilnehmer kam diese Entwicklung vollkommen überraschend, zumal es in den vergangenen Wochen fast durchweg nur bergab ging.

Die Kursanstiege von Donnerstag und Freitag können in der Tat als außerordentlich bezeichnet werden. Ungefähr eine Woche zuvor waren die Aktienmärkte noch dabei, neue Tiefstände auszuloten: Die Grenze von 5.000 Zählern im DAX wurde mehrfach angetastet. Doch am Freitag schloss der DAX mit mehr als 5.500 Zählern, zeitweise wurden sogar mehr als 5.600 Zähler gemessen.
Vielen Privatanlegern stellt sich nun die Frage, ob es eine neue Rallye gibt und ob sie einsteigen sollten. Allerdings ist diese Frage nur äußerst schwer zu beantworten. Das Problem besteht darin, dass der Markt keine klare Richtung vorgibt. Es wäre durchaus denkbar, dass die Kursstürze der vergangenen Wochen nichts anderes als Wertkorrekturen waren und sich die Börsen nun wieder normal entwickeln können. Auf der anderen Seite kann es ebenso passieren, dass die Märkte wieder deutlich ins Minus drehen und sich die Kursrückgänge noch einige Wochen oder sogar Monate fortsetzen.

Alles in allem ist große Vorsicht angesagt – immerhin haben die letzten Wochen gezeigt, dass nicht nur große Gewinne sondern auch stattliche Verluste möglich sind. Anleger, die nicht abwarten möchten, sollten zumindest vorsichtig sein. Es empfiehlt sich, auf eine breite Streuung zu setzen, indem beispielsweise Indexfonds gekauft werden. Außerdem sollte nicht das gesamte Kapital eingesetzt werden, um notfalls nachkaufen zu können.

Altersvorsorge

Geld und Finanzen: Das ändert sich 2012

Mit dem neuen Jahr treten wie üblich auch in 2012 zahlreiche Neuerungen in Kraft. Verbraucher im Allgemeinen, insbesondere aber Sparer, Anleger und Vorsorgetreibende sollten sich genau darüber informieren, wo welche Änderungen eintreten – und wie sie in diesem Jahr am besten davon profitieren können.

Änderungen bei der Altersvorsorge

Im Bereich der Altersvorsorge gelten ab sofort gleich mehrere Neuregelungen. So liegt der Garantiezins (z.B. bei Lebensversicherungen) ab sofort bei 1,75 statt 2,25 Prozent. Dennoch kann sich auch in 2012 noch ein Abschluss lohnen: Dank Überschüssen fällt die Rente, die im Schadensfall bzw. beim Auslaufen des Vertrages ausgezahlt wird, meist deutlich höher als die Garantierente aus.
In Sachen Rente sollten Verbraucher nun wissen, dass sich ab sofort das Mindestrentenalter erhöht – sowohl bei Lebensversicherungen als auch bei Riester Rente, Rürup Rente und betrieblicher Altersvorsorge. Rürup-Sparer können ab sofort mehr Beiträge von der Steuer absetzen, Rürup-Rentner müssen aber auch höhere Steuern (64 statt 62 Prozent) zahlen. Für Riester-Sparer gilt, dass sämtliche Sparer einen einheitlichen Sockelbetrag von vier Prozent des Vorjahresgehalts, mindestens aber 60 Euro pro Jahr entrichten müssen. Wer zu wenig Eigenanteil eingezahlt hat, kann nicht gezahlte Beiträge auch nachträglich entrichten und muss dann nicht die Förderung zurückzahlen.

Änderungen beim Girokonto

Die meisten Verbraucher haben bereits im Dezember mitbekommen, dass Girokonten ab sofort nicht mehr vor Pfändung geschützt sind. Wer ein Kandidat für Pfändungen ist, sollte ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto (P-Konto) in Erwägung ziehen. Hier fallen zumindest derzeit zwar noch höhere Kontoführungsgebühren an – dafür ist auf einem solchen Girokonto das Existenzminimum von 1028,89 Euro sicher.
Bislang weniger bekannt ist, dass Banküberweisungen ab sofort schneller erfolgen. Ein online erteilter Auftrag darf nur noch einen Tag dauern. Bei Überweisung per Überweisungsträger muss die Gutschrift spätestens nach zwei Tagen erfolgen.

Änderungen bei Steuern

Im Hinblick auf Steuern sehen die neuen Regeln Vereinfachungen und Verbesserungen vor. So erhöht sich die Pauschale für Werbungskosten von 920 auf 1.000 Euro. Kinderbetreuungskosten können ab dem kommenden Jahr zu zwei Dritteln steuerlich geltend gemacht werden. Vereinfacht wird zudem die Berechnung der Entfernungskostenpauschale. In Sachen Kindergeld profitieren all die Familien, in denen der Sprössling einem Nebenjob nachgeht. Die Summe der Einkünfte spielt nun keine Rolle mehr – die bisherige Bewilligungsgrenze von 8004 Euro pro Jahr entfällt.

Änderungen bei Versicherungen

Neben der Altersvorsorge gelten ab sofort auch zahlreiche Änderungen bei anderen Versicherungen. So liegt z.B. die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der Arbeiter und Angestellte in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben müssen, mit 3.825,00 Euro/Monat ab sofort mehr als 100 Euro höher als im vergangenen Jahr. Zudem erfolgten Änderungen an der Gebührenordnung für privatzahnärztliche Leistungen (GOZ): Vor allem Kronen, Brücken und Prothesen werden damit zum Teil deutlich teurer – sowohl für privat als auch für gesetzlich Versicherte.

Immobilien

Baugeld fast so günstig wie im Vorjahr

2010 ist zweifelsohne das Jahr für Bauherren und Immobilienkäufer gewesen: Der Finanzkrise war ein enormer Zinsrückgang zu verdanken, der es angehenden Eigenheimbesitzern ermöglichte, ihre Vorhaben äußerst günstig zu finanzieren. Bis Mitte des Jahres rutschen die Hypothekenzinsen auf ein Rekordtief, welches Baugeld so günstig wie seit der Nachkriegszeit nicht mehr machte.

Allerdings dürfte die Zeit des extrem günstigen Baugelds nicht lange anhalten. Innerhalb von zehn Monaten zogen die Zinsen kräftig an. Ihren Höchststand erreichen sie im April dieses Jahres und standen einen guten Prozentpunkt höher. Zwar war Baugeld auch dann immer noch vergleichsweise günstig, aber dennoch hatte sich so mancher Bauherr über den Zinsanstieg geärgert.
Die anziehende Wirtschaft sowie zwei Leitzinserhöhungen durch die EZB hätten laut Meinung zahlreicher Experten dazu führen müssen, dass Baugeld noch deutlich teurer wird. Allerdings ist diese Entwicklung nicht eingetreten. Zur Überraschung der meisten Experten wurde am Markt der Hypothekenzinsen der Rückwärtsgang eingelegt. Seit Ende April sind die Zinssätze für Immobiliendarlehen gesunken.
Besonders in den vergangenen Wochen haben die Zinssätze noch einmal deutlich nachgelassen. Seit Ende April sind die Hypotheken somit um fast 0,8 Prozent eingebrochen und befinden sich wieder ganz in Nähe der Niedrigzinsen des vergangenen Jahres. Ob das damalige Zinsniveau erreicht werden kann, gilt jedoch als fraglich. Nach wie vor sieht das wirtschaftliche Umfeld besser als zum damaligen Zeitpunkt aus. Potentielle Darlehensnehmer sollten deshalb nicht zu sehr spekulieren, sondern die aktuellen Niedrigzinsen schlichtweg festschreiben – denn viel günstiger kann das Baugeld gar nicht mehr werden.

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